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Mi, 17:57 Uhr
20.02.2008

Es geht nach Osten

Journalisten sind lernfähig. Und so gab es heute für den nnz-Redakteur eine Unterrichtsstunde in punkto Geografie im Stadtrat.


Ich bin in Eisleben geboren und im Mansfelder Land aufgewachsen. Seit heute muss ich konstatieren, dass Eisleben zum Südharz gehört, quasi per Beschlusssvorlage. Die Rathausspitze verfolgt jetzt eine Kooperationsvereinbarung mit den Städten Sangerhausen und Eisleben.

„Die Städte Nordhausen, Sangerhausen und Lutherstadt Eisleben verstehen sich als ‚Motoren’ der weiteren Entwicklung der länderübergreifenden Region Südharz in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Es wird angestrebt, auf der Basis einer stärkeren Wirtschaftsförderung im Südharzbereich Voraussetzungen zu schaffen, um geistig-kulturelles Klima voranzutreiben, das als Lebensqualität für die Bürger und Einwohner spürbar wird und damit als weicher Standortfaktor eine stärkere Geltung erhält.“ Das steht in der Begründung zu dem Beschluß.

Auf Nachfrage aus der CDU-Fraktion, ob das denn Sinn mache, sagte Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD), schließlich spiele man doch in der gleichen Liga. Und da fällt mir wieder meine Geburtstadt ein. Dort möchte ich einfach nicht mehr leben, dort scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Scheinbar wird im Rathaus nach Belieben die Liga-Zugehörigkeit gewechselt. Mal sieht man sich auf gleicher Augenhöhe wie Gotha oder Eisenach, jetzt eben mit Eisleben. Und auch eigener Erfahrung kann ich sagen. Das, meine Damen und Herren Stadträte, das ist nicht unsere Liga. So leid mir das für Eisleben tut.

Übrigens: Nordhausen wollte noch im vergangenen Jahr Mitglied in der Initiative Mitteldeutschland werden. Da sind Dresden, Magdeburg, Leipzig oder Chemnitz drin. Was aus dieser Mitgliedschaft geworden ist, wollte CDU-Mann Sven Lutze wissen. Jendricke: „Das wird von der Oberbürgermeisterin nicht weiter verfolgt...“
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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