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Do, 10:29 Uhr
13.12.2007

Solide gewirtschaftet

Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) hat dem Stadtrat gestern den nunmehr fünften umfassenden Bericht über die Unternehmensbeteiligungen der Stadt Nordhausen 2006 vorgelegt. Der Bericht, den der Gesetzgeber fordert, informiert ausführlich über Unternehmensdaten, Unternehmensaufgaben, Entwicklungen und Struktur von kommunalen Unternehmen, an denen die Stadt Nordhausen beteiligt ist...


„Mit der Herausgabe dieses Berichtes will die Stadtverwaltung Nordhausen der Öffentlichkeit einen wesentlichen Beitrag zur Transparenz der Kommunalverwaltung hinsichtlich ihrer Aufgabenerfüllung durch ausgegliederte, organisatorisch und finanzwirtschaftlich verselbständigte Bereiche liefern“, erklärt die Oberbürgermeisterin.

Im Berichtsjahr 2006 sei die Stadt im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit an insgesamt 22 Unternehmen des privaten Rechts beteiligt gewesen, heißt es im Bericht. Davon stellen sechs so genannte Eigengesellschaften dar. Mit Ausnahme ihrer Anteile an der Südharz-Krankenhaus Nordhausen gGmbH, der BIC Nordthüringen GmbH und der Harzer Schmalspurbahnen GmbH dominiert die Stadt weitgehend in ihren Unternehmen.

In den Unternehmen mit städtischer Beteiligung ist ein Vermögen von insgesamt rund 602 Millionen Euro (Bilanzsumme) gebunden. Die in den städtischen Unternehmen regional beschäftigten rund 2.550 Arbeitskräfte erbrachten eine Gesamtleistung von rund 211 Millionen Euro. „Wegweisend für andere Unternehmen und erfreulich für eine nachhaltige Entwicklung der Region ist die Zahl von 171 Auszubildenden“, so die Oberbürgermeisterin.

Die Unternehmen führten ihre Geschäftstätigkeit ausnahmslos im Rahmen der durch die Gesellschafter vorgegebenen Wirtschaftspläne durch. In den Verkehrsunternehmen der Stadt wurde das Hauptaugenmerk auf die notwendigen Optimierungen im Stadt- und Regionalbusverkehr gelegt, z. B. durch den teilweisen Wechsel von Linienfahrten zu einem bedarfsorientierten Verkehr, dem sogenannten Rufbus. Stark defizitäre Linien konnten durch die Einführung des Rufbusses zugunsten der Bürger erhalten werden.

Die Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH kann in den letzten Jahren auf eine gewachsene Publikumsbindung verweisen. Davon zeugen die deutlich gestiegenen Besucherzahlen. Die Geschäftsleitung habe es verstanden, ein breites Publikum mit künstlerisch niveauvollen Produktionen anzusprechen und dabei die vorgegebene sparsame Mittelverwendung zu unterbieten. Die erstmals durchgeführten Schlossfestspiele waren durch das Profil, mit jungen Künstlern in Kooperation mit der Landesmusikakademie im Rahmen der Sommerakademie eine künstlerisch hochwertige und touristisch wertvolle Open-air-Musiktheaterproduktion für den Schlosshof zu erarbeiten, ein Novum in der Geschichte der GmbH und erfreuten sich großer Beliebtheit, so der Bericht.

Außerdem konnte durch das abgestimmte Vorgehen der vier Gesellschafter des Unternehmens und durch einen großen Rückhalt in der Öffentlichkeit den Plänen der Landesregierung, die Zuschüsse nach dem Jahresende 2008 um ca. 70 Prozent zu kürzen, wirksam begegnet und ein Umdenken der Landesregierung erreicht werden.

Touristisch attraktiv ist nach wie vor das Angebot der Harzer Schmalspurbahnen GmbH, wobei gleichzeitig Aufgaben des Schienenpersonennahverkehrs erfüllt werden. Mit der offiziellen Eröffnung der Streckenerweiterung zwischen Gernrode und der Weltkulturerbestadt Quedlinburg und der Aufnahme des Regelzugverkehrs auf dieser Strecke fand das bisher größte Bauvorhaben der Gesellschaft seinen Abschluss.
Laut dem Beteiligungsbericht habe die Gesellschaft das Niveau der Umsatzerlöse der Vorjahre im Brockenbahnregelzugverkehr, im Reisezugverkehr und im Güterverkehr übertroffen. Die Aufwendungen hielten sich dabei im entsprechend vorgegebenen Rahmen.

Ebenso hätten weitere 11 Unternehmen ihre Umsatzerlöse steigern können, so vor allem die Energieversorgung Nordhausen GmbH, das Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondeshausen GmbH, die Medizinisches Versorgungszentrum Nordhausen gGmbH, die Stadtwerke Nordhausen – Infrastruktur- und Verkehrsgesellschaft mbH und die Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH.

Gewinne weisen in den Jahresabschlüssen 10 Unternehmen aus, hier sind insbesondere die Wohnungsbaugesellschaft sowie das Südharz-Krankenhaus hervorzuheben. Innerhalb des Holding-Konzerns ist es gelungen, den defizitären Unternehmensbereich intern durch die Inanspruchnahme der erzielten Jahresüberschüsse der mit Gewinn abschließenden Unternehmen – hier ist in erster Linie die Energieversorgung Nordhausen genannt– auszugleichen.
Autor: nnz

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