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Di, 10:45 Uhr
16.04.2002

Kein Bock mehr auf ÖPNV?

Nordhausen (nnz). Die Thüringer fahren nicht mehr so oft mit Bussen und Bahnen. Wo der Rückgang am größten war, das gibt es in der nnz.


Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik wurden im Jahr 2001 durch die Thüringer Personenbeförderungsunternehmen 202,7 Millionen Personen mit öffentlichen Straßenverkehrsmitteln (Kraftomnibusse und Straßenbahnen) im Straßenpersonenverkehr befördert. Dies bedeutete einen Rückgang von Fahrgästen um 4,7 Prozent zum Vorjahr. Die zurückgelegten Wagenkilometer summierten sich auf 118,2 Millionen. Das waren 0,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die dabei aus Fahrscheinverkäufen erzielten Einnahmen stiegen im Jahresvergleich um 6 Prozent auf 140 Millionen Euro. Diese Entwicklung ist auf Fahrpreissteigerungen zurückzuführen.

Im Linienverkehr, hierzu wird z.B. der allgemeine Linienverkehr, der Berufsverkehr, Markt- und Theaterfahrten oder der Schülerverkehr gezählt, wurden im vergangenen Jahr 99,3 Prozent der Personen befördert. Die übrigen 0,7 Prozent der Fahrgäste nutzten die Verkehrsformen des Gelegenheitsverkehrs, darunter fallen z.B. Ausflugs- oder Ferienzielfahrten.

Bei den rückläufigen Fahrgastzahlen büßten die Veranstalter von Markt- und Theaterfahrten (Sonderform des Linienverkehrs) die meisten Fahrgäste ein. Im Vergleich zum Vorjahr buchten knapp vier Fünftel weniger Personen solche Fahrten. Damit verringerten sich zwangsläufig auch die Einnahmen durch solche Fahrten um fast die Hälfte. Zu berücksichtigen ist bei dieser Entwicklung, dass die Beförderungszahlen im Jahr 2000 durch Fahrten zur Landesgartenschau in Pößneck (Saale-Orla-Kreis) positiv beeinflusst waren. Einen Rückgang der Fahrgastzahlen um fast die Hälfte verzeichneten die Ferienzielfahrten. Trotz dieses Rückgangs wurden mit ca. 45.000 beförderten Personen 7,1 Millionen Euro Einnahmen erzielt. Dies entsprach einer Steigerung von über 60 Prozent gegenüber dem Jahr 2000, die ebenfalls auf die Fahrpreissteigerungen zurückzuführen ist.

Im vergangenen Jahr wurden im Straßenpersonenverkehr insgesamt durchschnittlich 0,69 Euro pro beförderte Person eingenommen. Der allgemeine Linienverkehr lag mit 0,54 Euro pro Person am niedrigsten. Im Vergleich zum Jahr 2000 stiegen diese Einnahmen um 4 Cent. Dabei ist zu berücksichtigen, dass neben regionalen Preisunterschieden der überwiegende Teil der Fahrgäste die Vorteile von Zeitfahrausweisen nutzt und bestimmten Personengruppen Sondertarife zustehen (z.B. Behindertenausweise). Die mittlere Reiseweite der Fahrgäste betrug 6,3 km und blieb zum Jahr zuvor unverändert.

Die durch den Gelegenheitsverkehr pro Fahrgast erzielten Einnahmen waren aufgrund der längeren Reiseweiten wesentlich höher. Hier legte ein Fahrgast je Fahrt im Schnitt etwas über 400 km zurück. Die Einnahmen je beförderter Person betrugen im Jahr 2001 durchschnittlich 24 Euro. Darunter waren die durch Ferienziel-Reisen erzielten Einnahmen von 159 Euro pro Person im Durchschnitt am höchsten.
Autor: nnz

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