Sa, 16:30 Uhr
08.12.2007
Zweimal aufgeholt
Mit dem ersten Spiel der Rückrunde verabschiedete sich Wacker Nordhausen von seinen Fans in die Winterpause. Ob die Zuschauer ein sportliches Geschenk erhielten, das erfahren die Leser der nnz mit einem einzigen Klick.
Otto (Foto: nnz)
Mit Wacker Gotha kam ein alter Bekannter zurück in den Albert-Kuntz-Sportpark: Stefan Otto spielte zu besten Regionalligazeiten in Nordhausen, um dann wieder zurück nach Erfurt zu gehen. Nun kam er mit Gotha und organisierte fast perfekt die Abwehr der Residenzstädter. Vor allem mit Kopfballstärke überzeugten die Mannen von Trainer Holger Bühner – sowohl in Abwehr als auch im Angriff. Nach 15 Minuten hatten sie bereits vier Ecken herausgespielt.
Und so war es fast zwingend, dass in der 21. Minute das 0:1 für Gotha nach einem Freistoß per Kopf von Danny Spangenberg erzielt wurde. Dann erst kamen die Nordhäuser etwas in Fahrt. Lars Pohl erhält nach guter Vorarbeit von Stephan Hoffmann den Ball im Gothaer Strafraum und kann das Leder im Tor unterbringen. 1:1 in der 27. Minute. Zu diesem Zeitpunkt gar nicht mal unverdient, doch die Gothaer sind immer noch spielbestimmend. Sie stören echtzeitig, schlagen präzisere Pässe, sind taktisch besser sortiert.
Kurz vor der Pause kann sich Christian Finsterbusch im Nordhäuser Tor bei Distanzschüssen zweimal auszeichnen (40., 45.). Dazwischen agiert der gelbbelastete Sebastian Elle glücklos und erhält für ein erneutes Foul in der 42. Minute die gelb-rote Karte. Normalerweise hätte der Schiri etwas mehr Augenmaß walten lassen können, er tat es nicht und pfiff anschließend die 22 Akteure in die Kabinen.
Die zweite Halbzeit geht nach dem Wiederanpfiff Minute für Minute an die Nordhäuser, trotz Unterzahl. Sie kämpfen und rennen, sie schlagen die Bälle aber auch immer wieder planlos in den leeren Raum. Also fasst sich Kapitän Sven Pistorius ein Herz und zieht in der 50. Minute trocken ab, den Schuss kann Behnke im Gothaer Tor abwehren.
Dann – in der 66. Minute – ein Konter der Gäste. Pufe rennt wie ein Wiesel in Richtung Wacker-Tor. Das wurde von Finsterbusch verlassen, der als zweiter den Ball erreicht, etwa 30 Meter vor seinem eigenen Tor. Finsterbusch wird überlaufen, Pufe flanke nach innen und dort steht Staude, der eiskalt zum 2:1 aus Gästesicht erhöht.
Zwei Minuten wird Ciesla gegen Nico Steinberg ausgewechselt. Beim nächsten Nordhäuser Angriff rennt Pistorius in die gegnerische Hälfte, bedient mustergültig Lars Pohl, der im Strafrau Stephan Hoffmann sieht. Dessen Schuß prallt vom linken Innenposten ins Tor. Wacker hat gekämpft und den Ausgleicht verdient.
Danach häufen sich die Merkwürdigkeiten bei Schiedsrichter Östreich. Eine davon soll sich als besonders fatal erweisen. Ein unberechtigter Freistoß in der 82. Minute wird ausgeführt, wieder gewinnt ein Gothaer (in diesem Fall Scheidler) das Kopfballduell. Den Ball machen sich die Nordhäuser Finsterbusch und Taute streitig, das Leder liegt jedoch zum 2:3 im Nordhäuser Tor. Da war die Moral der Nordhäuser gebrochen. Das vierte Tor für die Gothaer in der 88. ist nur noch Formsache. Fast logisch: Bärwolf erzielt es per Kopf.
