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Mi, 19:54 Uhr
06.03.2002

Auf dem Weg zum neuen Leitbild

Nordhausen (nnz). Einen breiten Raum innerhalb der Informationen von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) nahm die Teilnahme der Stadt am Wettbewerb Stadtumbau Ost ein. Welche Auswirkungen damit verbunden sind, das hat die nnz erfahren.


Der Bundeswettbewerb Stadtumbau Ost würde der Stadt Nordhausen quasi die Tür in die „vierte Dimension“ öffnen. Das Mitmachen müsse dazu dienen, die gesamte Entwicklung der Rolandstadt umzukrempeln. Häuser abreißen, Freiflächen schaffen, Wohngebiete neu entwickeln, den Flächennutzungsplan - dieses planerische Heiligtum - ändern und neu beschließen, über die Gebietsreform diskutieren - einigen Stadträten schien es schwindlig zu werden. Ein Ausruhen werde es künftig nicht geben, mahnte Rinke an. Vorbei sei die Zeit vieler Arbeitsgruppen, jetzt soll es eine 60köpfige Gruppe geben, die sich mit allem beschäftigen soll. Stadtumbau als „Arbeitsbeschaffungsmaßnahme“ für Volksvertreter. Drei Workshops sollen nicht nur Raum für Gedanken und Diskussionen geben, sie sollen auch die Marschrichtung festlegen.

Der Stadtumbau Nordhausen könnte, so riß es Rinke ganz vorsichtig an, Auswirkungen auf die künftige Gebietsstruktur in Nordthüringen haben. Sind wir eigentlich noch auf dem Weg zum Oberzentrum, oder müssen wir abbiegen? Wird es künftig einen großen oder einen kleinen Landkreis Nordhausen geben? Diese Themen sollen sich zu den Workshops denn auch gleich mal die kommunalen Vertreter des Kyffhäuserkreises oder der Stadt Sondershausen zu Gemüte führen. Oder geht der Großkreis doch eher in Richtung Eichsfeld, wie es der Führungsetage der Kreishandwerkerschaft vorschwebt?

Ein Vertreter der CDU-Fraktion bezog zwar eine positive Stellung zu den „Provokationen“ der Oberbürgermeisterin, er mahnte aber auch an, nicht an den Menschen dieser Stadt vorbei zu planen. „Die bisherigen Infrastrukturmaßnahmen trafen nicht immer auf die Akzeptanz der Bürger“, meinte der Christdemokrat.
nnz wird morgen noch ausführlicher auf den Umbau der Stadt eingehen.
Autor: nnz

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