Fr, 16:26 Uhr
04.01.2008
Königin in außergewöhnlichem Gewand
Sie gilt als die Königin unter den Musikinstrumenten schlechthin – die Orgel. Das ist mit der Orgel der Nordhäuser Blasiikirche nicht anders. Die hat am Sonntag ein außergewöhnliches Klanggewand zu bieten...
Die Königin der Instrumente, die Orgel, wird am Sonntag um 16 Uhr in der St. Blasii-Kirche zu Nordhausen in außergewöhnlichem Klanggewand zu hören sein. Es erklingen neun Meditationen für Orgel unter dem Titel Die Geburt des Herrn (La Nativité du Seigneur). Der Komponist dieses Zyklus’ würde in diesem neu angebrochenen Jahr 100 Jahre alt und ist einer der ganz großen Klangkünstler an der Orgel gewesen: Olivier Messiaen (1908 – 1992).
Zeit seines Lebens war er Organist in Paris und entwickelte in seinen Orgelimprovisationen in der katholischen Messe und in seinen Kompositionen einen sehr eigenen musikalischen Stil. Er fand in einem eigenen Klangsystem von verschiedenen Modi – so bezeichnet er seine Tonarten – neue harmonische Beziehungen und melodische Klangverläufe, die dem aufnahmebereiten Hörer als äußerst schön erscheinen. Er setzte sich damit von anderen Strömungen im 20. Jahrhundert, z. B. von der Zwölftonmusik und der Zweiten Wiener Schule um Arnold Schönberg bewusst ab.
Seine Klangsinnlichkeit bildet die Grundlage für seine musikalische Symbolsprache. Er möchte mit seiner Musik oft ganz konkrete Bilder malen bzw. theologische Inhalte zum Ausdruck bringen. So bieten ihm die Geschehnisse der Weihnachtsgeschichte viel Stoff zur musikalischen Darstellung: Maria wird mit dem Kind betrachtet, die Weisen aus dem Morgenland ziehen mit ihrer Kamelkarawane, die Hirten blasen eine wunderschöne Dudelsackmelodie...
Als wichtigstes Geheimnis aber erscheint ihm die Geburt von Jesus Christus. Dessen wirken in der Welt und sein Abbild von der Liebe Gottes animieren Olivier Messiaen zu sehr meditativer Musik, am Ende des Werkes auch zu einer rauschenden, typisch französischen Orgeltoccata. Pfarrer Dr. Reinhard Simon aus Genthin, ein Bruder von Kirchenmusiker Eckhard Bürger (Orgel) wird mit einführenden Texten die Zuhörer auf das Hören und Meditieren einstimmen, eine besondere Möglichkeit, den Epiphaniastag mit einem musikalischen Erlebnis zu begehen! Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte wird am Ausgang gebeten.
Autor: nnzDie Königin der Instrumente, die Orgel, wird am Sonntag um 16 Uhr in der St. Blasii-Kirche zu Nordhausen in außergewöhnlichem Klanggewand zu hören sein. Es erklingen neun Meditationen für Orgel unter dem Titel Die Geburt des Herrn (La Nativité du Seigneur). Der Komponist dieses Zyklus’ würde in diesem neu angebrochenen Jahr 100 Jahre alt und ist einer der ganz großen Klangkünstler an der Orgel gewesen: Olivier Messiaen (1908 – 1992).
Zeit seines Lebens war er Organist in Paris und entwickelte in seinen Orgelimprovisationen in der katholischen Messe und in seinen Kompositionen einen sehr eigenen musikalischen Stil. Er fand in einem eigenen Klangsystem von verschiedenen Modi – so bezeichnet er seine Tonarten – neue harmonische Beziehungen und melodische Klangverläufe, die dem aufnahmebereiten Hörer als äußerst schön erscheinen. Er setzte sich damit von anderen Strömungen im 20. Jahrhundert, z. B. von der Zwölftonmusik und der Zweiten Wiener Schule um Arnold Schönberg bewusst ab.
Seine Klangsinnlichkeit bildet die Grundlage für seine musikalische Symbolsprache. Er möchte mit seiner Musik oft ganz konkrete Bilder malen bzw. theologische Inhalte zum Ausdruck bringen. So bieten ihm die Geschehnisse der Weihnachtsgeschichte viel Stoff zur musikalischen Darstellung: Maria wird mit dem Kind betrachtet, die Weisen aus dem Morgenland ziehen mit ihrer Kamelkarawane, die Hirten blasen eine wunderschöne Dudelsackmelodie...
Als wichtigstes Geheimnis aber erscheint ihm die Geburt von Jesus Christus. Dessen wirken in der Welt und sein Abbild von der Liebe Gottes animieren Olivier Messiaen zu sehr meditativer Musik, am Ende des Werkes auch zu einer rauschenden, typisch französischen Orgeltoccata. Pfarrer Dr. Reinhard Simon aus Genthin, ein Bruder von Kirchenmusiker Eckhard Bürger (Orgel) wird mit einführenden Texten die Zuhörer auf das Hören und Meditieren einstimmen, eine besondere Möglichkeit, den Epiphaniastag mit einem musikalischen Erlebnis zu begehen! Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte wird am Ausgang gebeten.


