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Mi, 11:17 Uhr
10.04.2002

Verpackungen und kein Ende

Nordhausen (nnz). Die Verpackungswut der Erzeuge kennt kaum noch Grenzen. Die Kunden müssen trennen. Da kommt eine Menge zusammen. Die Zahlen dazu wie immer in Ihrer nnz.


Im Durchschnitt brachte jeder Einwohner Thüringens im Jahr 2000 rund 38 Kilogramm Glas und 21 Kilogramm Verpackungen aus Papier, Pappe und Kartonagen (ohne Zeitungen, Illustrierte und Ähnliches) zum Werkstoffcontainer. Darüber hinaus wurden über die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack pro Kopf der Bevölkerung noch 28 Kilogramm Kunststoffe, Metalle oder Verbundmaterialien eingesammelt.

Von den 210.654 Tonnen Verpackungen aus privaten Haushalten hatte Glas mit 91.000 Tonnen den gewichtigsten Anteil, 79.000 Tonnen davon waren bereits farblich getrennt in Grün-, Braun- und Weißglas. Über die Hälfte des Altglases wurde direkt von Glasverwertungsbetrieben übernommen, 25 Prozent gingen an Thüringer Sortieranlagen, ein weiteres Viertel an Sortieranlagen in anderen Bundesländern.

Von den 63.000 Tonnen Abfällen aus dem gelben System gingen 100 Prozent an Sortieranlagen, davon ein Viertel an Anlagen außerhalb Thüringens. Beim Altpapier haben Verpackungen einen geschätzten Anteil von 25 Prozent. Nahezu 98 Prozent der 51.000 Tonnen Verpackungen aus Papier, Pappe oder Karton wurden im Jahr 2000 in Sortieranlagen aufbereitet, nur etwas über 1.000 Tonnen konnte davon direkt verwertet werden.

Ein anderes Bild ergibt sich bei den Verpackungen, die zusätzlich bei Unternehmen eingesammelt wurden. Von den 74.600 Tonnen dominieren die Papier-, Pappe- und Kartonverpackungen mit 60.800 Tonnen, gefolgt von 6.400 Tonnen Holz und 4.800 Tonnen Kunststoffen. Annähernd 25 Prozent jedes Stoffes konnte direkt an Verwertungsbetriebe abgegeben werden, während mit 57.000 Tonnen die überwiegende Menge an Sortieranlagen ging.
Autor: nnz

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