Was bleibt? Kein Geschenk für die Fans, dafür viel Kampfgeist und Kondition. Doch das allein wird nicht ausreichen, um letztlich das in dieser Woche vom Präsidium formulierte Ziel zu erreichen. Wacker ist bislang in dieser Saison nur Mittelklasse.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz
Otto (Foto: nnz)
Mit Wacker Gotha kam ein alter Bekannter zurück in den Albert-Kuntz-Sportpark: Stefan Otto spielte zu besten Regionalligazeiten in Nordhausen, um dann wieder zurück nach Erfurt zu gehen. Nun kam er mit Gotha und organisierte fast perfekt die Abwehr der Residenzstädter. Vor allem mit Kopfballstärke überzeugten die Mannen von Trainer Holger Bühner – sowohl in Abwehr als auch im Angriff. Nach 15 Minuten hatten sie bereits vier Ecken herausgespielt.Und so war es fast zwingend, dass in der 21. Minute das 0:1 für Gotha nach einem Freistoß per Kopf von Danny Spangenberg erzielt wurde. Dann erst kamen die Nordhäuser etwas in Fahrt. Lars Pohl erhält nach guter Vorarbeit von Stephan Hoffmann den Ball im Gothaer Strafraum und kann das Leder im Tor unterbringen. 1:1 in der 27. Minute. Zu diesem Zeitpunkt gar nicht mal unverdient, doch die Gothaer sind immer noch spielbestimmend. Sie stören echtzeitig, schlagen präzisere Pässe, sind taktisch besser sortiert.
Kurz vor der Pause kann sich Christian Finsterbusch im Nordhäuser Tor bei Distanzschüssen zweimal auszeichnen (40., 45.). Dazwischen agiert der gelbbelastete Sebastian Elle glücklos und erhält für ein erneutes Foul in der 42. Minute die gelb-rote Karte. Normalerweise hätte der Schiri etwas mehr Augenmaß walten lassen können, er tat es nicht und pfiff anschließend die 22 Akteure in die Kabinen.
Die zweite Halbzeit geht nach dem Wiederanpfiff Minute für Minute an die Nordhäuser, trotz Unterzahl. Sie kämpfen und rennen, sie schlagen die Bälle aber auch immer wieder planlos in den leeren Raum. Also fasst sich Kapitän Sven Pistorius ein Herz und zieht in der 50. Minute trocken ab, den Schuss kann Behnke im Gothaer Tor abwehren.
Dann – in der 66. Minute – ein Konter der Gäste. Pufe rennt wie ein Wiesel in Richtung Wacker-Tor. Das wurde von Finsterbusch verlassen, der als zweiter den Ball erreicht, etwa 30 Meter vor seinem eigenen Tor. Finsterbusch wird überlaufen, Pufe flanke nach innen und dort steht Staude, der eiskalt zum 2:1 aus Gästesicht erhöht.
Zwei Minuten wird Ciesla gegen Nico Steinberg ausgewechselt. Beim nächsten Nordhäuser Angriff rennt Pistorius in die gegnerische Hälfte, bedient mustergültig Lars Pohl, der im Strafrau Stephan Hoffmann sieht. Dessen Schuß prallt vom linken Innenposten ins Tor. Wacker hat gekämpft und den Ausgleicht verdient.
Danach häufen sich die Merkwürdigkeiten bei Schiedsrichter Östreich. Eine davon soll sich als besonders fatal erweisen. Ein unberechtigter Freistoß in der 82. Minute wird ausgeführt, wieder gewinnt ein Gothaer (in diesem Fall Scheidler) das Kopfballduell. Den Ball machen sich die Nordhäuser Finsterbusch und Taute streitig, das Leder liegt jedoch zum 2:3 im Nordhäuser Tor. Da war die Moral der Nordhäuser gebrochen. Das vierte Tor für die Gothaer in der 88. ist nur noch Formsache. Fast logisch: Bärwolf erzielt es per Kopf.
Was bleibt? Kein Geschenk für die Fans, dafür viel Kampfgeist und Kondition. Doch das allein wird nicht ausreichen, um letztlich das in dieser Woche vom Präsidium formulierte Ziel zu erreichen. Wacker ist bislang in dieser Saison nur Mittelklasse.
Peter-Stefan Greiner


