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Mo, 10:30 Uhr
08.04.2002

CDU machte sich Gedanken

Nordhausen (nnz). Wirtschafts- und Bildungspolitik sind die Schwerpunkte eines Thesenpapiers, das Landrat Joachim Claus (CDU) im vergangenen Monat in den „christdemokratischen Ring“ warf. Bis heute hatten die Ortsverbände der CDU Zeit, sich mit eigenen Standpunkten in die Diskussion einzubringen. nnz unterhielt sich mit Kreisgeschäftsführer Maik Schröter.


„Fast alle Ortsverbände hatten sich mit diesem Thesenpapier beschäftigt. Dabei wurden viele Konkretisierungen vorgenommen“, berichtet Maik Schröter. Vor allem mit der Bildungspolitik beschäftigte sich der Kreisverband der Jungen Union. Aber auch in Heringen wurde zu diesem Punkt sehr emotional diskutiert. Viele CDU-Mitglieder sehen hier ihren Handlungs- und Entscheidungsspielraum eingeschränkt. „Bildungspolitik ist Landessache“, so die vorherrschende Meinung. Konkrete Einflussnahme besteht jedoch in der perspektivischen Ausrichtung im Bereich der Berufsschulen. So schlossen sich mehrere Ortsverbände dem Vorhaben eines konzentrierten Berufsschulstandortes an der Nordhäuser Morgenröte an. Mit dessen Etablierung sollen die Standortvorteile für den Landkreis noch besser ins „Nordthüringer Spiel“ gebracht werden.

Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt war auch die Neubelebung der Wirtschaftsförderung durch den Landrat. Hier sprachen sich vor allem die Ortsverbände der kleineren Gemeinden positiv dazu aus. Diese Kommunen hätten dazu keine personellen und finanziellen Möglichkeiten. Und wozu zahlen letztlich die Städte und Gemeinden ihre Kreisumlage?

Alle eingereichten Standpunkte werden in den nächsten Tagen im Kreisvorstand gesichtet, beraten und bewertet. Als Quintessenz wird der Kreisvorstand letztlich eine Empfehlung abgeben, die ei Kreisparteitag am 31. Mai noch einmal diskutiert und schließlich beschlossen werden könnte.
Autor: nnz

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