eic kyf msh nnz uhz tv nt
Do, 11:55 Uhr
01.11.2007

Naturpark bald komplett

Nordhausen (nnz). Niedersachsen hat ihn schon seit 1960, Sachsen-Anhalt seit 2003. Die Länder kommen gut damit zurecht. Nun will sich Thüringen mit dem Naturpark Südharz anschließen.

Stadt und Landkreis arbeiten gemeinsam am Naturpark Südharz. Schon seit 1990 liegt ihnen das Projekt am Herzen. Da aber der Harz für Thüringen nur eine untergeordnete Rolle spielt, dauerte es 17 Jahre bis zur Umsetzung eines eigenen Parks in der Region.

32.250 Hektar könnte der Naturpark umfassen. Ein großer Teil des Landkreises wird davon abgedeckt. Als Grenzen sind die Ländergrenzen Thüringens, sowie die B243 und die B80 im Süden gedacht. 10.000 Euro Fördermittel für diese Planung stehen bereit. Es sollen vom Tourismusverband vier Projekte ausgearbeitet werden, die der Förderung des Fremdenverkehrs dienen, dem Naturschutz aber nicht zuwiderlaufen.

Ein Naturpark ist kein Nationalpark. Der Schutz der Natur steht zwar im Vordergrund, aber nicht an oberster Stelle. Ziele sind unter anderem die Förderung naturnaher Land- und Forstwirtschaft, die Vermarktung regionaler Produkte und der Erhalt von Bau- und Bodendenkmalen. Als Beispiele wurden hier die Ruine Ebersburg und die zahlreichen Erdfälle im Alten Stollberg genannt. Des weiteren soll die Umweltbildung gefördert werden.

Wanderern werden bessere Wege versprochen, aber keine breiten Schneisen im Wald. Zudem soll eine gesetzliche Verpflichtung zur Wiederherstellung der Pfade dafür sorgen, daß die Spuren der Forstarbeiten nicht bis in alle Ewigkeit sichtbar sind und die Leute zu „alpinen Wanderungen schon nahe Steigerthal nötigen“ wie Oberbürgermeisterin Barbara Rinke scherzte.

Im Normalfall entstehen die Geoparks aus den Naturparks. In Nordthüringen lief das anders herum. Viele Firmen ständen der Idee positiv gegenüber, so daß in den letzten 1,5 Jahren 200 Fördermitglieder geworben worden.

Ein anderer Vorschlag wäre die Schaffung eines Biosphärenreservates gewesen. Doch so weit ist man noch nicht, vielleicht in zehn oder mehr Jahren. „Wir als Landkreis haben uns klar für den Naturpark positioniert.“ Sagte Landrat Joachim Claus. Erstmals wurde eine Haushaltsnummer dafür zugewiesen. „Und das ist schon viel wert in unserer heutigen Bürokratie.“

Die Tourismusorganisationen der einzelnen Orte und Gemeinden werden in die Planung mit einbezogen. Träger des Naturparks soll dann der Regionalverband Harz werden, der auch in den anderen beiden Bundesländern zuständig ist. 2008 kann der Naturpark Südharz kommen, dann ist endlich die Lücke zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt geschlossen. Das soll sich auch auf die Qualität der Wanderwege auswirken.
Autor: wf

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)