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So, 11:36 Uhr
25.11.2007

Versteckte Distanz

Seit gestern ist „Stimmung“ bei den Thüringer Sozialdemokraten angesagt. Der Kreis der „Putschisten“ um die Kreisvorsitzende Dagmar Becker hat Richard Dewes als Gegenkandidat zu Christoph Matschie in Position gebracht. Was aber sagen die Nordhäuser Sozis dazu?


Als einen normalen und zutiefst demokratischen Vorgang bezeichnet Andreas Wieninger die auf dem Landesparteitag in Schmalkalden angekündigte Kandidatur zum SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2009 von Richard Dewes. Jedes Mitglied habe das Recht seine Kandidatur für Positionen und Ämter anzukündigen und wahrzunehmen. Dies eben sei in Schmalkalden geschehen.

Und weiter: Auf der Landesvorstandsitzung am 6. Dezember wird der Landesvorstand darüber beraten, ob eine Entscheidung zum Spitzenkandidaten per Mitgliederbefragung oder Sonderparteitag erfolgen soll. Wichtig ist, dass eine endgültige Entscheidung über die Person schnell, also zu Beginn des kommenden Jahres, herbeigeführt und damit Klarheit für die Partei und die Öffentlichkeit geschaffen werde.

Kritischer sieht Wieninger eher, dass in der Folge ein geschlossenes Auftreten durch weitere Grabenkämpfe verhindert wird. „Ein entsprechend gutes Ergebnis bei den Wahlen 2009 um das Amt des Ministerpräsidenten für die SPD könnte somit verspielt werden“, meinte Wieniger.

Damit geht der SPD-Vorsitzende versteckt auf Distanz zu den Rebellen um Becker. Das wird natürlich auch verständlich, da Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und Bürgermeister Matthias Jendricke (beide SPD) sich in den zurückliegenden Monaten (auch mal per Brief) klar zu Matschie bekannt haben.

Dass gerade Richard Dewes nun in Position gebracht wird, zeigt natürlich auch das Dilemma, in dem die Thüringer SPD steckt. Für Spitzenpositionen gibt es einfach zu wenig Personal. Andererseits funktionierte unter Christoph Matschies Führung auch das Niederhalten von jüngeren Hoffnungsträgern. Das ist verständlich, denn auf gleicher Augenhöhe braucht kein Parteivorsitzender ein anderes Parteimitglied. Es könnte ja mal Gegenkandidat werden...
Autor: nnz

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