Sa, 22:07 Uhr
06.04.2002
Schiedsrichter verhinderte Wacker-Sieg
Nordhausen (nnz). Gegen den Tabellensechsten aus Schmalkalden wollte das Schlusslicht der Thüringenliga, Wacker 90 Nordhausen, am Sonnabend in Albert-Kuntz-Sportpark unbedingt den ersten Heimsieg der Saison erkämpfen. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg hat das Spiel gesehen. Hier sein Bericht.
Mit einem Sieg wollten die Nordhäuser die Minimalchance wahren, eventuell doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. Hoch motiviert gingen die Männer um Kapitän Jens Ludwig in die Partie wahrscheinlich zu übermotiviert, denn in den ersten 45 Minuten der Begegnung lief nur sehr wenig zusammen. Nach 28. Minuten schied Dornhofer mit Verdacht auf Schienbeinbruch aus. Für ihn brachte Trainer Jörg Weißhaupt Nachwuchsspieler Stefan Schmidt.
Eine Großchance durch Sven Pistorius nach knapp einer Viertelstunde - aus 10 m freistehend jagte er den Ball weit über das Tor - und ein 25m-Kracher auf Schmalkaldener Seite, den Wacker-Schlussmann Marcin Lenczewski in großer Manier parierte, waren die spielerischen Höhepunkte in der niveauarmen ersten Halbzeit. Das ideenlose Spiel beider Mannschaften riss keinen der 160 Zuschauer von den Bänken. Torlos ging es in die Halbzeitpause.
Jens Ludwig lief zur zweiten Halbzeit nicht mehr auf, für ihn kam Juniorenspieler Sören Wenzel. Weißhaupt schickte den in der ersten Halbzeit blass gebliebenen Pohl in die Abwehr, Elle sollte den Offensivbereich stärken. Gleich zu Beginn der zweiten 45 Minuten übernahm Wacker die Initiative und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. Die beste hatte Frank Ludwig in der 66. Minute, aber dessen Eckball traf nur die Latte.
Wacker spielte sich in einen Spielrausch. Schmalkalden hatte kaum etwas dagegenzusetzen. Bei Gewaltschüsse von Pistorius in der 76. und 78. Minute musste der Gästeschlussmann sein ganzes Können aufbieten. Von den Zuschauern lautstark unterstützt und immer wieder nach vorn getrieben, schnürten die Nordhäuser den Gegner in der eigenen Hälfte ein. Allerdings blieb Schmalkalden bei den wenigen Kontern stets gefährlich, aber Pohl hatte seine Abwehr vorzüglich organisiert. Immer wieder trieb Laufwunder Frank Ludwig seine Mitspieler nach vorn. Von den Rängen gab es lautstarken Beifall auf offener Szene. Die Wacker-Kicker wuchsen über sich hinaus. Bestnoten verdienten sich vor allem wieder Pistorius, Frank Ludwig und auch Sebastian Elle, die durch Vorbildwirkung ihre Mannschaftskameraden zu Höchstleistungen mitrissen.
In der 83. Minute brachte Weißhaupt für Prokosch mit Kohlhause einen weiteren Juniorenspieler. In der 84. Minute hatte Nebelung das langersehnte Tor auf den Füßen, aber er vergab die Chance. Angriff rollte auf Angriff. Aber mit viel Glück und Geschick hielten die Gäste ihren Kasten sauber. Dann kam die 89. Minute. Pistorius erkämpfte sich das Leder und schoss unhaltbar zum 1:0 ein. Doch der Jubel der Fans erstarb nach wenigen Sekunden. Schiedsrichter Backhaus erkannte unerklärlicherweise den Treffer nicht an. Schmalkalden rettete das schmeichelhafte Unentschieden über die Zeit. Frenetisch feierten die Zuschauer nach dem Abpfiff ihre Wacker-Elf, obwohl die Mannschaft durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters um den verdienten Lohn gebracht wurde. Die Elf hat zwar in der zweiten Halbzeit die beste Heimleistung der Saison geboten, das dürfte ihr in Anbetracht der verlorenen zwei Punkte nur ein schwacher Trost sein.
Wacker spielte mit: Lenczewski, Mook, Fr. Ludwig, Nebelung, J. Ludwig (ab 46. Wenzel), Elle, Pistorius, Heise, Prokosch (ab 83. Kohlhause), Dornhofer (ab 28. Schmidt), Pohl.
