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Fr, 09:21 Uhr
07.03.2008

Kampf gegen Armut

Nicht nur die Genossen der SPD machen in Nordthüringen morgen für die Rechte des weiblichen Geschlechts mobil. Auch der VdK will sich einmischen und stark machen...


"Einkommensarmut ist die Einbahnstraße in die Altersarmut. Überdurchschnittlich betroffen sind Frauen. Sie verdienen im Schnitt 20 Prozent weniger als Männer. Für gleiche Arbeit muss unabhängig vom Geschlecht der gleiche Lohn gezahlt werden." Dies forderte die Vizepräsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland und Vorsitzende der VdK-Bundesfrauenkonferenz, Carin E. Hinsinger, anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März und sie findet dabei die Unterstützung der Mitglieder des Sozialverbandes, auch in Nordthüringen.

Armut ist heute jung. Alleinerziehende und vor allem Familien mit Kindern sind betroffen. 2,5 Millionen Kinder leben in Armut. Immer noch haben zu viele Frauen schlecht bezahlte Jobs im Niedriglohnsektor. Unter den Teilzeitkräften sind Frauen mit 84 Prozent überdurchschnittlich vertreten. Die Beschäftigungsquote von Alleinerziehenden ist mit 62 Prozent laut einer OECD-Studie nicht nur sehr niedrig, sondern liegt noch unter dem OECD-Durchschnitt von 71 Prozent. Fehlende Arbeitsplätze und die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf zwingen viele Frauen in die Arbeitslosigkeit und damit zwangsläufig in Hartz IV.

Das erfährt man bei den Beratungsgesprächen in den Beratungsstellen Nordhausen, Sondershausen und Artern in unserem Kreisverband immer wieder. Oft können oder wollen auch die Frauen wegen der Kinderbetreuung keine Ganztagsstelle annehmen. Entsprechend negativ wirkt sich dies auf die spätere Rente aus. Diese Frauen werden die Armen von morgen sein, wenn die Politik die Rahmenbedingungen nicht deutlich verbessert.

Sinkt der Rentenanspruch beim Arbeitslosengeld I schon stark, so bleibt beim Arbeitslosengeld II nur noch ein lächerlich geringer Rentenanspruch von 2,19 Euro pro Jahr übrig. Hinsinger: "Der Rentenversicherungsbeitrag, der für Langzeitarbeitslose entrichtet wird, muss deshalb deutlich angehoben werden."

Laut einer Studie zur Altersvorsorge in Deutschland steigt der Anteil der Rentner, die mindestens ein Jahr arbeitslos waren, bei den Frauen von 39 auf 59 Prozent. Schon heute sind 30 Prozent der allein stehenden Rentnerinnen von Armut bedroht. Die Durchschnittsrente für Frauen liegt deutlich unter der der Männer. Auch das wird für den Sozialverband VdK Anlass sein mit Aktionen in den nächsten Wochen und Monaten auf die reale Alters- und Kinderarmut aufmerksam zu machen und von der Politik Veränderungen zu fordern.

Der VdK-Kreisvorstand Nordthüringen möchte den Internationalen Frauentag zum Anlass nehmen, um allen Frauen im Verband ein herzliches Dankeschön für ihre ehrenamtliches Engagement zu sagen und ihnen zu versichern, dass sie im Kampf gegen diese Diskriminierung im Verband stets Unterstützung finden werden.
Klaus Henze
Autor: nnz

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