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Di, 14:08 Uhr
29.01.2008

Schutz vor Hochwasser

Der Gewässerunterhaltungsverband (GUV) „Harzvorland“ beabsichtigt, mit europäischen Fördermitteln am Roßmannsbach und Rössingsbach am östlichen Stadtrand von Nordhausen Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur Renaturierung der Gewässer auszuführen. Darüber informierte jetzt Kerstin Windisch vom GUV die nnz.


„Vorbereitende Arbeiten haben in dieser Woche im Bereich der Ostrower Straße begonnen, wo der bisher unbefestigte Parkplatz durch die Stadt ab sofort gesperrt wurde und nicht mehr genutzt werden kann“, erklärt sie. Ebenso werde zurzeit in diesem Terrain Strauchschnitt- und Baumfällmaßnahmen ausgeführt. Die Entnahme von Bäumen wird auf ein Mindestmaß beschränkt. Im Rahmen der Gesamtmaßnahme werden für gefällte Gehölze dann wieder hochwertige, für Gewässerrandbereiche typische Bäume gepflanzt.

Das komplexe Vorhaben gliedere sich in elf Teilmaßnahmen auf der Strecke von der Mündung des Roßmannsbaches in die Zorge, im Bereich der Kläranlage Nordhausen, bis zu den Meyer’schen Teichen in der Windlücke. Im Vorfeld wurde diese Maßnahme mit den Verbandsräten des Gewässerunterhaltungsverbandes und den Mitgliedern des Ausschusses für Bau, Umwelt und Landwirtschaft abgestimmt.

Das Vorhaben diene zum einen vorrangig der Hochwasserrückhaltung und zum anderen der Förderung der ökologischen Durchgängigkeit und der Renaturierung des Gewässerverlaufs. Die Maßnahmen orientieren sich an den Vorgaben des Gewässerentwicklungsplanes des Roßmannsbaches und stehen somit im Einklang mit den Erfordernissen der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

„Durch den unnatürlich geraden Gewässerverlauf der Bäche und durch fehlende Randstreifen ist die Fließgeschwindigkeit bei Hochwasser deutlich erhöht und führe zu Erosionserscheinungen, erklärt die Fachfrau. Mehrfach seien Uferabbrüche und Ausspülungen im Uferbereich sichtbar. Dort, wo der Gewässerrandstreifen fehle, komme es in Hochwassersituationen zwangsläufig zu Problemen. Besonders problematisch sei dies bei den tiefer liegenden Grundstücken an der Bielener Straße kurz vor der Querung des Baches der Brücke „Alte Leipziger Straße“. Bei Hochwasser oder bei extremen Regenfällen auf vereiste, schneebedeckte Böden komme es hier zu Überflutungen. Die Situation verschärfe sich noch durch Verstopfungen durch Schwemmholz am Brückendurchlass „Alte Leipziger Landstraße“, so Windisch. Unmittelbar betroffen seien hier zunächst ca. 20 Einfamilienhäuser. Ab höheren Abflusswerten treten auch rechts des Ufers Überflutungen auf, so dass auch Teile des Wohngebietes Nordhausen–Ost betroffenen seien.

Aus diesem Grund beabsichtige der Gewässerunterhaltungsverband im Bereich der Bielener Straße drei kaskadenförmig, angeordnete Rückhaltebecken zu bauen, die bei Starkniederschlägen das Bachwasser kurzfristig zurück halten. Im Bereich der Leimbacher Straße wird mit dem Rückhaltebecken ebenfalls die Grundlage für den Bau des Radweges nach Himmelgarten geschaffen.
Autor: nnz

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