Mo, 19:30 Uhr
08.04.2002
Plötzlich doch Gipskompromiß?
Nordhausen/Erfurt (nnz). In dieser Woche findet im Staatlichen Umweltamt Erfurt eine Besprechung, besser gesagt, eine Antragskonferenz zum durch die Gipsindustrie geplanten Gipsabbau im Gebiet Winkelberg statt. Dazu wird ein Rahmenbetriebsplan vorgelegt, für dessen Zulassung ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden soll.
Abgesehen von der Tatsache das die schon 1991 durch den Stadtrat der Stadt Nordhausen gefassten Beschlüsse schlicht und einfach ignoriert, sowie die Interessen der Südharzer Bevölkerung gröblichst missachtet werden, beruft sich der vorliegende Rahmenbetriebsplan auf den im März 1997 zwischen der Südharzer Gipswerk GmbH auf der einen und der zuständigen Landesbehörde, dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt auf der anderen Seite abgeschlossenen Gipskompromiss, kritisiert SPD-Stadtrat Andreas Wieninger.
Dies sei eine schallende Ohrfeige nicht nur für all diejenigen, welche in den vergangenen Jahren für eine den folgenden Generationen zu erhaltende und in Europa einmalige Landschaft mit ihrer Flora und Fauna eingetreten sind, sondern auch für die oben genannte Landesbehörde. Diese habe in der Vergangenheit mehrmals klargestellt, daß es nicht zum Abschluss eines solchen Gipskompromisses gekommen ist. Um so verwunderlicher ist nun das sich die Industrie auf eben diesen Kompromiss beruft, ist der SPD-Mann außer sich.
Der überwiegende Teil der politischen Kräfte war und ist sich seiner Verantwortung gegenüber der Gipsindustrie in bezug auf Rohstoffe und Sicherung von Arbeitsplätzen bewusst. Gleichwohl sind sich diese auch bewusst ob der Bedeutung der Rüdigsdorfer Schweiz für diese und künftige Generationen dieser Region in bezug auf Umwelt, Lebensqualität und sanften Tourismus. Hier sei man sich einig, daß dadurch Arbeitsplätze längerfristig und in größerer Anzahl geschaffen werden können, als dies durch Teile der Gipsindustrie geschafft werden könnten.
Deshalb ist und bleibt die vordringlichste Forderung, daß auf der Grundlage eines Raumordnungsverfahrens vor Ort die unterschiedlichen Belange und Interessen aller entsprechend zu berücksichtigen und zu abzuwägen. Dazu ist dringend die Hilfe aller Südharzer Kommunalpolitiker wie auch der Landes- und Bundespolitiker erforderlich, fordert Wieninger abschließend!
Autor: nnzAbgesehen von der Tatsache das die schon 1991 durch den Stadtrat der Stadt Nordhausen gefassten Beschlüsse schlicht und einfach ignoriert, sowie die Interessen der Südharzer Bevölkerung gröblichst missachtet werden, beruft sich der vorliegende Rahmenbetriebsplan auf den im März 1997 zwischen der Südharzer Gipswerk GmbH auf der einen und der zuständigen Landesbehörde, dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt auf der anderen Seite abgeschlossenen Gipskompromiss, kritisiert SPD-Stadtrat Andreas Wieninger.
Dies sei eine schallende Ohrfeige nicht nur für all diejenigen, welche in den vergangenen Jahren für eine den folgenden Generationen zu erhaltende und in Europa einmalige Landschaft mit ihrer Flora und Fauna eingetreten sind, sondern auch für die oben genannte Landesbehörde. Diese habe in der Vergangenheit mehrmals klargestellt, daß es nicht zum Abschluss eines solchen Gipskompromisses gekommen ist. Um so verwunderlicher ist nun das sich die Industrie auf eben diesen Kompromiss beruft, ist der SPD-Mann außer sich.
Der überwiegende Teil der politischen Kräfte war und ist sich seiner Verantwortung gegenüber der Gipsindustrie in bezug auf Rohstoffe und Sicherung von Arbeitsplätzen bewusst. Gleichwohl sind sich diese auch bewusst ob der Bedeutung der Rüdigsdorfer Schweiz für diese und künftige Generationen dieser Region in bezug auf Umwelt, Lebensqualität und sanften Tourismus. Hier sei man sich einig, daß dadurch Arbeitsplätze längerfristig und in größerer Anzahl geschaffen werden können, als dies durch Teile der Gipsindustrie geschafft werden könnten.
Deshalb ist und bleibt die vordringlichste Forderung, daß auf der Grundlage eines Raumordnungsverfahrens vor Ort die unterschiedlichen Belange und Interessen aller entsprechend zu berücksichtigen und zu abzuwägen. Dazu ist dringend die Hilfe aller Südharzer Kommunalpolitiker wie auch der Landes- und Bundespolitiker erforderlich, fordert Wieninger abschließend!


