Do, 21:45 Uhr
13.12.2007
Für die neue Mitte
Nordhausen(nnz). Zwei neue Gebäude sollen in der nächsten Zeit die Stadtmitte bereichern. Der Stadtrat hat es gestern beschlossen. Heute konnten die Bürger mit den Verantwortlichen diskutieren.
Am Pferdemarkt einkaufen und hinterher noch neben dem Rathaus eine Stunde lesen, oder umgekehrt. So ähnlich stellen sich die Stadtverantwortlichen die Symbiose aus den beiden Neubauten in fußläufiger Nähe vor. Während das Einkaufszentrum weitgehend akzeptiert wurde, kamen beim Bibliotheksneubau kritische Worte zur Sprache. Ältere Nordhäuser wie Herbert Gerhard finden das Gebäude zu auswechselbar. Das könnte auch in Dessau oder Magdeburg stehen. Das hat nichts nordhäuserisches. Andere finden den Bau zwar klotzig und mit der restlichen Bebauung nicht passend, bemängeln aber gleichzeitig, daß es im Bürgersaal nur 250 Plätze geben soll. Da könnten doch keine größeren Veranstaltungen durchgeführt werden.
An der Bibliothek scheiden sich die Geister ohnehin. Werden Leute in wenigen Jahren überhaupt noch Bücher entleihen wollen? Es gibt doch alle Medien und Informationen auf den vernetzten Computern und Handys. Braucht Nordhausen dann so einen dreistöckigen Bau? Peter Schwarz, ehemaliger Rolanddarsteller, hat da gewisse Bedenken wegen der Bevölkerungsentwicklung, aber Oberbürgermeisterin Barbara Rinke ist der Meinung, daß die neue Bibliothek über den Landkreis hinaus ein interessiertes Publikum finden wird.
Allgemein auf Gegenliebe stoßen die zahlreichen neu zu schaffenden Parkplätze. Für die Bewohner der im Moment sanierten Häuser an Kranichstraße und Engelsburg soll im Hof hinter den Häusern eine Tiefgarage entstehen. Rund 100 Fahrzeuge sollen da Platz finden. Unter Bibliothek und Bürgersaal werden 93 Autos in zwei Etagen parken. Das Einkaufszentrum bietet in einer Tiefgarage 145 Standflächen und auf dem Dach weitre 175. Besorgte Anwohner beruhigte Inge Klaan. Die neuen Parkplätze würden nicht zu 100 Prozent neuen Verkehr schaffen. Viele Autofahrer würden ihr Fahrzeug einmal abstellen und dann viele Besorgungen zu Fuß erledigen. Für die Kreuzung am Pferdemarkt sollen im nächsten Jahr Konzepte für eine bessere Verkehrsregelung gesucht werden. Eine Ampelanlage und ein Kreisverkehr wären denkbare Möglichkeiten.
Gegner des Bibliotheksneubaus schlugen vor das Gebäude am Pferdemarkt zu errichten. Da passe es architektonisch besser hin. Doch daraus wird nichts, denn das Einkaufszentrum mit rund 10.000 Quadratmetern ist bereits beschlossene Sache. Im Detail konnten sich die Besucher des Stadtgesprächs informieren, wie der Konsumtempel aussehen soll. Nur welche Läden einziehen ist noch nicht klar. Große Flächen für einen Lebensmittelmarkt im Untergeschoß, sowie für einen Elektronik- oder Textilienhändler sind vorgesehen. Baubeginn soll im Sommer oder Herbst 2008 sein.
Noch wird einige Zeit vergehen bis die Gebäude in der Stadt stehen. Es sei nicht mit einmal zu schaffen Bibliothek und Bürgersaal zu errichten, auch wenn es große Fördersummen für dieses Projekt gibt, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. Mit den Tiefgaragen soll begonnen werden. Die Aufbauten seien nicht vor 2010 oder 2011 möglich. Die Stadt rechnet ungefähr mit 3,5 Millionen Euro Eigenanteil.
Autor: wfAm Pferdemarkt einkaufen und hinterher noch neben dem Rathaus eine Stunde lesen, oder umgekehrt. So ähnlich stellen sich die Stadtverantwortlichen die Symbiose aus den beiden Neubauten in fußläufiger Nähe vor. Während das Einkaufszentrum weitgehend akzeptiert wurde, kamen beim Bibliotheksneubau kritische Worte zur Sprache. Ältere Nordhäuser wie Herbert Gerhard finden das Gebäude zu auswechselbar. Das könnte auch in Dessau oder Magdeburg stehen. Das hat nichts nordhäuserisches. Andere finden den Bau zwar klotzig und mit der restlichen Bebauung nicht passend, bemängeln aber gleichzeitig, daß es im Bürgersaal nur 250 Plätze geben soll. Da könnten doch keine größeren Veranstaltungen durchgeführt werden.
An der Bibliothek scheiden sich die Geister ohnehin. Werden Leute in wenigen Jahren überhaupt noch Bücher entleihen wollen? Es gibt doch alle Medien und Informationen auf den vernetzten Computern und Handys. Braucht Nordhausen dann so einen dreistöckigen Bau? Peter Schwarz, ehemaliger Rolanddarsteller, hat da gewisse Bedenken wegen der Bevölkerungsentwicklung, aber Oberbürgermeisterin Barbara Rinke ist der Meinung, daß die neue Bibliothek über den Landkreis hinaus ein interessiertes Publikum finden wird.
Allgemein auf Gegenliebe stoßen die zahlreichen neu zu schaffenden Parkplätze. Für die Bewohner der im Moment sanierten Häuser an Kranichstraße und Engelsburg soll im Hof hinter den Häusern eine Tiefgarage entstehen. Rund 100 Fahrzeuge sollen da Platz finden. Unter Bibliothek und Bürgersaal werden 93 Autos in zwei Etagen parken. Das Einkaufszentrum bietet in einer Tiefgarage 145 Standflächen und auf dem Dach weitre 175. Besorgte Anwohner beruhigte Inge Klaan. Die neuen Parkplätze würden nicht zu 100 Prozent neuen Verkehr schaffen. Viele Autofahrer würden ihr Fahrzeug einmal abstellen und dann viele Besorgungen zu Fuß erledigen. Für die Kreuzung am Pferdemarkt sollen im nächsten Jahr Konzepte für eine bessere Verkehrsregelung gesucht werden. Eine Ampelanlage und ein Kreisverkehr wären denkbare Möglichkeiten.
Gegner des Bibliotheksneubaus schlugen vor das Gebäude am Pferdemarkt zu errichten. Da passe es architektonisch besser hin. Doch daraus wird nichts, denn das Einkaufszentrum mit rund 10.000 Quadratmetern ist bereits beschlossene Sache. Im Detail konnten sich die Besucher des Stadtgesprächs informieren, wie der Konsumtempel aussehen soll. Nur welche Läden einziehen ist noch nicht klar. Große Flächen für einen Lebensmittelmarkt im Untergeschoß, sowie für einen Elektronik- oder Textilienhändler sind vorgesehen. Baubeginn soll im Sommer oder Herbst 2008 sein.
Noch wird einige Zeit vergehen bis die Gebäude in der Stadt stehen. Es sei nicht mit einmal zu schaffen Bibliothek und Bürgersaal zu errichten, auch wenn es große Fördersummen für dieses Projekt gibt, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. Mit den Tiefgaragen soll begonnen werden. Die Aufbauten seien nicht vor 2010 oder 2011 möglich. Die Stadt rechnet ungefähr mit 3,5 Millionen Euro Eigenanteil.

