Fr, 12:39 Uhr
05.04.2002
Vortrag über den Brocken
Nordhausen (nnz). Zu einem Vortrag über ein Stück Brockengeschichte nach 1945 lädt der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein am 09. April 2002 ins Vereinshaus Thomas Mann ein. Über inhaltliche Schwerpunkte dieser Veranstaltung informiert vorab nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.
Ab 20. April 1945 besetzten die Amerikaner den Brocken und richteten sich in den verbliebenen aber beschädigten Gebäuden des Fernsehsenders und der Wetterwarte bis zum 27. April des gleichen Jahres ein. Vor ihrem Abzug demontierten und beschädigten sie das Observatorium und den Fernsehsender. Danach übernahm die Rote Armee den höchsten Berg des Harzes. Das Gebiet gehörte nun zur Sowjetischen Besatzungszone. Unverzüglich begannen die Aufräumungsarbeiten, im Fernsehsender brachte man provisorisch die meteorologische Station unter, bis die Wetterwarte 1948 wieder funktionstüchtig war. Der schwer beschädigte Fernsehsender wurde zum Hotel um- und ausgebaut und 1950 eröffnet. Bereits im September 1949 konnte die Straße von Schierke zum Brocken wieder genutzt werden. Damals glaubte noch Jedermann, die Einheit Deutschlands stünde in nicht so weiter Ferne. Doch diese Hoffnung ging nicht in Erfüllung.
Im März 1951 richtete die Volkspolizei auf dem Brocken eine Dienststelle ein. Am 26. Juni 1952 erließ die DDR eine Verordnung über Maßnahmen zwischen der DDR und den westlichen Besatzungszonen an der Demarkationslinie. Die Grenze wurde von den ostdeutschen Sicherheitsorganen streng bewacht. Vorerst durften jedoch noch DDR-Bürger auf den Brocken reisen, den Menschen aus der Bundesrepublik blieb das verwehrt. Ab dem 13. August 1961 mussten sich dann auch die DDR-Wanderer mit einem Blick aus der Ferne zum Brocken begnügen. Eine Besteigung war nicht mehr möglich. Über 38 Jahre blieb der höchste Gipfel des Harzes für den Besucherverkehr gesperrt. Der 1. Dezember 1989 brachte per Verordnung auch dem Brocken die Freiheit wieder.
Über die Nutzung der vorhandenen Gebäude, die baulichen Veränderungen und das Geschehen auf dem Brockenplateau in der DDR-Zeit berichtet Roman Warnecke aus Schierke in seinem Vortrag Die Geschichte der Wetterwarte und des Brockenumfeldes nach 1945 - ein Stück Brockengeschichte. Untermauert werden Ausführungen mit zahlreichen Fotos. Beginn der Veranstaltung ist wie immer 19.30 Uhr. Interessenten sind herzlich eingeladen.
Autor: rhAb 20. April 1945 besetzten die Amerikaner den Brocken und richteten sich in den verbliebenen aber beschädigten Gebäuden des Fernsehsenders und der Wetterwarte bis zum 27. April des gleichen Jahres ein. Vor ihrem Abzug demontierten und beschädigten sie das Observatorium und den Fernsehsender. Danach übernahm die Rote Armee den höchsten Berg des Harzes. Das Gebiet gehörte nun zur Sowjetischen Besatzungszone. Unverzüglich begannen die Aufräumungsarbeiten, im Fernsehsender brachte man provisorisch die meteorologische Station unter, bis die Wetterwarte 1948 wieder funktionstüchtig war. Der schwer beschädigte Fernsehsender wurde zum Hotel um- und ausgebaut und 1950 eröffnet. Bereits im September 1949 konnte die Straße von Schierke zum Brocken wieder genutzt werden. Damals glaubte noch Jedermann, die Einheit Deutschlands stünde in nicht so weiter Ferne. Doch diese Hoffnung ging nicht in Erfüllung.
Im März 1951 richtete die Volkspolizei auf dem Brocken eine Dienststelle ein. Am 26. Juni 1952 erließ die DDR eine Verordnung über Maßnahmen zwischen der DDR und den westlichen Besatzungszonen an der Demarkationslinie. Die Grenze wurde von den ostdeutschen Sicherheitsorganen streng bewacht. Vorerst durften jedoch noch DDR-Bürger auf den Brocken reisen, den Menschen aus der Bundesrepublik blieb das verwehrt. Ab dem 13. August 1961 mussten sich dann auch die DDR-Wanderer mit einem Blick aus der Ferne zum Brocken begnügen. Eine Besteigung war nicht mehr möglich. Über 38 Jahre blieb der höchste Gipfel des Harzes für den Besucherverkehr gesperrt. Der 1. Dezember 1989 brachte per Verordnung auch dem Brocken die Freiheit wieder.
Über die Nutzung der vorhandenen Gebäude, die baulichen Veränderungen und das Geschehen auf dem Brockenplateau in der DDR-Zeit berichtet Roman Warnecke aus Schierke in seinem Vortrag Die Geschichte der Wetterwarte und des Brockenumfeldes nach 1945 - ein Stück Brockengeschichte. Untermauert werden Ausführungen mit zahlreichen Fotos. Beginn der Veranstaltung ist wie immer 19.30 Uhr. Interessenten sind herzlich eingeladen.


