Mi, 19:53 Uhr
06.03.2002
Unterschlupf im "carpe diem" gesucht
Nordhausen (nnz). Wegen Platzmangels ging heute in der ehemaligen Stadtterrasse die Sitzung des Nordhäuser Stadtrates über die Fläche, auf der zu DDR-Zeiten die Tanzbeine geschwungen wurden. Statt Bewegungstherapie war eine lange Sitzung angesagt. Über was sich die Stadträte ihre Köpfe zerbrachen, das hat die nnz aufgeschnappt.
Nach der Begrüßung gab es denn auch erst mal eine Verabschiedung. Seit 1990 wirkte Ernst-Günther de la Motte nicht nur in der PDS-Fraktion, sondern auch in den verschiedensten Gremien: Erst Stadtverordnetenversammlung, dann Stadtrat. Stets war der jetzt 75jährige ein mitunter streitbarer, aber stets auch konstruktiver und sachbezogener Wegbegleiter der Geschicke dieser Stadt. Vertreter aller Fraktionen lobten seine Arbeit in den zurückliegenden zwölf Jahren. De la Motte selbst versprach den Stadträten, auch künftig als berufener Bürger im Werksausschuß seine mögliche Kraft für die Bürger dieser Stadt einzusetzen. Für Ernst-Günther de la Motte rückt Michael Samel in den PDS-Fraktion nach.
Dann aber ging es richtig zur Sache. Zuerst in der Bürgerfragestunde. Das Podium Stadtrat nutzte denn auch gleich Volker Theuerkauf aus Steigerthal, um auf sein privates Dauerthema Essengeld aufmerksam zu machen. Er wollte noch einmal wissen, aus welcher Kosten- oder Haushaltsstelle denn die Gelder für die Zuschüsse zur Schulspeisung verwendet werden. Eine schriftliche Antwort wurde ihm zugesichert, wieder einmal.
Ein weiteres Thema eines Bürgers aus Sundhausen war die künftige maschinelle Straßenreinigung in diesem Nordhäuser Ortsteil. Die soll es nämlich nach dem Willen der dortigen Bürger nicht geben. Eine Befragung aller Haushalte hätte ergeben, dass 95 Prozent ihre Straßenabschnitte selbst kehren und beräumen wollen. Die Lage ist für einen Außenstehenden auch äußerst verworren. So soll es im vergangenen Jahr einen Beschluß zur Straßenreinigung im Ortschaftsrat gegeben haben. Daraufhin wurde in den Stadtwerken kalkuliert. Jetzt soll dieser Beschluß auf Volkes Druck wieder aufgehoben worden sein. Eine Frage innerhalb der Bürgerfragestunde stellte der Sundhäuser Redner allerdings nicht.
Fragen hatten dafür die Stadträte. So wollte Angelika Schnelle von der Demokratischen Mitte denn wissen, ob der öffentliche Spielplatz am Domino noch genutzt werden kann, wenn dort der Kindergarten aus der Spiegelstraße einzieht. Hartmut Lill (CDU) führte die Stadtverwaltung in Sachen Straßennamen vor. nnz berichtete im vergangenen Jahr über das Gezerre bei der Umbenennung von Straßennamen in Rüdigsdorf. Laut damaligen Beschluß wohnt Hartmut Lill Am Winkelberg 8. Die Stadtratspost wird aus dem Rathaus aber immer noch in die liquidierte Dorfstraße 11 geschickt. Das Eigentor der Stadtverwaltung versprach man sofort zu schließen.
Tilly Pape (CDU) mahnte an, dass einige Geschäfte am Lutherplatz nach der Umgestaltung des Terrains keinen Parkplatz mehr vor der Geschäftstür hätten. Und ihr Fraktionskollege Stefan Nüßle monierte mit Recht die Unsauberkeit auf dem Bahnhofs(vor)platz. Defekte Granitplatten, undichte Fugen, Zigaretten, Bierbüchsen und leere Schachteln ring um die Bäume wären mittlerweile das Markenzeichen des Tors der Stadt. Baudezernent Dietrich Beyse (CDU) meinte, dass jeden zweiten Tag der Platz gereinigt werde. Die Ausbesserungsarbeiten, die in den kommenden Tagen abgeschlossen sein sollen, wären teilweise Garantieleistungen.
