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Mi, 13:04 Uhr
24.04.2002

Sensibilität wurde mehrfach angemahnt

Nordhausen (nnz). Wer es noch nicht wissen sollte: Auch während der Kreistagssitzungen gibt es eine Bürgerfragestunde. Darüber wird selten berichtet. Die gestrige Fragestunde ist der nnz jedoch eine Notiz wert.


Ein Vertreter der vier Wirtschaftsverbände des Landkreises Nordhausen wollte vom Kreistag wissen, wie man zum künftigen Industriegebiet in der Goldenen Aue stehe. Der Sprecher der Verbände ging in seinem Statement von der Notwendigkeit eines solchen Gebietes aus und verwies auf den Fakt, dass ein Industriearbeitsplatz etwa fünf Arbeitsplätze im mittelständischen Bereich sowie im Handwerk binden werde.

Landrat Joachim Claus (CDU) sprach sich nach nnz-Informationen für ein Industriegebiet aus und konnte die Argumentation des „Fragers“ nachvollziehen. Ebenso deutlich trat Claus aber auch für eine vernünftige Ausgleichsentschädigung für die betroffenen Landwirte ein. Hier sei insbesondere die LEG gefragt. Der Landrat wünschte sich bei den künftigen Gesprächen eine hohe Sensibilität seitens der LEG und kündigte an, dass er deren Vertretern dabei genau auf die Finger sehen werde. Dieser Auffassung schloß sich auch der Vorsitzendes des Umweltausschusses des Kreistages, Maik Schröter (CDU), an. Das Industriegebiet sei ein wirtschaftliches Ziel von höchster Priorität. Die weiteren Planungen dürften keinen Schaden erleiden. Eine Zwangsenteignung von Grundstücken käme für ihn allerdings nicht in Frage.

Die PDS und die SPD wollten sich nicht deutlich äußern. Beide Fraktionen sehen hier noch Klärungs- und Gesprächsbedarf, stehen einem Industriegebiet vorab nicht ablehnend gegenüber.

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die Bürgerfragestunde ist der letzte Tagesordnungspunkt des öffentlichen Teils einer Kreistagssitzung. Die haben aber mitunter eine vollgestopfte Tagesordnung und sind demzufolge mit einem „Open-End“ behaftet. Vielleicht sollte man die Fragestunde weiter nach vorn ziehen?
Autor: nnz

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