Fr, 18:59 Uhr
26.10.2007
Paradies auf Kies
Nordhausen (nnz). Manchmal entstehen kleine Paradiese grade da, wo sie keiner vermuten, auf alten Industriebrachen beispielsweise. Ein heute ausgezeichneter Ort wird eigentlich erst aus einer anderen Perspektive interessant.
Um das Beste zu sehen, was der Sundhäuser See zu bieten hat, muß man sich unter die Wasseroberfläche begeben. Zwei Boote hat Dr. Wolfgang Tröger dort bereits versenkt. Keine billige Müllentsorgung, sondern ein Lebensraum der ungewöhnlichen Art entsteht darin. Sehen werden diese neue Welt die meisten Nordhäuser wohl nicht. Das bleibt Leuten mit Tauchschein vorbehalten. Aber das Außengelände ist auch nicht zu verachten.
Aus dem ehemaligen Kiestagebau am Sundhäuser See wurde ein Naherholungsgebiet mit touristischem Wert. Dafür gab es heute eine Auszeichnung vom Gesprächskreis Baurohstoffe, der sich seit drei Jahren um Verständigung zwischen Industrie und Naturschutz im Landkreis sieht. Landschaften aus zweiter Hand heißt der Preis, der besonders gelungene Renaturierungen auszeichnet. Steinmetz Michael Kleffel aus Roßla gestaltete die zwei Skulpturen, die den beiden Preisträgern von Landrat Joachim Claus überreicht worden.
Bis 1998 baute die Firma TiRo Neu GmbH in der Nähe des Einrichtungsmarktes Domäne Kies ab. Besonders attraktiv für Gäste war das Industriegebiet danach nicht. Es mußte was getan werden. 2004/2005 reichten Wolfgang Tröger und TiRo einen Nachnutzungsplan für das Areal ein. Das Bergamt, die untere Naturschutzbehörde und die Stadt Nordhausen als Eigentümerin der Fläche stimmten dem Plan, der Schaffung einer Tauchbasis, zu.
Aus einer ehemaligen Lagerhalle der TiRo Neu GmbH entstand die Basis, wo es Tauchartikel zu kaufen gibt und Kurse abgehalten werden. Die Sportler können zudem ihre Druckluftflaschen am Kompressor füllen lassen. Sanitärräume und seit neustem ein kleines Bistro runden das Angebot für die immer größer werdende Fangemeinde des Unterwassersports ab. Wolfgang Tröger hat noch mehr Ideen. Teile der Lagerhalle stehen derzeit leer. Da könnte eine kleine Taucherpension entstehen. Gäste, die gern länger bleiben würden, hat er im Sommer genug. 150 kommen täglich, zumindest an den Wochenenden. Nicht allen genügt ein Stellplatz fürs Wohnmobil.
In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Basis etabliert. In Tauchereinstiege und Ausbildungsplattformen unter Wasser wurde genauso investiert wie in eine Bepflanzung des Geländes. 150.000 Euro wurden dafür ausgegeben. Zwei Arbeitsplätze konnten entstehen.
Taucher aus ganz Deutschland sind begeistert von dem rund 30 Meter tiefen See. Das Wasser ist so klar wie sonst fast nirgends. Besonders im Winter lohne sich ein Ausflug in die Unterwasserwelt, passende Ausrüstung vorausgesetzt, sagte Wolfgang Tröger. Damit die Verwirrungen über die Bezeichnung Tauchsport Sondershausen bald beendet sind, strebt er eine baldige Umbenennung in Tauchzentrum Nordhausen an. Gemeinsam mit TiRo Chef Niels Neu freute er sich über die Auszeichnung für die zusammen erarbeitete Landschaft aus zweiter Hand.
Autor: wfUm das Beste zu sehen, was der Sundhäuser See zu bieten hat, muß man sich unter die Wasseroberfläche begeben. Zwei Boote hat Dr. Wolfgang Tröger dort bereits versenkt. Keine billige Müllentsorgung, sondern ein Lebensraum der ungewöhnlichen Art entsteht darin. Sehen werden diese neue Welt die meisten Nordhäuser wohl nicht. Das bleibt Leuten mit Tauchschein vorbehalten. Aber das Außengelände ist auch nicht zu verachten.
Aus dem ehemaligen Kiestagebau am Sundhäuser See wurde ein Naherholungsgebiet mit touristischem Wert. Dafür gab es heute eine Auszeichnung vom Gesprächskreis Baurohstoffe, der sich seit drei Jahren um Verständigung zwischen Industrie und Naturschutz im Landkreis sieht. Landschaften aus zweiter Hand heißt der Preis, der besonders gelungene Renaturierungen auszeichnet. Steinmetz Michael Kleffel aus Roßla gestaltete die zwei Skulpturen, die den beiden Preisträgern von Landrat Joachim Claus überreicht worden.
Bis 1998 baute die Firma TiRo Neu GmbH in der Nähe des Einrichtungsmarktes Domäne Kies ab. Besonders attraktiv für Gäste war das Industriegebiet danach nicht. Es mußte was getan werden. 2004/2005 reichten Wolfgang Tröger und TiRo einen Nachnutzungsplan für das Areal ein. Das Bergamt, die untere Naturschutzbehörde und die Stadt Nordhausen als Eigentümerin der Fläche stimmten dem Plan, der Schaffung einer Tauchbasis, zu.
Aus einer ehemaligen Lagerhalle der TiRo Neu GmbH entstand die Basis, wo es Tauchartikel zu kaufen gibt und Kurse abgehalten werden. Die Sportler können zudem ihre Druckluftflaschen am Kompressor füllen lassen. Sanitärräume und seit neustem ein kleines Bistro runden das Angebot für die immer größer werdende Fangemeinde des Unterwassersports ab. Wolfgang Tröger hat noch mehr Ideen. Teile der Lagerhalle stehen derzeit leer. Da könnte eine kleine Taucherpension entstehen. Gäste, die gern länger bleiben würden, hat er im Sommer genug. 150 kommen täglich, zumindest an den Wochenenden. Nicht allen genügt ein Stellplatz fürs Wohnmobil.
In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Basis etabliert. In Tauchereinstiege und Ausbildungsplattformen unter Wasser wurde genauso investiert wie in eine Bepflanzung des Geländes. 150.000 Euro wurden dafür ausgegeben. Zwei Arbeitsplätze konnten entstehen.
Taucher aus ganz Deutschland sind begeistert von dem rund 30 Meter tiefen See. Das Wasser ist so klar wie sonst fast nirgends. Besonders im Winter lohne sich ein Ausflug in die Unterwasserwelt, passende Ausrüstung vorausgesetzt, sagte Wolfgang Tröger. Damit die Verwirrungen über die Bezeichnung Tauchsport Sondershausen bald beendet sind, strebt er eine baldige Umbenennung in Tauchzentrum Nordhausen an. Gemeinsam mit TiRo Chef Niels Neu freute er sich über die Auszeichnung für die zusammen erarbeitete Landschaft aus zweiter Hand.


