Sa, 09:12 Uhr
09.03.2002
JS-Special: Studientrends
Nordhausen (nnz). Naturwissenschaftliche Studiengänge sind bei den Studienanfängern in Deutschland immer weniger gefragt. Eine Einschätzung dazu in der nnz.
Den Trend bestätigt eine neue Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft am Donnerstag vorstellte. Der Anteil der Erstsemester in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ist demnach von 39 Prozent im Jahr 1991 auf 36 Prozent im Jahr 2000 gesunken. Hätte Informatik in diesem Zeitraum nicht so einen starken Zulauf verzeichnet, dann wäre dieser Wert sogar auf 27 Prozent gefallen. Im Jahr 2000 hatten sich 27.612 Erstsemester für Informatik entschieden - drei Mal mehr als zehn Jahre zuvor.
Für Mathematik, Physik, Chemie und Biologie schrieben sich jeweils etwa 25.000 Studienanfänger ein. Für Ingenieurstudiengänge wie Maschinenbau oder Elektrotechnik interessierten sich im Jahr 2000 insgesamt 53.000 Studienanfänger. Insgesamt entscheiden sich nur noch 17 Prozent der Erstsemester für ein technisches Studium - 1991 waren es noch 23 Prozent.
Eine zum Teil völlig andere Entwicklung wurde dagegen ebenfalls am Donnerstag von der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) für zulassungsbeschränkte Studiengänge gemeldet. Diese nahmen danach im Jahr 2002 deutlich zu. Vor allem die Studiengänge Betriebswirtschaft (plus 14,9 Prozent), Biologie (plus 30,2 Prozent) und Jura (plus 15,3 Prozent) seien stärker gefragt als noch ein Jahr zuvor. Insgesamt seien mehr als 37.000 Anträge bei der ZVS eingegangen, gut 2000 mehr als im vergangenen Sommersemester. Zulassungsbescheide gingen bisher an rund 17.700 Bewerber. Wenn feststeht, welche der Zugelassenen sich auch tatsächlich eingeschrieben haben, werden die dann noch verfügbaren Studienplätze im Nachrückverfahren an zuvor abgelehnte Bewerber vergeben. Diese Bescheide werden am 28. März verschickt.
Die ZVS vergibt bundesweit die Zulassungen für die Fächer Betriebswirtschaft, Biologie, Lebensmittelchemie, Medizin, Pharmazie, Psychologie, Rechtswissenschaft und Tiermedizin.
Autor: nnzDen Trend bestätigt eine neue Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft am Donnerstag vorstellte. Der Anteil der Erstsemester in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ist demnach von 39 Prozent im Jahr 1991 auf 36 Prozent im Jahr 2000 gesunken. Hätte Informatik in diesem Zeitraum nicht so einen starken Zulauf verzeichnet, dann wäre dieser Wert sogar auf 27 Prozent gefallen. Im Jahr 2000 hatten sich 27.612 Erstsemester für Informatik entschieden - drei Mal mehr als zehn Jahre zuvor.
Für Mathematik, Physik, Chemie und Biologie schrieben sich jeweils etwa 25.000 Studienanfänger ein. Für Ingenieurstudiengänge wie Maschinenbau oder Elektrotechnik interessierten sich im Jahr 2000 insgesamt 53.000 Studienanfänger. Insgesamt entscheiden sich nur noch 17 Prozent der Erstsemester für ein technisches Studium - 1991 waren es noch 23 Prozent.
Eine zum Teil völlig andere Entwicklung wurde dagegen ebenfalls am Donnerstag von der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) für zulassungsbeschränkte Studiengänge gemeldet. Diese nahmen danach im Jahr 2002 deutlich zu. Vor allem die Studiengänge Betriebswirtschaft (plus 14,9 Prozent), Biologie (plus 30,2 Prozent) und Jura (plus 15,3 Prozent) seien stärker gefragt als noch ein Jahr zuvor. Insgesamt seien mehr als 37.000 Anträge bei der ZVS eingegangen, gut 2000 mehr als im vergangenen Sommersemester. Zulassungsbescheide gingen bisher an rund 17.700 Bewerber. Wenn feststeht, welche der Zugelassenen sich auch tatsächlich eingeschrieben haben, werden die dann noch verfügbaren Studienplätze im Nachrückverfahren an zuvor abgelehnte Bewerber vergeben. Diese Bescheide werden am 28. März verschickt.
Die ZVS vergibt bundesweit die Zulassungen für die Fächer Betriebswirtschaft, Biologie, Lebensmittelchemie, Medizin, Pharmazie, Psychologie, Rechtswissenschaft und Tiermedizin.


