Mi, 12:37 Uhr
12.12.2007
In aller Abgeschiedenheit
In Klausur gehen, das heißt, sich in eine Abgeschiedenheit begeben, um in Ruhe zu beraten. Mitglieder des Nordhäuser Kreistages und Mitarbeiter der Verwaltung gingen gleich doppelt in die Abgeschiedenheit...
Zum einen wurde über den künftigen Haushalt klausurt, zum anderen über eine Satzung zur Deponiegebühr. Die 1. Beigeordnete des Landkreises, Jutta Krauth (SPD), stellte nach Informationen der nnz dem abgeschiedenen Gremium einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vor. Und da war es verschwunden, das einstige Defizit von rund drei Millionen Euro. Es seien Neuberechnungen im sozialen Bereich (SGB 12) vorgenommen worden, es seien aber auch alle Fachbereiche des Landratsamtes durchforstet worden, um da und dort Einsparpotentiale zu entdecken.
Da und dort – die Begrifflichkeit kann aber auch für da in Ellrich oder dort in Nordhausen verwandt werden. Denn aus den Gemeinden und Städte ist wahrlich noch mehr herauszuholen. In Form der allseits beliebten Kreis- und Schulumlage beispielsweise. So soll die Kreisumlage in ihrem Satz von 31,98 Prozent in diesem Jahr auf 34,13 Prozent im kommenden Jahr angehoben werden. In Summe sollen so von da und dort 19,1 Millionen Euro in den Kreistopf des ungedeckten Finanzbedarfs fließen.
Man kann ihn schon wieder hören, den Aufschrei in Stadt und in den Ländereien. Man wird verhandeln müssen, schließlich übernimmt der Landkreis seine Zahlungen nach den vielen Sozialgesetzbüchern auch für Menschen in Nordhausen, Niedergebra oder Heringen. Der Landkreis kann mal nur knapp über die Hälfte des Steuerzuwachses verfügen, wie es der Thüringer Durchschnitt ausweist. Immer mehr Menschen sind bedürftig. Immer werden nicht nur immer älter, sondern sind auf die Hilfe des Gemeinwesens angewiesen. In diesen Fällen ist es der Landkreis. Aber auch die Kommunen sind vermutlich – wieder mal – am Ende. Trotz ausgewiesener höherer Steuereinnahmen. Es wird also letztlich eine politische Entscheidung im Kreistag werden.
Eine kleine Finanzspritze soll es jetzt für den Landkreis gegeben haben. Wie die nnz erfahren hat, wurde seitens des Landes eine Überbrückungshilfe gezahlt. Und zwar genau in der Höhe der Kreisumlagenraten, die von der Stadtverwaltung Nordhausen Mitte dieses Jahres nicht gezahlt wurde.
Autor: nnzZum einen wurde über den künftigen Haushalt klausurt, zum anderen über eine Satzung zur Deponiegebühr. Die 1. Beigeordnete des Landkreises, Jutta Krauth (SPD), stellte nach Informationen der nnz dem abgeschiedenen Gremium einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vor. Und da war es verschwunden, das einstige Defizit von rund drei Millionen Euro. Es seien Neuberechnungen im sozialen Bereich (SGB 12) vorgenommen worden, es seien aber auch alle Fachbereiche des Landratsamtes durchforstet worden, um da und dort Einsparpotentiale zu entdecken.
Da und dort – die Begrifflichkeit kann aber auch für da in Ellrich oder dort in Nordhausen verwandt werden. Denn aus den Gemeinden und Städte ist wahrlich noch mehr herauszuholen. In Form der allseits beliebten Kreis- und Schulumlage beispielsweise. So soll die Kreisumlage in ihrem Satz von 31,98 Prozent in diesem Jahr auf 34,13 Prozent im kommenden Jahr angehoben werden. In Summe sollen so von da und dort 19,1 Millionen Euro in den Kreistopf des ungedeckten Finanzbedarfs fließen.
Man kann ihn schon wieder hören, den Aufschrei in Stadt und in den Ländereien. Man wird verhandeln müssen, schließlich übernimmt der Landkreis seine Zahlungen nach den vielen Sozialgesetzbüchern auch für Menschen in Nordhausen, Niedergebra oder Heringen. Der Landkreis kann mal nur knapp über die Hälfte des Steuerzuwachses verfügen, wie es der Thüringer Durchschnitt ausweist. Immer mehr Menschen sind bedürftig. Immer werden nicht nur immer älter, sondern sind auf die Hilfe des Gemeinwesens angewiesen. In diesen Fällen ist es der Landkreis. Aber auch die Kommunen sind vermutlich – wieder mal – am Ende. Trotz ausgewiesener höherer Steuereinnahmen. Es wird also letztlich eine politische Entscheidung im Kreistag werden.
Eine kleine Finanzspritze soll es jetzt für den Landkreis gegeben haben. Wie die nnz erfahren hat, wurde seitens des Landes eine Überbrückungshilfe gezahlt. Und zwar genau in der Höhe der Kreisumlagenraten, die von der Stadtverwaltung Nordhausen Mitte dieses Jahres nicht gezahlt wurde.

