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Do, 16:24 Uhr
10.01.2008

Hilfe zur Selbsthilfe (6)

Die Diagnose „Brustkrebs“ berührt eine Frau wohl wie kaum eine andere Krankheit, weil sie grundsätzliche Existenzängste und die Bedrohung ihrer Weiblichkeit als erste Reaktion auslöst. Da können Selbsthilfegruppen helfen. Die nnz stellt eine weitere vor...

Selbst geholfen (Foto: pln) Selbst geholfen (Foto: pln)

In der SHG „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ treffen sich vorwiegend Frauen mit einer Brustkrebserkrankung. Aber auch Darm- und Unterleibskrebs sind ein Thema in der Gruppe. Sie entstand 2006 aus dem Zusammenschluss der SHG „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ Nordhausen und Niedersachswerfen unter der jetzigen Leitung von Angelika Lindner. Die Aufgabe der SHG ist es, von Krebs betroffene Frauen aufzufangen, zu informieren und zu begleiten und die z. Z. 46 betroffenen Teilnehmerinnen auf ihrem schweren und langen Weg mit und nach der Krankheit zu begleiten.

„Brustkrebs zählt mit über 55000 Neuerkrankungen pro Jahr bei Frauen zu den häufigsten Krebsformen. Er entsteht in den Körperzellen. Normalerweise wachsen Zellen und teilen sich, wobei sich in dem Maße neue Zellen bilden. Wenn Zellen alt werden, sterben sie ab und neue nehmen ihren Platz ein. Manchmal gerät dieser geregelte Prozess außer Kontrolle. Neue Zellen bilden sich, obwohl der Köper sie nicht benötigt, und alte sterben nicht ab. Diese zusätzlichen Zellen können eine Gewebemasse bilden, die als Geschwulst oder Tumor bezeichnet wird“, informiert Ingrid Francke, Amtsärztin des Landratsamtes Nordhausen.

Diese Krebsart lässt sich heute heilen, sofern sie früh genug erkannt und gezielt von durch dafür ausgebildeten Fachärzten (Onkologen) behandelt wird. So gibt es viele verschiedene Behandlungsmethoden. Dazu gehören Operationen, Chemo-, Strahlen-, Hormon- und Immuntherapien. Aber auch positives Denken mobilisiert positive und die Heilung unterstützende Kräfte, womit die an Brustkrebs erkrankte Frau entscheidend an ihrer Genesung mitwirken kann. Die genauen Ursachen für Brustkrebs sind nicht bekannt, allerdings nimmt das Risiko im Alter zu. Auch Tabakkonsum, Stress und Übergewicht, genetische Veränderungen und familiäre Vorbelastungen spielen eine Rolle.

„Die Aufgabe der Selbsthilfegruppe ist es, die Krebserkrankten über das Krankheitsbild, die Behandlungsmöglichkeiten und deren Folgen zu informieren. Die Gruppe ist Mitglied eines Kooperationsvertrages des Brustzentrums des Südharzkrankenhauses. Mitglieder machen sich gegenseitig Mut und tauschen Erfahrungen aus“, erklärt Angelika Lindner.

Weiterhin werden Vorträge von Ärzten und selbstständigen Beratern sowie Ausflüge und Führungen in Krankenhäusern, Fachklinken und Mitarbeit am Thüringer Krebskongress organisiert. „Wir möchten alle Betroffene aber auch Angehörige ermutigen sich bei Sorgen und Problemen an uns zu wenden. Auch bei unseren Veranstaltungen sind neue Gesichter herzlich willkommen. Es werden auch Veranstaltungen voller Lebensfreude und Optimismus durchgeführt, bei den Kraft getankt werden kann.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und können ohne Voranmeldung besucht werden. Die Termine kann frau erfragen bei Angelika Lindner unter 03631/4349-0 oder 895687. Ort des Geschehens ist immer das Sanitätshaus Jüttner Orthopädie KG in der Behringstraße 1a in Nordhausen. Dort liegt auch das aktuelle Programm aus.
Autor: nnz

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