Do, 23:03 Uhr
18.10.2007
Tanz der Heiligen
Nordhausen (nnz). Viele Veranstaltungen fanden zum 800. Geburtstag der Heiligen Elisabeth statt. Doch ihr Leben als Tanz auf die Bühne zu bringen, hat noch keiner gewagt. Erstmals gestatte das Theater Einblicke.
Den Menschen hinter der Heiligen zeigen, das war das Ziel von Kerstin Weiß. Als geborene Marburgerin kannte sie nur die Wunder Elisabeths, über die Person wußte sie nur wenig. Doch anläßlich des Jubiläums reizte es sie ein Stück auf die Bühne zu bringen.
Mitstreiter waren schnell gefunden. Seit 2004 stand man in Kontakt mit dem Komponisten und Musiker Rene Hirschfeld. Er hatte für das Lohorchester anläßlich der Landesausstellung komponiert. Für das Ballett ließ sich der Wernigeröder schnell begeistern. Er hat selbst getanzt und auch Tanz studiert. Ballettdirektorin Jutta Wörne übernahm es, die Choreographie für das Ballett zu schreiben.
Von Anfang an hatte Kerstin Weiß die Nordhäuser Kompanie vor Augen. Jedem konnte sie eine passende Rolle auf den Leib schreiben. Da paßte es gut, daß sich in diesem Jahr nichts personell verändert hat. Seit dem Sommer 2006 arbeitete sie am Libretto der Heiligen. Wichtigste Informationsquelle war dabei eine Darstellung des Dietrich von Apolda, die rund 70 Jahre nach Elisabeths Tod verfaßt worden war.
Die Musik für dieses Ballett kommt nicht vom Band. Das Lohorchester unter der Leitung Hiroaki Masudas spielt live. Auch der Generalmusikdirektor hat Erfahrung mit dem Ballett, wenn auch er nicht selbst tanzt. Mehrere Jahre spielte er bei Ballettproben Klavier, nicht das was er sich nach seinem Studium vorgestellt hatte, aber er konnte in Deutschland bleiben und zudem noch hübsche Mädchen kennenlernen, erinnerte er sich.
Inspiriert werden Kostüme und Musik von der Zeit Elisabeths. Ein Mittelalterspektakel wollte Rene Hirschfeld aber nicht komponieren. Es kommen nur die gewohnten Instrumente des Lohorchesters zum Klingen. Innere Stimmen und Visionen werden von vier Sängern dargestellt. Die Musik ist von einfachen Strukturen gekennzeichnet. Sie läßt den Tänzern Raum für Interpretationen.
Am 26. Oktober um 19.30 Uhr wird das Ballett Die Heilige uraufgeführt. Am selben Tag um 18.30 Uhr eröffnet die Ausstellung Flügelaltäre im Foyer des Theaters. Die Marburger Künstlerin Gisela Weiß hat die Altäre zum Jubiläumsjahr geschaffen. Zu sehen sein wird auch ein neues Bild. Gisela Weiß hat es nach einem Besuch der Proben zu Die Heilige geschaffen.
Autor: wfDen Menschen hinter der Heiligen zeigen, das war das Ziel von Kerstin Weiß. Als geborene Marburgerin kannte sie nur die Wunder Elisabeths, über die Person wußte sie nur wenig. Doch anläßlich des Jubiläums reizte es sie ein Stück auf die Bühne zu bringen.
Mitstreiter waren schnell gefunden. Seit 2004 stand man in Kontakt mit dem Komponisten und Musiker Rene Hirschfeld. Er hatte für das Lohorchester anläßlich der Landesausstellung komponiert. Für das Ballett ließ sich der Wernigeröder schnell begeistern. Er hat selbst getanzt und auch Tanz studiert. Ballettdirektorin Jutta Wörne übernahm es, die Choreographie für das Ballett zu schreiben.
Von Anfang an hatte Kerstin Weiß die Nordhäuser Kompanie vor Augen. Jedem konnte sie eine passende Rolle auf den Leib schreiben. Da paßte es gut, daß sich in diesem Jahr nichts personell verändert hat. Seit dem Sommer 2006 arbeitete sie am Libretto der Heiligen. Wichtigste Informationsquelle war dabei eine Darstellung des Dietrich von Apolda, die rund 70 Jahre nach Elisabeths Tod verfaßt worden war.
Die Musik für dieses Ballett kommt nicht vom Band. Das Lohorchester unter der Leitung Hiroaki Masudas spielt live. Auch der Generalmusikdirektor hat Erfahrung mit dem Ballett, wenn auch er nicht selbst tanzt. Mehrere Jahre spielte er bei Ballettproben Klavier, nicht das was er sich nach seinem Studium vorgestellt hatte, aber er konnte in Deutschland bleiben und zudem noch hübsche Mädchen kennenlernen, erinnerte er sich.
Inspiriert werden Kostüme und Musik von der Zeit Elisabeths. Ein Mittelalterspektakel wollte Rene Hirschfeld aber nicht komponieren. Es kommen nur die gewohnten Instrumente des Lohorchesters zum Klingen. Innere Stimmen und Visionen werden von vier Sängern dargestellt. Die Musik ist von einfachen Strukturen gekennzeichnet. Sie läßt den Tänzern Raum für Interpretationen.
Am 26. Oktober um 19.30 Uhr wird das Ballett Die Heilige uraufgeführt. Am selben Tag um 18.30 Uhr eröffnet die Ausstellung Flügelaltäre im Foyer des Theaters. Die Marburger Künstlerin Gisela Weiß hat die Altäre zum Jubiläumsjahr geschaffen. Zu sehen sein wird auch ein neues Bild. Gisela Weiß hat es nach einem Besuch der Proben zu Die Heilige geschaffen.


