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Mi, 15:17 Uhr
06.02.2008

Show-Down in Ilfeld

Die “Kampfverbände” sind in Stellung gebracht, die Vorbereitungen auf die „Kür der SPD-Kandidaten“ in unserem Landkreis läuft auf Hochtouren. Heute gab SPD-Kreisvorsitzende Dagmar Becker bekannt, wie viele Kreuze die Sozis am 24. Februar hinter dem Namen Richard Dewes machen würden.


Dagmar Becker rechnet fest mit 80 Stimmen für ihren Lieblingskandidaten. Nur zur Information: 218 Mitglieder hat derzeit der sozialdemokratische Kreisverband, vor den Agenda-Beschlüssen waren es knapp 300. Für deren Chefin steht fest: Es soll am 24. August 2009, am Tag der Landtagswahl, in Thüringen einen sozialdemokratischen Ministerpräsidenten geben. Und der heißt: Richard Dewes. Sollte der jedoch bei der „Ur-Wahl“ gegen Christoph Matschie den kürzeren ziehen, dann sollte es eben auch Matschie sein.

Ob allerdings die SPD im kommenden Jahr die 26 Prozent erreichen kann, die vor vier Jahren die damalige PDS einfuhr, da bleibt Becker skeptisch. Eine solche Zielstellung auszugeben, sei zwar für die „Seele der Partei“ Balsam, jedoch ziemlich unrealistisch.

Wichtig für Dagmar Becker ist der politische Wechsel in Thüringen. Das sei das Ziel, dem sich alles andere unterordnen müsse. Als Juniorpartner einer CDU sei das eben nicht zu realisieren. In Reaktion auf das nnz-Gespräch mit Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) zeigte Becker doch schon einige Verwunderung. „Barbara Rinke habe ich schon zehn Jahre nicht auf einem Kreisparteitag der SPD gesehen.“

Natürlich gebe es auch Reibungspunkte mit den Linken, so Becker, allerdings seien die Differenzen bei Bildung- oder Familienpolitik für sie in Richtung CDU nicht zu überwinden.

Dagmar Becker spürt indes einen unerhörten Druck des SPD-Bundesvorstandes auf die Thüringer SPD. Gestern Andrea Nahles in Erfurt, heute Frank-Walter Steinmeier in Jena – und alle positionieren sich für Christoph Matschie, das riecht für die hiesige SPD-Chefin nach dem Teil einer gewissen Drohkulisse. Für Dagmar Becker ist die jetzige Situation in der Thüringer SPD kein Ausnahmezustand, sondern Teil einer notwenigen Streitkultur, die sie zunehmend in ihrer Partei vermißt.

Becker hofft auf eine faire Veranstaltung in Ilfeld, will sich selbst zurückhalten, wenn nötig jedoch auch Fragen stellen. Das darf sie eigentlich als Mitglied des Landesvorstandes nicht, im Landkreis Nordhausen ist jedoch auch die Vorsitzende der SPD – und in dieser Funktion darf sie wieder: Kämpfen für Richard Dewes und für den Politikwechsel.
Autor: nnz

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