Autor: nnz
Nach der Begrüßung gab es denn auch erst mal eine Verabschiedung. Seit 1990 wirkte Ernst-Günther de la Motte nicht nur in der PDS-Fraktion, sondern auch in den verschiedensten Gremien: Erst Stadtverordnetenversammlung, dann Stadtrat. Stets war der jetzt 75jährige ein mitunter streitbarer, aber stets auch konstruktiver und sachbezogener Wegbegleiter der Geschicke dieser Stadt. Vertreter aller Fraktionen lobten seine Arbeit in den zurückliegenden zwölf Jahren. De la Motte selbst versprach den Stadträten, auch künftig als berufener Bürger im Werksausschuß seine mögliche Kraft für die Bürger dieser Stadt einzusetzen. Für Ernst-Günther de la Motte rückt Michael Samel in den PDS-Fraktion nach.Dann aber ging es richtig zur Sache. Zuerst in der Bürgerfragestunde. Das Podium Stadtrat nutzte denn auch gleich Volker Theuerkauf aus Steigerthal, um auf sein privates Dauerthema Essengeld aufmerksam zu machen. Er wollte noch einmal wissen, aus welcher Kosten- oder Haushaltsstelle denn die Gelder für die Zuschüsse zur Schulspeisung verwendet werden. Eine schriftliche Antwort wurde ihm zugesichert, wieder einmal.
Ein weiteres Thema eines Bürgers aus Sundhausen war die künftige maschinelle Straßenreinigung in diesem Nordhäuser Ortsteil. Die soll es nämlich nach dem Willen der dortigen Bürger nicht geben. Eine Befragung aller Haushalte hätte ergeben, dass 95 Prozent ihre Straßenabschnitte selbst kehren und beräumen wollen. Die Lage ist für einen Außenstehenden auch äußerst verworren. So soll es im vergangenen Jahr einen Beschluß zur Straßenreinigung im Ortschaftsrat gegeben haben. Daraufhin wurde in den Stadtwerken kalkuliert. Jetzt soll dieser Beschluß auf Volkes Druck wieder aufgehoben worden sein. Eine Frage innerhalb der Bürgerfragestunde stellte der Sundhäuser Redner allerdings nicht.
Fragen hatten dafür die Stadträte. So wollte Angelika Schnelle von der Demokratischen Mitte denn wissen, ob der öffentliche Spielplatz am Domino noch genutzt werden kann, wenn dort der Kindergarten aus der Spiegelstraße einzieht. Hartmut Lill (CDU) führte die Stadtverwaltung in Sachen Straßennamen vor. nnz berichtete im vergangenen Jahr über das Gezerre bei der Umbenennung von Straßennamen in Rüdigsdorf. Laut damaligen Beschluß wohnt Hartmut Lill Am Winkelberg 8. Die Stadtratspost wird aus dem Rathaus aber immer noch in die liquidierte Dorfstraße 11 geschickt. Das Eigentor der Stadtverwaltung versprach man sofort zu schließen.
Tilly Pape (CDU) mahnte an, dass einige Geschäfte am Lutherplatz nach der Umgestaltung des Terrains keinen Parkplatz mehr vor der Geschäftstür hätten. Und ihr Fraktionskollege Stefan Nüßle monierte mit Recht die Unsauberkeit auf dem Bahnhofs(vor)platz. Defekte Granitplatten, undichte Fugen, Zigaretten, Bierbüchsen und leere Schachteln ring um die Bäume wären mittlerweile das Markenzeichen des Tors der Stadt. Baudezernent Dietrich Beyse (CDU) meinte, dass jeden zweiten Tag der Platz gereinigt werde. Die Ausbesserungsarbeiten, die in den kommenden Tagen abgeschlossen sein sollen, wären teilweise Garantieleistungen.


