Di, 15:25 Uhr
29.01.2008
Ziel ist die Börse Frankfurt
Den wenigsten Sondershäusern dürfte die Firma NeoThermie AG ein Begriff sein. Deshalb sprach kn mit Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Peter Haberkorn...
Noch ist es nur ein normales Büro am Kalkhügel im Gewerbegebiet Hainleite. Das soll sich aber bald ändern. Mit zwei Physikern, Dr. Claus Becker und Dr. Bernhard Schark-Werwach, die schon im BIC Nordthüringen in Nordhausen ein Firma hatten, tat sich Peter Haberkorn zusammen und gründeten im Frühjahr vorigen Jahres gemeinsam die Firma NeoThermie AG. Vorgängerfirmen gehen schon auf das Jahr 1999 zurück.
Ziel der neuen Firma ist die effektive Gewinnung von Strom aus Erdwärme. Geothermiekraftwerke gibt es seit ca. 20 Jahren in den USA und in den letzten Jahren auch in Europa. Nutze man bisher die Erdwärme meist zum Beheizen von Gewächshäusern, Gebäuden usw., so war man bei der Gewinnung von Strom meist darauf angewiesen, dass die Restwärme zur Erreichung einer hohe Effektivität auch noch genutzt werden kann, so Peter Haberkorn. Das kam aber nur in gut bewohnten Gebieten in Frage, weil dort die Restwärme zu Heizzwecken ausgenutzt werden kann.
Hier setzt nun das Neue an, in dem die beiden Physiker ein neues Verfahren entwickelten, dass auch die Restwärme verstromt werden kann. Dazu wurde das Konvektionsgeneratorverfahren entwickelt, bei dem mit dem Hilfsmittel Butan, durch ein 350 m tiefen Schacht in einer Flüssigkeitsturbine weiterer Strom erzeugt wird. Wer sich genauer über das Verfahren informieren möchte, sollt sich unter www.neothermie-ag.eu informieren.
Wer jetzt denkt, in Sondershausen werden demnächst in großen Hallen viele solcher Geothermiekraftwerke gebaut, wird leider jetzt etwas enttäuscht sein. Diese Kraftwerke werden aus Modulen zusammengesetzt, die bereits an anderen Stellen gebaut werden. In der Zentrale in Sondershausen werden lediglich Projektierer und Koordinatoren sitzen, welche die entsprechenden Aufgaben koordinieren und erledigen werden. Dazu wird, so Peter Haberkorn, Ingenieurpersonal zum Einsatz kommen, dass in jedem Fall mindestens zweisprachig arbeiten muss.
Für den ersten Teil der Stromgewinnung mit dem ORC-Verfahren gibt es eine Pilotanlage in Neustadt-Glewe. Das erste produzierende Kraftwerk ging am 22.11.2007 in Landau (Oberrheingraben) in Betrieb (GeoX GmbH). Für den zweiten Teil mit dem Konvektionsgenerationsverfahren gibt es nur Versuchsmodelle (Füssigkeitsturbinen an der TU Dresden).
Der erste Auftrag für den Bau einer Anlage ist laut Peter Haberkorn im Kasten und soll in den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE) entstehen. Das nächste Projekt soll in Boizenburg mit einem Finanzierungsaufwand von ca. 15 bis 16 Mio. Euro entstehen. Die dafür notwendigen Mittel sollen durch Verkauf von Aktien beschafft werden. Vorgesehen ist die Ausgabe von 1.000.000 Aktein zum Nennwert von 20 Euro. Bis Mitte des Jahres soll das Geld zusammen sein. Danach sollen die Aktien im Freiverkehr an der Frankfurter Börse gehandelt werden. Aber auch weitere Investoren aus England, der Ukraine und Deutschland sollen laut Haberkorn schon ihr Interesse bekundet haben. Er rechnet damit, dass mit den bisher garantierten Strompreis eine Refinanzierung in ca. 20 Jahren erfolgt ist. Dabei soll es natürlich auch Rendite für die Anleger geben.
Mit diesem Projekt startet die NeoThermie AG ein interessantes Vorhaben und könnte so zum wahrscheinlich ersten börsennotierte Unternehmen im Kyffhäuserkreis werden. Ein kleine Umfrage bei Kennern des Kyffhäuserkreises konnte dem Autor keiner sagen, ob es im Kyffhäuserkreis schon ein börsennotiertes Unternehmen gibt.
Wenn man die Entwicklung der Strompreise und die sinkenden Rohstoffquellen sieht, scheint so ein Investment zu verlocken, zumal Experten meinen, die Erdwärme würde die nächsten 100.000 Jahre nicht nachlassen. Aber allzu euphorisch sollte man an so ein Investment auch wierderum nicht rangehen, denn man betritt doch enormes Neuland bei so einem Projekt.
