eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 12:43 Uhr
10.01.2008

Radwege fehlen - Brücke ist marode

Unzufrieden ist man in der Goldenen Aue mit dem Straßenbauamt Nordthüringen und mit der Landkreisverwaltung. Über Hintergründe dieses Gemütszustandes berichtet die nnz.

Marode Brücke (Foto: Junker) Marode Brücke (Foto: Junker)

Der Unfalltod des Radfahrers in dieser Woche auf der Landesstraße zwischen Heringen und Uthleben zeigte wieder einmal das Problem der fehlenden Radwegeverbindung zur Stadt Heringen auf. „Empört sind die Bürger auch darüber, dass bei der letzten Straßensanierung die Straßenbreite um fast einen Meter reduziert wurde. Zudem beabsichtigt das Straßenbauamt, die bisherige Landesstraße von Görsbach über Auleben, Heringen bis nach Uthleben künftig zur Kreisstraße herabzustufen.

Obwohl dies die Haupterschließungsstraße der Region ist, will das Land Kosten sparen und die Straße dem noch viel ärmeren Landkreis übergeben“, wettert Görsbachs Bürgermeister Siegfried Junker (SPD).

Eigentlich seien die topographischen Gegebenheiten in der Goldenen Aue bestens für den Radverkehr geeignet, aber es gebe nur einen einzigen Radweg von Nordhausen über Urbach bis nach Görsbach. Und auch diese Verlängerung des Radweges von Urbach bis nach Görsbach im Jahr 2006 war nur möglich, weil die Gemeinden Urbach, Görsbach und Nordhausen lautstark und nachhaltig um den Weiterbau kämpfen mussten. „Heute ist der Radweg ein Erfolg, aber damals war es ein schwerer Überzeugungskampf beim Straßenbauamt und bei der Landkreisverwaltung, damit der Weg dann endlich gebaut wurde“, erklärte Junker.

Er ist sich auch sicher, dass es längst einen Radweg bis nach Heringen geben würde, wenn nicht das ganze Geld für den Radwegebau im Landkreis Eichsfeld ausgegeben würde und stößt damit in das gleiche politische Horn wie der Nordhäuser Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD). „Hier müsste unser Landrat eigentlich mal richtig auf den Tisch hauen, aber dies bleibt wohl nur ein Traum“ , meinte Junker verärgert über die Sprachlosigkeit der Landkreisverwaltung.

Als Kreistagsmitglied kann sich Siegfried Junker (SPD) jedenfalls nicht vorstellen, dass der Landkreis nach der Abstufung der Landesstraße nach Heringen dann als zuständiger Straßenbauträger dort einen Radweg bauen kann. „Gerade weil der Landkreis kein Geld hat, müsste der Landrat mit Nachdruck versuchen, die Kosten für diese wichtige Radwegeverbindung noch dem Land aufzudrücken“, erklärte er.

Aber nicht nur die fehlenden Radwege machen Junker Sorgen, sondern auch die marode Brücke auf dieser Landesstraße zwischen Görsbach und Auleben, die inzwischen nur noch für PKW`s befahrbar ist. Selbst der Schulbus muss daher seit geraumer Zeit einen großen Umweg fahren und kann nicht den direkten Weg zwischen den Gemeinden nehmen. Auch dies hatte Junker im letzten Kreistag schon angesprochen, aber eine Antwort vom Landrat Joachim Claus (CDU) gibt es bis heute nicht.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)