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So, 10:06 Uhr
02.03.2008

Gemeinsame Strategien angeboten

"Mit der richtigen Streuung des Kapitals schaffen Anleger die Basis für mehr Ertrag und größere Sicherheit", so hatte die Nordhäuser Kreissparkasse für ihre Wertpapiermesse an diesem Wochenende geworben. Viele Kunden fanden gestern den Weg zu einem zusätzlichen Beratungs- und Informationstag.


Beraten und informieren (Foto: nnz) Beraten und informieren (Foto: nnz)

Es gibt viele Wege zum Erfolg – gerade bei der Geldanlage. Welche zum Ziel führt, hängt insbesondere vom eigenen Standort ab. Und für Anleger in Deutschland ändern sich am 1. Januar 2009 dessen „Koordinaten“: Dann nämlich wird die Abgeltungssteuer eingeführt – ein idealer Anlass, die persönliche Anlagestrategie zu überdenken. Und dazu gab es gestern in der Kreissparkasse genügend Gelegenheit.

Kompetente Mitarbeiter gaben Auskunft, viele Kunden informierten sich über Anlagen, Strategien oder Altersvorsorge. Im Mittelpunkt stand jedoch die neue Abgeltungssteuer, die im kommenden Jahr in Kraft treten wird. „Ab 2009 werden bei Privatanlegern die meisten Kapitaleinkünfte wie Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne einheitlich mit 25 Prozent besteuert – zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer“, erläuterte Rolf Barke, Abteilungsleiter Sparkassen-Vermögensmanagement. Dann entfalle auch die Spekulationsfrist für Wertpapiere, durch die bislang Kursgewinne nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei bleiben. „Doch für die meisten Anlageformen gibt es einen Bestandsschutz für Altanlagen: Wer bis 31. Dezember 2008 beispielsweise in einen Investmentfonds investiert, kann Kursgewinne nach einer Haltedauer von zwölf Monaten weiterhin steuerfrei vereinnahmen. Das gilt auch dann, wenn die Anteile erst nach Jahren verkauft werden.“

Der frühe Vogel fängt den Wurm – nicht nur im Hinblick auf die Steuern. „Wer frühzeitig die Weichen richtig stellt, kann sich langfristig höhere Erträge sichern“, so Barke. Dabei gebe es grundsätzlich drei Kriterien, nach denen eine Geldanlage beurteilt werden könne: „Sicherheit, Rendite sowie Verfügbarkeit – diese drei Faktoren bilden das so genannte magische Dreieck der Vermögensanlage.“ Je nachdem, welche konkreten Anlageziele angestrebt werden, gewinnt eines der drei Kriterien besonders an Gewicht. „Die Rendite steht für diejenigen im Vordergrund, die langfristig beispielsweise für die Ausbildung oder den Ruhestand sparen“, erläutert Finanzexperte Barke. Dagegen steht die Sicherheit an oberster Stelle, wenn das Geld schon kurzfristig wieder zur Verfügung stehen soll, beispielsweise weil eine Renovierung ansteht.

Dame mit Vorstand (Foto: KSK) Dame mit Vorstand (Foto: KSK)
KSK-Vorstand mit Dame: Deig, Dr. Traud, Przybilla, Asche

Besonders für Aktieninvestoren bringt die Abgeltungssteuer wichtige Änderungen mit sich. Doch wie sieht es im Hinblick auf volkswirtschaftliche Rahmendaten mit der Entwicklung der nationalen und internationalen Aktienmärkte aus? Einen Ausblick auf die Aktien- und Rentenmarktentwicklung unter Betrachtung der zugrundeliegenden fundamentalen Daten in Deutschland und Europa lieferte bereits am Freitagabend die Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen, Frau Dr. Traud, in ihrem Vortrag „Kapitalmärkte 2008“ vor Kunden der Nordhäuser Kreissparkasse.

Die Analyse des eigenen, individuellen Chance-/Risiko-Profils ist daher überaus wichtig, um die genau dazu passende Sparform zu finden. Denn jede Art und Weise der Anlage hat einen eigenen Charakter: So werden Aktieninvestoren langfristig meist mit einer hohen Rendite belohnt, weil sie kurzfristig bisweilen hohe Kursschwankungen hinnehmen müssen. Die Beharrlichkeit aber lohnt sich: Nach Daten des Bundesverbandes Investment und Asset Management wurden aus 10.000 Euro, die ein Anleger in Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland investiert hat, im Zeitraum von 15 Jahren bis Herbst 2007 durchschnittlich 47.270 Euro – trotz aller Schwankungen in der Zwischenzeit.

Ein Euro-Rentenfonds brachte es demgegenüber bei weniger starkem Auf und Ab nach 15 Jahren durchschnittlich auf 22.490 Euro. „Heute haben wir gern die Vorzüge der einzelnen Produkte erläutert und Anleger aufgemuntert, gemeinsam mit uns ihre persönliche Erfolgsformel auszurechnen.“ Und von diesem Angebot, aber vor allem auch den Fachvorträgen hatten die Kreissparkassen-Kunden gern Gebrauch gemacht.
Beraten und informiert: KSK-Wertpapiermesse (Foto: KSK)
Beraten und informiert: KSK-Wertpapiermesse (Foto: KSK)
Beraten und informiert: KSK-Wertpapiermesse (Foto: KSK)
Autor: nnz

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