Do, 14:49 Uhr
01.11.2007
Hass vernichtet!
Nordhausen (nnz). Was hat diese Überschrift mit der in diesem Monat anstehenden Friedensdekade zu tun? Wir haben die Antwort...
Im Rahmen der diesjährigen Friedensdekade vom 11. - 21. November kommt die Ausstellung "Hass vernichtet" von Irmela Schramm nach Nordhausen in die Frauenbergkirche. Irmela Schramm aus Berlin ist bundesweit bekannt gewordenen durch ihre Aktionen zur Beseitigung von Hass und Nazi-Parolen.
Seit 17 Jahren entfernt Irmela Mensah Schramm, mit Spachtel und Bürste, Nazischmierereien und Hassparolen von Wänden, Stromkästen oder aus Fußgängertunneln. Die ehemalige Pädagogin und heutige Rentnerin, aus Berlin räumt mit ihren unkonventionellen Putzaktionen auf. Zuerst sporadisch, dann immer mehr gezielt und kontinuierlich ging Irmela Mensa Schramm gegen die Nazi-Schmierereien vor. Angst hat sie dabei keine, auch wenn sie neben Zustimmung oft auch auf Ablehnung stößt.
So wurde sie zwar bereits mehrfach für ihr Engagement ausgezeichnet, erhielt aber auch zahlreiche Anzeigen wegen Sachbeschädigung, die allerdings alle wieder eingestellt wurden. Laut Irmela Mensah-Schramm sind die Nazi-Schmiererein bereits eine Sachbeschädigung und eine beschädigte Sache kann man nicht noch mehr beschädigen.
Außerdem könne das Übermalen wieder repariert werden, die Menschenwürde, die durch die Hasssprüche und -symbole verletzt wird jedoch nicht. Um auch andere Menschen aufzurütteln, fotografiert und dokumentiert sie die Aufkleber und Graffiti, bevor sie entfernt. Fast 10.000 Fotos hat sie mittlerweile gesammelt.
Ausgewählte Fotografien, Beschreibungen und eine Dokumentation der Fundorte wurden von Frau Schramm zu einem Ausstellungsprojekt zusammengestellt. Die Ausstellung wird in der Zeit der Friedensdekade an den Wochentagen immer von 9.00 - 12.00 Uhr geöffnet sein. Samstags und sonntags kann sie von 18.00 - 20.00 Uhr besichtigt werden. Schulklassen und Gruppen die außerhalb dieser Zeiten kommen wollen, können sich im Gemeindebüro unter 984168 anmelden.
Autor: nnzIm Rahmen der diesjährigen Friedensdekade vom 11. - 21. November kommt die Ausstellung "Hass vernichtet" von Irmela Schramm nach Nordhausen in die Frauenbergkirche. Irmela Schramm aus Berlin ist bundesweit bekannt gewordenen durch ihre Aktionen zur Beseitigung von Hass und Nazi-Parolen.
Seit 17 Jahren entfernt Irmela Mensah Schramm, mit Spachtel und Bürste, Nazischmierereien und Hassparolen von Wänden, Stromkästen oder aus Fußgängertunneln. Die ehemalige Pädagogin und heutige Rentnerin, aus Berlin räumt mit ihren unkonventionellen Putzaktionen auf. Zuerst sporadisch, dann immer mehr gezielt und kontinuierlich ging Irmela Mensa Schramm gegen die Nazi-Schmierereien vor. Angst hat sie dabei keine, auch wenn sie neben Zustimmung oft auch auf Ablehnung stößt.
So wurde sie zwar bereits mehrfach für ihr Engagement ausgezeichnet, erhielt aber auch zahlreiche Anzeigen wegen Sachbeschädigung, die allerdings alle wieder eingestellt wurden. Laut Irmela Mensah-Schramm sind die Nazi-Schmiererein bereits eine Sachbeschädigung und eine beschädigte Sache kann man nicht noch mehr beschädigen.
Außerdem könne das Übermalen wieder repariert werden, die Menschenwürde, die durch die Hasssprüche und -symbole verletzt wird jedoch nicht. Um auch andere Menschen aufzurütteln, fotografiert und dokumentiert sie die Aufkleber und Graffiti, bevor sie entfernt. Fast 10.000 Fotos hat sie mittlerweile gesammelt.
Ausgewählte Fotografien, Beschreibungen und eine Dokumentation der Fundorte wurden von Frau Schramm zu einem Ausstellungsprojekt zusammengestellt. Die Ausstellung wird in der Zeit der Friedensdekade an den Wochentagen immer von 9.00 - 12.00 Uhr geöffnet sein. Samstags und sonntags kann sie von 18.00 - 20.00 Uhr besichtigt werden. Schulklassen und Gruppen die außerhalb dieser Zeiten kommen wollen, können sich im Gemeindebüro unter 984168 anmelden.

