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Do, 13:45 Uhr
21.03.2002

Konzert mit außergewöhnlichem Duo

Nordhausen (nnz). Nicht nur Freunde exzellenter Folkmusik sollten sich den Ostersonntag vormerken. Nur der Ort des Konzertes ist in diesem Fall etwas außergewöhnlich.


Das Konzert am Ostersonntag um 20 Uhr im St.- Jakob-Heim wird vom Kulturamt der Stadt Nordhausen in freundlicher Zusammenarbeit mit dem „St. Jakob“-Heim organisiert. Aufgrund der begrenzten Platzkapazität sei an dieser Stelle noch einmal auf die Vorverkaufsstellen im Buchhaus Rose und im „Neuen Rathaus“, Bürgerservice, hingewiesen

Rodney Cordner und Jean-Pierre Rudolph versprechen eine eigenwillige irisch-französische Freundschaft und vor allem ein Konzerterlebnis der Extraklasse. Als einen der „besten lebenden Instrumentalisten der Welt“ hat man das französische Multitalent J.-P. Rudolph schon bezeichnet. Doch der lehnt bescheiden solche Superlative ab. Dennoch ist seine Virtuosität auf acht Instrumenten verblüffend und sein Zusammenspiel mit dem irischen Liedermacher Rodney Cordner perfekt. Seit zwei Jahrzehnten musizieren die beiden gemeinsam und haben in der modernen Folkgeschichte der keltisch-irischen Musik unauslöschbare Spuren hinterlassen.

Dabei überspringen sie immer wieder die Genregrenzen und scheuen weder rockige noch jazzige Elemente in ihrem Repertoire. Instrumente werden auf nie geahnte Art eingesetzt und das Publikum kommt aus dem Staunen nicht heraus, wenn die Geige wie eine Mandoline gezupft oder die Mandoline wie eine irische Handtrommel geschlagen wird. Cordners Lieder sprechen inzwischen die Iren mehr an, als die Klage über irgendeine verlorene Schlacht vor Hunderten von Jahren. Er singt auch über die irische Geschichte, aber in einem modernen Kontext mit realem Gegenwartsbezug.

Begleitend zum Konzert wird eine Ausstellung handgewebter Produkte aus Naturfasern wie Wolle und Leinen zu sehen sein, die in einer der letzten beiden produktiv arbeitenden Handwebereien Nordirlands (die auch als Hostel legendäre Flaxmill bei Dungiven) hergestellt wurden. Als Tourbegleiter fährt der Begründer der unabhängigen Jugendherbergen in Nordirland „Hermann the German“ mit den Musikern durch die Lande. Ein Mann, der in den Siebzigern den Irish Folk nach Deutschland holte und auch heute noch für absolute Qualität bürgt. Den Nordhäuser Irland-Fans dürfte er ein Begriff sein, denn an einem Aufenthalt in der Flaxmill führt für Insel-Touristen kaum ein Weg vorbei.
Autor: nnz

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