Mo, 11:56 Uhr
04.02.2008
Müll wird neu erfaßt
Die Erzeugung von Abfällen nach Art und Menge wird künftig alle vier Jahre bei bundesweit 20 000 Betrieben statistisch erfasst. Die Zahlen für das Jahr 2006 aus Thüringen haben wir aufbereitet...
In die Erhebung über die Abfallerzeugung 2006 waren in Thüringen 672 Betriebe mit mehr als 176.000 tätigen Personen einbezogen. Diese Betriebe erzeugten ein Abfallaufkommen von knapp 2,340 Millionen Tonnen. Darunter waren mehr als 74.000 Tonnen bzw. 3,2 Prozent gefährliche Abfälle, die im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes besonders überwachungsbedürftig sind.
Fast sieben Zehntel (69,2 Prozent) des gesamten Abfallaufkommens wurde in drei der insgesamt 22 einbezogenen Wirtschaftszweige erzeugt. Mit Abstand am höchsten war die Abfallerzeugung im Papier-, Verlags- und Druckgewerbe mit 926.000 Tonnen, gefolgt vom Glasgewerbe, Herstellung von Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden mit 365.000 Tonnen sowie der Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen mit 327.000 Tonnen.
Setzt man das erzeugte Abfallaufkommen in Relation zur Anzahl der tätigen Personen, so ergibt sich ein etwas anderes Bild: Rein rechnerisch erzeugte eine tätige Person im Glasgewerbe, Herstellung von Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden 48,4 Tonnen Abfälle. Es folgen die Verkehrs- und Nachrichtenübermittlung mit 24,1 Tonnen je tätige Person und die Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen mit 22,2 Tonnen je tätige Person. Im Durchschnitt aller Wirtschaftszweige wurden 13,3 Tonnen Abfall je tätige Person erzeugt.
Rund 884.000 Tonnen bzw. 37,8 Prozent der thüringenweit erzeugten Abfälle stammten aus der Holzbearbeitung und der Herstellung von Platten, Möbeln, Zellstoffen, Papier und Pappe. Vergleichsweise hoch war auch der Anteil der Abfälle, die beim Aufsuchen, Ausbeuten und Gewinnen sowie bei der physikalischen und chemischen Behandlung von Bodenschätzen entstehen (276.000 Tonnen bzw. 11,8 Prozent). Es folgen die Bau- und Abbruchabfälle (269.000 Tonnen bzw. 11,5 Prozent) sowie die Abfälle aus thermischen Prozessen (246.000 Tonnen bzw. 10,5 Prozent).
Autor: nnzIn die Erhebung über die Abfallerzeugung 2006 waren in Thüringen 672 Betriebe mit mehr als 176.000 tätigen Personen einbezogen. Diese Betriebe erzeugten ein Abfallaufkommen von knapp 2,340 Millionen Tonnen. Darunter waren mehr als 74.000 Tonnen bzw. 3,2 Prozent gefährliche Abfälle, die im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes besonders überwachungsbedürftig sind.
Fast sieben Zehntel (69,2 Prozent) des gesamten Abfallaufkommens wurde in drei der insgesamt 22 einbezogenen Wirtschaftszweige erzeugt. Mit Abstand am höchsten war die Abfallerzeugung im Papier-, Verlags- und Druckgewerbe mit 926.000 Tonnen, gefolgt vom Glasgewerbe, Herstellung von Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden mit 365.000 Tonnen sowie der Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen mit 327.000 Tonnen.
Setzt man das erzeugte Abfallaufkommen in Relation zur Anzahl der tätigen Personen, so ergibt sich ein etwas anderes Bild: Rein rechnerisch erzeugte eine tätige Person im Glasgewerbe, Herstellung von Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden 48,4 Tonnen Abfälle. Es folgen die Verkehrs- und Nachrichtenübermittlung mit 24,1 Tonnen je tätige Person und die Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen mit 22,2 Tonnen je tätige Person. Im Durchschnitt aller Wirtschaftszweige wurden 13,3 Tonnen Abfall je tätige Person erzeugt.
Rund 884.000 Tonnen bzw. 37,8 Prozent der thüringenweit erzeugten Abfälle stammten aus der Holzbearbeitung und der Herstellung von Platten, Möbeln, Zellstoffen, Papier und Pappe. Vergleichsweise hoch war auch der Anteil der Abfälle, die beim Aufsuchen, Ausbeuten und Gewinnen sowie bei der physikalischen und chemischen Behandlung von Bodenschätzen entstehen (276.000 Tonnen bzw. 11,8 Prozent). Es folgen die Bau- und Abbruchabfälle (269.000 Tonnen bzw. 11,5 Prozent) sowie die Abfälle aus thermischen Prozessen (246.000 Tonnen bzw. 10,5 Prozent).