Autor: khhNoch ist es nur ein normales Büro am Kalkhügel im Gewerbegebiet Hainleite. Das soll sich aber bald ändern. Mit zwei Physikern, Dr. Claus Becker und Dr. Bernhard Schark-Werwach, die schon im BIC Nordthüringen in Nordhausen ein Firma hatten, tat sich Peter Haberkorn zusammen und gründeten im Frühjahr vorigen Jahres gemeinsam die Firma NeoThermie AG. Vorgängerfirmen gehen schon auf das Jahr 1999 zurück.
Ziel der neuen Firma ist die effektive Gewinnung von Strom aus Erdwärme. Geothermiekraftwerke gibt es seit ca. 20 Jahren in den USA und in den letzten Jahren auch in Europa. Nutze man bisher die Erdwärme meist zum Beheizen von Gewächshäusern, Gebäuden usw., so war man bei der Gewinnung von Strom meist darauf angewiesen, dass die Restwärme zur Erreichung einer hohe Effektivität auch noch genutzt werden kann, so Peter Haberkorn. Das kam aber nur in gut bewohnten Gebieten in Frage, weil dort die Restwärme zu Heizzwecken ausgenutzt werden kann.
Hier setzt nun das Neue an, in dem die beiden Physiker ein neues Verfahren entwickelten, dass auch die Restwärme verstromt werden kann. Dazu wurde das Konvektionsgeneratorverfahren entwickelt, bei dem mit dem Hilfsmittel Butan, durch ein 350 m tiefen Schacht in einer Flüssigkeitsturbine weiterer Strom erzeugt wird. Wer sich genauer über das Verfahren informieren möchte, sollt sich unter www.neothermie-ag.eu informieren.
Wer jetzt denkt, in Sondershausen werden demnächst in großen Hallen viele solcher Geothermiekraftwerke gebaut, wird leider jetzt etwas enttäuscht sein. Diese Kraftwerke werden aus Modulen zusammengesetzt, die bereits an anderen Stellen gebaut werden. In der Zentrale in Sondershausen werden lediglich Projektierer und Koordinatoren sitzen, welche die entsprechenden Aufgaben koordinieren und erledigen werden. Dazu wird, so Peter Haberkorn, Ingenieurpersonal zum Einsatz kommen, dass in jedem Fall mindestens zweisprachig arbeiten muss.
Für den ersten Teil der Stromgewinnung mit dem ORC-Verfahren gibt es eine Pilotanlage in Neustadt-Glewe. Das erste produzierende Kraftwerk ging am 22.11.2007 in Landau (Oberrheingraben) in Betrieb (GeoX GmbH). Für den zweiten Teil mit dem Konvektionsgenerationsverfahren gibt es nur Versuchsmodelle (Füssigkeitsturbinen an der TU Dresden).
Der erste Auftrag für den Bau einer Anlage ist laut Peter Haberkorn im Kasten und soll in den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE) entstehen. Das nächste Projekt soll in Boizenburg mit einem Finanzierungsaufwand von ca. 15 bis 16 Mio. Euro entstehen. Die dafür notwendigen Mittel sollen durch Verkauf von Aktien beschafft werden. Vorgesehen ist die Ausgabe von 1.000.000 Aktein zum Nennwert von 20 Euro. Bis Mitte des Jahres soll das Geld zusammen sein. Danach sollen die Aktien im Freiverkehr an der Frankfurter Börse gehandelt werden. Aber auch weitere Investoren aus England, der Ukraine und Deutschland sollen laut Haberkorn schon ihr Interesse bekundet haben. Er rechnet damit, dass mit den bisher garantierten Strompreis eine Refinanzierung in ca. 20 Jahren erfolgt ist. Dabei soll es natürlich auch Rendite für die Anleger geben.
Mit diesem Projekt startet die NeoThermie AG ein interessantes Vorhaben und könnte so zum wahrscheinlich ersten börsennotierte Unternehmen im Kyffhäuserkreis werden. Ein kleine Umfrage bei Kennern des Kyffhäuserkreises konnte dem Autor keiner sagen, ob es im Kyffhäuserkreis schon ein börsennotiertes Unternehmen gibt.
Wenn man die Entwicklung der Strompreise und die sinkenden Rohstoffquellen sieht, scheint so ein Investment zu verlocken, zumal Experten meinen, die Erdwärme würde die nächsten 100.000 Jahre nicht nachlassen. Aber allzu euphorisch sollte man an so ein Investment auch wierderum nicht rangehen, denn man betritt doch enormes Neuland bei so einem Projekt.

