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Fr, 11:15 Uhr
18.01.2008

Plädoyer für das „HIER“

In Zeit der „Nokia-Manie“ gibt es noch Unternehmen, die auf Standorte in Deutschland setzen. Ein solches Unternehmen hatte am Vormittag zu einem etwas anderen Spatenstich in Nordhausen eingeladen.

Arbeit für Wirtschaftsminister (Foto: nnz) Arbeit für Wirtschaftsminister (Foto: nnz)
Weg damit: Minister Reinholz als Baggerfahrer beginnt mit dem Abriß alter Gebäude

Im Gewerbegebiet in der Rothenburgstraße ist vor rund einer Stunde symbolisch mit dem Bau eines zweiten Werkes der FEUER Powertrain GmbH begonnen worden. Damit setzt sich die Erfolgsgeschichte der Firma, die vor fünf Jahren ihren Anfang nahm, nahtlos fort. Momentan sind hier 175 Frauen und Männer beschäftigt. Die ersten Arbeitsverträge für die Neuen seien bereits unterschrieben, sagte Geschäftsführer Oliver Wönnmann vor den Gästen des Vormittags.

Die Produktion soll im Juli/August starten, dann wird im Werk II ausschließlich für den Export produziert. Hauptabnehmer gibt es in Brasilien, den USA, England und Indien. Das Schwellenland in Fernost ist insofern für die Kurbelwellenhersteller in Nordhausen bedeutsam, da dort die zwei wichtigsten Mitbewerber am internationalen Markt beheimatet sind. Und gerade in Indien konnte gestern ein Auftrag unterschrieben werden, der den Nordhäuser Standort bis zum Jahr 2014 auf Laufen halten könnte.

Sicher ist sicher (Foto: nnz) Sicher ist sicher (Foto: nnz) FEUER Powertrain hat für den Neubau insgesamt 38 Millionen Euro in die unternehmerische Hand genommen. Sechs Millionen Euro wird die „Hülle“ kosten, für 28 Millionen Euro kommt das Innenleben an die Rothenburgstraße. Das sind Maschinen und Ausrüstungen der Weltspitze, die Dieter Feuer und seine Geschäftsführerkollegen vor allem in Jena und Chemnitz bestellt haben.

Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) zeigte sich zufrieden über die Entwicklung der Nordhäuser Firma: „Mit seiner dynamischen Entwicklung in den letzten Jahren zählt FEUER Powertrain zu den wirtschaftlichen Wachstumsträgern in der Region Nordthüringen“, sagte Reinholz. Dann nahm er in einem modernen Bagger Platz, um mit dem Abriß alter Gebäude zu beginnen. In dem Gerät übrigens dreht sich eine Kurbelwelle aus Nordhausen.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Bernd Gulden, verwies im anschließenden Gespräch mit der nnz darauf, daß mit Neubau letztlich auch 80 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Gulden bedankte sich wie seine Vorredner für die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sowie den Banken, darunter die Kreissparkasse Nordhausen. In Richtung von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) meinte er, daß in diesem Jahr mit den ersten Gewerbesteuerzahlungen zu rechnen sei. Dann würde das Unternehmen nicht nur nehmen, wie heute die Baugenehmigung, sondern auch geben. Die Steuerzahlungen werden zwar noch nicht üppig ausfallen, „für einen Imbiß werde es allerdings reichen“, so Gulden scherzhaft.

Zum Ende des Open-Air-Teils des etwas anderen ersten Spatenstichs versprach Dieter Feuer: „Ich kann Ihnen hier und heute versprechen, daß das nicht die letzte Halle sein wird, die wir in Nordhausen bauen werden.“

Mehr Plädoyers für „HIER“ hatte es in Nordhausen lange nicht mehr gegeben.
Autor: nnz

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