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Mo, 12:07 Uhr
11.03.2002

nnz-Forum: Privat verfolgt?

Nordhausen (nnz). nnz-Leser Volker Theuerkauf beschäftigt sich seit Monaten mit dem Schulessengeld. In einem Beitrag im nnz-Forum nimmt er dazu noch einmal Stellung.


Sehr geehrtes Team der nnz,

die Berichterstattung in Ihrem Beitrag "carpe diem", vom 06.03.02, zum Thema "Essengeldzuzahlung an den Grund- und Regelschulen der Stadt Nordhausen" ist als mein "privates Dauerthema" etwas unglücklich formuliert. Der Sachverhalt wird zwar von mir scheinbar privat verfolgt, entbehrt aber nicht an Öffentlichkeit, denn dem Kreiselternsprecher der städtischen Grund- und Regelschulen, Sven Lutze, war diese Problematik von Anfang an bekannt. Warum sich die Kreiselternvertretung bisher mit diesem Thema nicht identifizierte, ist nicht nachvollziehbar und läßt Raum für Spekulationen.

Fehlende bzw. einseitige Information seitens des Kreiselternsprechers und der Verwaltung an die Elternsprecher der Schulen, wäre möglicherweise eine Erklärung, warum bisher eine Mehrheit der betroffenen Eltern, die Erhöhung widerspruchslos nur zur Kenntnis nehmen muß. Unklar bleibt darüber, warum Herr Lutze nicht nur als Kreiselternsprecher, sondern auch als Mitglied der CDU, somit der Oppositionspartei im Stadtrat Nordhausen, bisher keine Kritik für die Erhöhung übrig hatte.

Fakt ist, dass die Zuzahlung der Eltern an den Grund- und Regelschulen bis heute einem Preisvergleich nicht standhält. Sowohl in Bezug auf freie Träger, als auch im staatlichen Bereich, z.B. im Vergleich zum Landkreis Nordhausen, ist diese derzeit zu hoch. Zeitlich war die Erhöhung gemäß Haushaltsplanung der Stadt ebenfalls nicht notwendig, auch dies war der Kreiselternvertretung bekannt.

So liegt beispielsweise im Landkreis Kyffhäuser die Zuzahlung nach einer Erhöhung ab 01.01.2002 immer noch unter 3 DM bzw. 1,53 EURO, obwohl künftige Preiserhöhungen sicher nicht auszuschließen sind. Erstaunt und überrascht zugleich bin ich aber nach wie vor über die Leichtigkeit, mit der eine öffentliche Verwaltung in der Lage ist, dem Bürger, hier den Eltern, das Geld ohne nennenswerten Widerspruch aus der Tasche zu ziehen, ohne dafür rechtlich und sachlich eine nachprüfbare Begründung vorgelegt zu haben.

Das die Stadtverwaltung Nordhausen und die politisch Verantwortlichen, angefangen von der Oberbürgermeisterin über Klaus Wahlbuhl als zuständigen Bürgermeister, haben bisher wenig für die endgültige Aufklärung des Sachverhaltes getan hat, gibt mir zu denken. Insbesondere dann, wenn bekannt ist, aus welcher Partei diese Personen für ihr Amt nominiert wurden. Deren Erinnerung daran scheint verloren.
Volker Theuerkauf, Steigerthal

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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