So, 08:54 Uhr
10.02.2008
nnz-Forum: Vom Mohr und seiner Schuldigkeit
Sie wolle sich nicht zum Steigbügelhalter alter SED-Genossen machen, sie kann der LINKE-Fraktion im Stadtrat nicht trauen. Wenn es nach denen gehe, habe man keinen Haushalt, könne keine Schulen sanieren. Die Äußerungen von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke schreien förmlich nach Reaktionen. Hier ist eine erste...
Man könnte fast sagen, der Mohr habe seine Schuldigkeit getan. Es ist ja Sache der Thüringer Sozialdemokraten über die Spitzenkandidatur zu entscheiden. Wir werden uns dazu nicht äußern. Die Wählerinnen und Wähler haben ohnehin das letzte Wort.
Wenn aber jemand wie am Freitagabend in Ilfeld im Rededuell zwischen Matschie und Dewes im Verhältnis zu unserer Partei die Contenance verliert, dann kann man das nicht unwidersprochen hinnehmen. Solche Äußerungen der Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, sie wolle sich nicht zum Steigbügelhalter alter SED-Genossen machen, oder nach ihrer Erfahrung, im Stadtrat gäbe es keine verlässliche Arbeit mit der Links-Fraktion, zeigt ihre wahre Einstellung zu uns.
An dieser Stelle sei daran erinnert, wir hatten zur Kommunalwahl 2006 auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten in Nordhausen verzichtet. Die SPD hatte keinen Bewerber für das Amt des Landrates aufgestellt. Der OB blieb dadurch die Stichwahl erspart und so hatte sie es damit im ersten Wahlgang geschafft. Birgit Keller zeigte mit den erreichten 41,1 %, dass in Thüringen linke Mehrheiten bereits 2006 auch bei Landratswahlen möglich gewesen wären.
Auch bereits zur Stichwahl 2000 haben viele PDS Wähler gegen den CDU Bewerber und für die OB entschieden. Deshalb schmerzt es umso mehr, wenn in das Vokabular der ewig Gestrigen zurückgegriffen wird. Gerade unsere älteren Genossen, die zu ihrer Überzeugung stehen, die nicht ihr Fähnlein in den Wind gedreht und die sich auch zu Fehlern bekannt haben, sollten nicht als Steigbügelhalter bezeichnet werden. Deshalb möchte ich mich gerade bei ihnen und bei unseren Wählern, die 2006 ihr Kreuz bei Barbara Rinke gemacht haben, entschuldigen.
Hinsichtlich der Arbeit unserer Stadtratsfraktion ist der Vorwurf unberechtigt. Wenn Rinke damit meint, unsere Fraktion nehme nicht alles widerspruchslos hin, dann hat sie allerdings Recht."
Rainer Bachmann, Sprecher DIE LINKE
Autor: nnzMan könnte fast sagen, der Mohr habe seine Schuldigkeit getan. Es ist ja Sache der Thüringer Sozialdemokraten über die Spitzenkandidatur zu entscheiden. Wir werden uns dazu nicht äußern. Die Wählerinnen und Wähler haben ohnehin das letzte Wort.
Wenn aber jemand wie am Freitagabend in Ilfeld im Rededuell zwischen Matschie und Dewes im Verhältnis zu unserer Partei die Contenance verliert, dann kann man das nicht unwidersprochen hinnehmen. Solche Äußerungen der Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, sie wolle sich nicht zum Steigbügelhalter alter SED-Genossen machen, oder nach ihrer Erfahrung, im Stadtrat gäbe es keine verlässliche Arbeit mit der Links-Fraktion, zeigt ihre wahre Einstellung zu uns.
An dieser Stelle sei daran erinnert, wir hatten zur Kommunalwahl 2006 auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten in Nordhausen verzichtet. Die SPD hatte keinen Bewerber für das Amt des Landrates aufgestellt. Der OB blieb dadurch die Stichwahl erspart und so hatte sie es damit im ersten Wahlgang geschafft. Birgit Keller zeigte mit den erreichten 41,1 %, dass in Thüringen linke Mehrheiten bereits 2006 auch bei Landratswahlen möglich gewesen wären.
Auch bereits zur Stichwahl 2000 haben viele PDS Wähler gegen den CDU Bewerber und für die OB entschieden. Deshalb schmerzt es umso mehr, wenn in das Vokabular der ewig Gestrigen zurückgegriffen wird. Gerade unsere älteren Genossen, die zu ihrer Überzeugung stehen, die nicht ihr Fähnlein in den Wind gedreht und die sich auch zu Fehlern bekannt haben, sollten nicht als Steigbügelhalter bezeichnet werden. Deshalb möchte ich mich gerade bei ihnen und bei unseren Wählern, die 2006 ihr Kreuz bei Barbara Rinke gemacht haben, entschuldigen.
Hinsichtlich der Arbeit unserer Stadtratsfraktion ist der Vorwurf unberechtigt. Wenn Rinke damit meint, unsere Fraktion nehme nicht alles widerspruchslos hin, dann hat sie allerdings Recht."
Rainer Bachmann, Sprecher DIE LINKE
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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