Fr, 10:45 Uhr
03.05.2002
Drei Sparten sollen erhalten werden
Nordhausen (nnz). Ende März ist im Nordhäuser Theater ein neuer Betriebsrat gewählt worden. Die neunköpfige Mannschaft steht vor einem großen Problemberg. Mehr dazu in Ihrer nnz.
Zum ersten Mal wird ein Mitglied des Betriebsrates hauptamtlich agieren, der Kollege ist für vier Stunden pro Tag freigestellt. Für das neue Gremium stellt sich die momentane Situation in der GmbH derzeit recht schwierig dar. Immer wieder erfahren die Kollegen aus den Medien über Veränderungen in ihrem Haus. Die Kritik richtet sich demzufolge auch in Richtung der Geschäftsleitung. Seit der Wahl am 26. März habe es mehrere Gesprächsangebote in Richtung Intendanz gegeben, erst in der kommenden Woche soll es eine Zusammenkunft geben.
Klar ist den Betriebsräten, dass das Nordhäuser Theater eine finanziell schwierige Zeit durchmacht und durchmachen wird. Die alte und die neue Arbeitnehmervertretungen hatten in den zurückliegenden Monaten mehrfach Vorschläge unterbreitet, wie die Finanzen konsolidiert werden könnten. Die Situation wird jedoch verkompliziert, da die Geschäftsführung bislang keine konkreten Zahlen auf den Tisch legte.
Kritik üben die Betriebsräte um ihren Chef Rolf Berninger zum Beispiel hinsichtlich der Vermarktung des Musentempels. Die Werbemöglichkeiten sollten verbessert, der Förderverein müsste aktiver werden, hier vor allem in der Gewinnung von Sponsoren. Als Beispiel wurde Meiningen angeführt. Ohne sich in künstlerische Belange einzumischen wurde jedoch angemerkt, dass mehr attraktive zuschauerintensive Aufführungen in den Spielplan müssten. Bislang jedoch, so Rolf Berninger, erkenne er seitens der Geschäftsleitung keinen Willen zur Zusammenarbeit, wir werden einfach nicht gefragt.
Die Mitglieder des Betriebsrates sind sich einig, dass es künftig nicht um das Ausleben von persönlichen Befindlichkeiten gehe, sondern um den Erhalt eines Drei-Sparten-Hauses im Norden Thüringens. In diesem Ziel sehe der Betriebsrat mit dem Hauptgesellschafter (Stadt Nordhausen) und auch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden mehrere Partner an seiner Seite. Nur müsse die Intendanz in dieser Richtung mitziehen, vielleicht ja nach dem Gespräch in der kommenden Woche.
Autor: nnzZum ersten Mal wird ein Mitglied des Betriebsrates hauptamtlich agieren, der Kollege ist für vier Stunden pro Tag freigestellt. Für das neue Gremium stellt sich die momentane Situation in der GmbH derzeit recht schwierig dar. Immer wieder erfahren die Kollegen aus den Medien über Veränderungen in ihrem Haus. Die Kritik richtet sich demzufolge auch in Richtung der Geschäftsleitung. Seit der Wahl am 26. März habe es mehrere Gesprächsangebote in Richtung Intendanz gegeben, erst in der kommenden Woche soll es eine Zusammenkunft geben.
Klar ist den Betriebsräten, dass das Nordhäuser Theater eine finanziell schwierige Zeit durchmacht und durchmachen wird. Die alte und die neue Arbeitnehmervertretungen hatten in den zurückliegenden Monaten mehrfach Vorschläge unterbreitet, wie die Finanzen konsolidiert werden könnten. Die Situation wird jedoch verkompliziert, da die Geschäftsführung bislang keine konkreten Zahlen auf den Tisch legte.
Kritik üben die Betriebsräte um ihren Chef Rolf Berninger zum Beispiel hinsichtlich der Vermarktung des Musentempels. Die Werbemöglichkeiten sollten verbessert, der Förderverein müsste aktiver werden, hier vor allem in der Gewinnung von Sponsoren. Als Beispiel wurde Meiningen angeführt. Ohne sich in künstlerische Belange einzumischen wurde jedoch angemerkt, dass mehr attraktive zuschauerintensive Aufführungen in den Spielplan müssten. Bislang jedoch, so Rolf Berninger, erkenne er seitens der Geschäftsleitung keinen Willen zur Zusammenarbeit, wir werden einfach nicht gefragt.
Die Mitglieder des Betriebsrates sind sich einig, dass es künftig nicht um das Ausleben von persönlichen Befindlichkeiten gehe, sondern um den Erhalt eines Drei-Sparten-Hauses im Norden Thüringens. In diesem Ziel sehe der Betriebsrat mit dem Hauptgesellschafter (Stadt Nordhausen) und auch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden mehrere Partner an seiner Seite. Nur müsse die Intendanz in dieser Richtung mitziehen, vielleicht ja nach dem Gespräch in der kommenden Woche.

