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Mi, 15:04 Uhr
23.01.2008

Abgekühltes Klima

Die Zahlen sind nicht mehr so rosig. Statt Optimismus regiert die Vorsicht in vielen Unter-nehmen des Landkreises Nordhausen. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen IHK-Umfrage im Landkreis. Weitere Einzelheiten wie immer mit einem einzigen Klick.


Der Konjunkturklimaindex, der sowohl die aktuelle wirtschaftliche Situation als auch die Erwartungen und Pläne berücksichtigt, ist im Erhebungszeitraum September bis Dezember 2007 um sieben Punkte zur vorhergehenden Analyse gefallen und erreichte 114 von 200 möglichen Prozentpunkten.

Steigende Energiepreise, angespannte Finanzmärkte, höhere Inflation – die Schlagzeilen werden zunehmend von Konjunkturrisiken beherrscht. Dennoch zeigt sich die Mehrzahl der Unternehmen mit der aktuellen Situation zufrieden – Panik ist also fehl am Platz.

In der Industrie und im Dienstleistungsbereich wird die gegenwärtige Geschäftslage zu 91 % bzw. 89 % mit gut oder befriedigend eingeschätzt. Und auch im Gastgewerbe hat sich die Lageeinschätzung etwas verbessert. Etwas verhaltener ist die Einschätzung im Bau- und Verkehrsgewerbe.

Hinsichtlich Erwartungen und Pläne wirken sich die oben erwähnten Probleme aus, es regiert bei den Unternehmern zunehmend die Vorsicht. 25 % gehen von einer günstigeren Entwicklung aus (im gleichen Befragungszeitraum des Vorjahres 47 %), 62 % beurteilen mit gleichbleibend (ein Jahr zuvor 41 %) und 13 % gehen von ungünstigeren Erwartungen aus, nahezu gleich bleibend wie ein Jahr zuvor (12 %).

Für den Arbeitsmarkt ist weiterhin von einer positiven Entwicklung auszugehen. Hier signalisieren 23 % steigende Beschäftigtenzahlen (im Vorjahr 17 %) und lediglich 9 % geben fallende Beschäftigtenzahlen an (Vorjahr 16 %), wobei die meisten Einstellungen im industriellen und im Dienstleistungsbereich angekündigt werden.

Das aktuelle Investitionsgeschehen bei Firmen im Landkreis Nordhausen lässt hoffen. Die Binnennachfrage kann nach wie vor die Erwartungen nicht erfüllen, worunter insbesondere die konsumabhängigen Bereiche leiden.

Die Verteuerung von Grundnahrungsmitteln, Energie und Kraftstoff haben die Verbraucher verunsichert und trotz höherer Beschäftigung und Lohnsteigerungen in den meisten Fällen das Realeinkommen weiter sinken lassen. Daher ist beim Handel und der Gastronomie nicht mehr als eine Stabilisierung der Lage auf niedrigem Niveau auszumachen.
Autor: nnz

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