Wacker empfängt am kommenden Sonnabend (13.04.) den Tabellennachbarn Mühlhausen zum Kellerkinderduell.
Autor: rhMit einem Sieg wollten die Nordhäuser die Minimalchance wahren, eventuell doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. Hoch motiviert gingen die Männer um Kapitän Jens Ludwig in die Partie wahrscheinlich zu übermotiviert, denn in den ersten 45 Minuten der Begegnung lief nur sehr wenig zusammen. Nach 28. Minuten schied Dornhofer mit Verdacht auf Schienbeinbruch aus. Für ihn brachte Trainer Jörg Weißhaupt Nachwuchsspieler Stefan Schmidt.
Eine Großchance durch Sven Pistorius nach knapp einer Viertelstunde - aus 10 m freistehend jagte er den Ball weit über das Tor - und ein 25m-Kracher auf Schmalkaldener Seite, den Wacker-Schlussmann Marcin Lenczewski in großer Manier parierte, waren die spielerischen Höhepunkte in der niveauarmen ersten Halbzeit. Das ideenlose Spiel beider Mannschaften riss keinen der 160 Zuschauer von den Bänken. Torlos ging es in die Halbzeitpause.
Jens Ludwig lief zur zweiten Halbzeit nicht mehr auf, für ihn kam Juniorenspieler Sören Wenzel. Weißhaupt schickte den in der ersten Halbzeit blass gebliebenen Pohl in die Abwehr, Elle sollte den Offensivbereich stärken. Gleich zu Beginn der zweiten 45 Minuten übernahm Wacker die Initiative und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. Die beste hatte Frank Ludwig in der 66. Minute, aber dessen Eckball traf nur die Latte.
Wacker spielte sich in einen Spielrausch. Schmalkalden hatte kaum etwas dagegenzusetzen. Bei Gewaltschüsse von Pistorius in der 76. und 78. Minute musste der Gästeschlussmann sein ganzes Können aufbieten. Von den Zuschauern lautstark unterstützt und immer wieder nach vorn getrieben, schnürten die Nordhäuser den Gegner in der eigenen Hälfte ein. Allerdings blieb Schmalkalden bei den wenigen Kontern stets gefährlich, aber Pohl hatte seine Abwehr vorzüglich organisiert. Immer wieder trieb Laufwunder Frank Ludwig seine Mitspieler nach vorn. Von den Rängen gab es lautstarken Beifall auf offener Szene. Die Wacker-Kicker wuchsen über sich hinaus. Bestnoten verdienten sich vor allem wieder Pistorius, Frank Ludwig und auch Sebastian Elle, die durch Vorbildwirkung ihre Mannschaftskameraden zu Höchstleistungen mitrissen.
In der 83. Minute brachte Weißhaupt für Prokosch mit Kohlhause einen weiteren Juniorenspieler. In der 84. Minute hatte Nebelung das langersehnte Tor auf den Füßen, aber er vergab die Chance. Angriff rollte auf Angriff. Aber mit viel Glück und Geschick hielten die Gäste ihren Kasten sauber. Dann kam die 89. Minute. Pistorius erkämpfte sich das Leder und schoss unhaltbar zum 1:0 ein. Doch der Jubel der Fans erstarb nach wenigen Sekunden. Schiedsrichter Backhaus erkannte unerklärlicherweise den Treffer nicht an. Schmalkalden rettete das schmeichelhafte Unentschieden über die Zeit. Frenetisch feierten die Zuschauer nach dem Abpfiff ihre Wacker-Elf, obwohl die Mannschaft durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters um den verdienten Lohn gebracht wurde. Die Elf hat zwar in der zweiten Halbzeit die beste Heimleistung der Saison geboten, das dürfte ihr in Anbetracht der verlorenen zwei Punkte nur ein schwacher Trost sein.
Wacker spielte mit: Lenczewski, Mook, Fr. Ludwig, Nebelung, J. Ludwig (ab 46. Wenzel), Elle, Pistorius, Heise, Prokosch (ab 83. Kohlhause), Dornhofer (ab 28. Schmidt), Pohl.
Wacker empfängt am kommenden Sonnabend (13.04.) den Tabellennachbarn Mühlhausen zum Kellerkinderduell.

