Di, 14:03 Uhr
15.01.2008
Mehr als nur Gotteshaus
Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt sorgen oft für ungemütliches, naßkaltes Wetter. Pfarrer Richard Hentrich kann sich selbst bei diesen meteorologischen Rahmenbedingungen erwärmen. Zum Beispiel, wenn er aus dem katholischen Pfarramt auf den Dom schaut...
Pfarrer Richard Hentrich vor der künftigen Oase der Ruhe
Es ist vollbracht. Noch nicht ganz. Fast auf den Tag genau vor drei Jahren fand im Katholischen Pfarramt in Nordhausen die so genannte Anlaufberatung zur Sanierung des Nordhäuser Doms zum Heiligen Kreuz statt. Pfarrer Hentrich kam einige Monate zuvor aus dem Eichsfeld nach Nordhausen. Ihm zerbrach fast das Herz, als er sich damals dieses kolossale Bauwerk im Herzen der Stadt ansah.
Doch es sollte ja alles besser und schöner werden. Heute, nach nunmehr drei Jahren gesteht er der nnz: Es ist alles besser und schöner geworden. Ein neues begehbares Dach, die dazugehörige Entwässerung, elf wieder geöffnete Turmfenster, eine grundlegend sanierte Fassade, zwei neue Grundstücksmauern, neue Tore, ein Domportal als Schmuckstück, ein neuer Glockenstuhl im Nordturm diese Aufzählung kann nur unzureichend sein. Die Liste der Einzelarbeiten ist länger, unterm symbolischen Strich steht nun ein Gotteshaus, das nicht nur für die katholische Kirche ein Segen ist.
Natürlich hat unsere Gemeinde nun ein würdiges Gotteshaus, aber unser Dom zum Heiligen Kreuz ist mehr und mehr ein Anziehungspunkt für Besucher und Touristen geworden. Zudem ist das Bauwerk eine attraktive Aufwertung der Altstadt, und wenn die gesamte Beleuchtungsanlage installiert ist, dann wird der Dom zum Lichtpunkt. Der neue Dom strahlt aber auch in die Gemeinde hinein. Ich fühle und erfahre eine große Bereitschaft unserer Gemeindemitglieder das Bauwerk der Öffentlichkeit zu präsentieren, schwärmt Hentrich, auch mit Blick auf die kommenden Monate.
In diesem Jahr soll die Sanierung des Doms abgeschlossen sein. Derzeit sind die Bauarbeiter mitten drin in der Gestaltung der Freiflächen im Nordbereich. Es soll einmal ein Areal für die Öffentlichkeit werden. Der Domhof wird mit Bänken zum Verweilen ausgestattet, der Pfarrer spricht von einer Oase der Ruhe. Im Frühjahr wird eine Blutbuche gepflanzt.
Insgesamt flossen 1,75 Millionen Euro in die Sanierungsarbeiten. Der größte Teil des Geldes waren und sind Euros der Städtebauförderung oder der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie der Thüringer Denkmalpflege. Nicht zu vergessen die Gelder des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken in Paderborn, des Bistums Erfurt und die vielen, vielen kleinen und großen Spenden. Der Abschluß der Arbeiten am Nordhäuser Dom soll Mitte September in einem Festgottesdienst gemeinsam mit Bischof Joachim Wanke gefeiert werden.
Ist Richard Hentrich jetzt wunschlos glücklich? Nicht ganz, wenn er auf die historische Grundstücksmauer zum Humboldt-Gymnasium hin schaut. Die sieht aus, als habe sich seit Jahrhunderten niemand für sie interessiert. Die Lose-Steine-Sammlung gehört dem Landkreis Nordhausen. Die katholische Kirche und die Stadt Nordhausen haben ihre Mauer-Aufgaben erledigt. Jetzt sei der Landkreis dran. Bis September ist ja noch Zeit...
Noch mehr Informationen zum Nordhäuser Dom finden Sie hier
Autor: nnzPfarrer Richard Hentrich vor der künftigen Oase der Ruhe
Es ist vollbracht. Noch nicht ganz. Fast auf den Tag genau vor drei Jahren fand im Katholischen Pfarramt in Nordhausen die so genannte Anlaufberatung zur Sanierung des Nordhäuser Doms zum Heiligen Kreuz statt. Pfarrer Hentrich kam einige Monate zuvor aus dem Eichsfeld nach Nordhausen. Ihm zerbrach fast das Herz, als er sich damals dieses kolossale Bauwerk im Herzen der Stadt ansah.
Doch es sollte ja alles besser und schöner werden. Heute, nach nunmehr drei Jahren gesteht er der nnz: Es ist alles besser und schöner geworden. Ein neues begehbares Dach, die dazugehörige Entwässerung, elf wieder geöffnete Turmfenster, eine grundlegend sanierte Fassade, zwei neue Grundstücksmauern, neue Tore, ein Domportal als Schmuckstück, ein neuer Glockenstuhl im Nordturm diese Aufzählung kann nur unzureichend sein. Die Liste der Einzelarbeiten ist länger, unterm symbolischen Strich steht nun ein Gotteshaus, das nicht nur für die katholische Kirche ein Segen ist.
Natürlich hat unsere Gemeinde nun ein würdiges Gotteshaus, aber unser Dom zum Heiligen Kreuz ist mehr und mehr ein Anziehungspunkt für Besucher und Touristen geworden. Zudem ist das Bauwerk eine attraktive Aufwertung der Altstadt, und wenn die gesamte Beleuchtungsanlage installiert ist, dann wird der Dom zum Lichtpunkt. Der neue Dom strahlt aber auch in die Gemeinde hinein. Ich fühle und erfahre eine große Bereitschaft unserer Gemeindemitglieder das Bauwerk der Öffentlichkeit zu präsentieren, schwärmt Hentrich, auch mit Blick auf die kommenden Monate.
In diesem Jahr soll die Sanierung des Doms abgeschlossen sein. Derzeit sind die Bauarbeiter mitten drin in der Gestaltung der Freiflächen im Nordbereich. Es soll einmal ein Areal für die Öffentlichkeit werden. Der Domhof wird mit Bänken zum Verweilen ausgestattet, der Pfarrer spricht von einer Oase der Ruhe. Im Frühjahr wird eine Blutbuche gepflanzt.
Insgesamt flossen 1,75 Millionen Euro in die Sanierungsarbeiten. Der größte Teil des Geldes waren und sind Euros der Städtebauförderung oder der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie der Thüringer Denkmalpflege. Nicht zu vergessen die Gelder des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken in Paderborn, des Bistums Erfurt und die vielen, vielen kleinen und großen Spenden. Der Abschluß der Arbeiten am Nordhäuser Dom soll Mitte September in einem Festgottesdienst gemeinsam mit Bischof Joachim Wanke gefeiert werden.
Ist Richard Hentrich jetzt wunschlos glücklich? Nicht ganz, wenn er auf die historische Grundstücksmauer zum Humboldt-Gymnasium hin schaut. Die sieht aus, als habe sich seit Jahrhunderten niemand für sie interessiert. Die Lose-Steine-Sammlung gehört dem Landkreis Nordhausen. Die katholische Kirche und die Stadt Nordhausen haben ihre Mauer-Aufgaben erledigt. Jetzt sei der Landkreis dran. Bis September ist ja noch Zeit...
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