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So, 18:05 Uhr
18.11.2007

Zitterpartie an der Wartburg

Trotz einer starken Leistung musste die Handballer des Nordhäuser SV am Ende noch Zittern. Keine zwei Minuten länger und der Sieger hätte auch der Verlierer sein können...


Das war ein riesen Brocken, welcher dem NSV nach dem Schlusspfiff von den Schultern gefallen ist. Konnten sie doch den Tabellenzweiten, ThSV Eisenach III , mit einem 35:33 die erste Heimniederlage der Saison abringen.

Es war für die Nordhäuser ein so genanntes Vier-Punktespiel. Nach der unnötigen Niederlage in Treffurt gegen Schnellmannshausen, musste verlorengegangener Boden gegen ein Topteam der Liga wieder gewonnen werden. Nachdem am vergangenen Wochenende Wutha Farnroda schon rasiert wurde, wollten die Südharzer die Punkte auch von der Wartburg mitnehmen.

Mit dem Wissen um die Bedeutung der Partie, begannen beide eher reserviert. Der erste Treffer wurde durch einen verwandelten Strafwurf der Gastgeber erzielt. Danach zogen diese das Tempo an und gingen nach dem Ausgleich (1:1) mit 3:1 in Führung. Typisch für den weiteren Spielverlauf, das verspielen von klaren Führungen. Der NSV glich aus (3:3) und die Gastgeber enteilten wieder auf 6:3, wiederholter Ausgleich beim 6:6. Nach dem 9:9 konnten die Südharzer erstmals mit 9:10 in Führung gehen.

Der Ausgleich kam postwendend, verbunden mit einem 12:10 Rückstand. Gleiches Bild in den Folgeminuten, Ausgleich zum 12:12 und die 12:13 Führung. Mit dem Treffer zum 13:13 verloren die Südharzer plötzlich Spielanteile. Der ThSV nutzte das konsequent und enteilte auf 17:13. Einziges Gegenmittel, eine Auszeit in der 23. Spielminute. Mit klarer Ansage von der Bank versuchte der NSV den Rückstand bis zur Halbzeit in Grenzen zu halten. Dieses Vorhaben gelang nicht nur, sie übernahmen sogar die Initiative und holten Tor um Tor auf. David Meitzner war es vorbehalten den Ausgleich kurz vor Halbzeit (18:18) zu erzielen. Als dann auch noch das 18:19 fiel stand die Halle Kopf.

Mit diesem Spielstand wurden die Seiten gewechselt. Aber auch zu Beginn der zweiten Halbzeit fanden die Eisenacher nicht zu ihrem Spiel. Ungewohnte Schwächen der Gastgeber in Angriff und Abwehr konnten der NSV für sich nutzen. Ohne wirklich spielbestimmend zu sein, baute sie den Vorsprung über die Stationen 20:23 bis auf 26:31 aus. Es drohte die erste Heimniederlage der Eisenacher. Es kam noch schlimmer, sie mussten den NSV bis auf 28:35 ziehen lassen.

Das Spiel schien entschieden, das dachte wohl auch die Nordhäuser Spieler. Folge, der NSV holte Eisenach wieder ins Spiel zurück. Die jungen Akteure des Gastgebers überrannten in den Schlussminuten die Deckung des NSV und verkürzten Angriff um Angriff. Und die Nordhäuser? Ihre Angriffsbemühungen, so denn sie zu erkennen, gingen ins Leere. Der Vorsprung schmolz und schmolz bis auf 33:35, ehe sie durch den Schlusspfiff erlöst wurden.

Am Ende ein verdienter Sieg des NSV, in der ehrwürdigen Jahnhalle. Ausschlaggebend war neben einem starken Torhüter Sören Ahlert, die Torgefährlichkeit der gesamten Mannschaft mit der Torfabrik Stefan Fuhrmann im Rücken. Es schien als hätten die jungen Spieler vom Sportinternat des ThSV, noch nichts vom Torschützenkönig der letzten Jahre gehört. In der letzten Begegnung noch 60 Spielminuten mit Manndeckung versehen, ließen ihn die Eisenacher gewähren. Eine folgenschwere Fehlentscheidung, wollten sie doch den NSV Angriff mit einem geschlossenen Abwehrriegel aufhalten. Sie ließen die Nordhäuser Torfabrik schalten und walten und kassierten dafür 14 Treffer.

Während beim ThSV das Spiel auf zwei Schultern ruhte, überzeugte der NSV durch Geschlossenheit. Bis auf Sebastian Kreutz, der nach seiner Verletzung noch nicht ganz der Alte ist, erzielten alle Spieler Treffer. Anzumerken ist noch die jederzeit faire Spielweise aller Akteure. So wurden nur 7 Zeitstrafen von dem guten Schiedsrichtergespann aus Erfurt verteilt.

Nach der Pause am kommenden Wochenende, beginnt das Restprogamm gegen BW Goldbach /Hochheim II. Gegen die Topteams haben die Nordhäuser bereits gespielt und liegen mit einem Spiel Rückstand nur einem Punkt hinter einem Podiumsplatz.

Karsten Scholz/ Sören Ahlert/ Stefan Fuhrmann 14/ Marco Bialkowski 1/ Christian Gehr 1/ Michael Spieß 4/ Sebastian Kreutz/ Christian Flötling 2/ Holger Kühne 1/ Marco Holznagel 3/ Tino Beßin 2/ Marcel Effenberger 4/ David Meitzner 3
Autor: nnz

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