Do, 13:10 Uhr
18.10.2007
Erneut gegen einen Aufsteiger
Nordhausen (nnz). Am kommenden Spieltag misst der FSV Wacker 90 Nordhausen mit dem dritten Aufsteiger, dem FC Union Mühlhausen, die Kräfte. Drei Punkte müssen in diesem Auswärtsspiel das Ziel sein, um sich weiter von den Abstiegsrängen zu entfernen. Der nnz-Vorbericht von Klaus Verkouter.
Was gegen Schlotheim mit 2:1 gelang, ging in Zeulenroda beim 0:1 tüchtig nach hinten los. Seit drei Punktspielen haben die Neunziger nun aber nicht mehr verloren, allerdings jeweils zwei zum Teil sehr bittere Gegentore gefangen. Glauben wir einfach mal dem Wacker-Präsidenten Detlef Zeitler, wenn er sagt: Jetzt starten wir eine Serie.
Vor 99 Jahren war ein ganz anderer Start: SV Wacker-Mars Nordhausen gegen Germania Mühlhausen lautete das erste Verbandsspiel in der Geschichte für unseren Verein. Damals siegte die Germania hier mit 5:3. Bis 1945 fanden dann gegen weitere Mühlhäuser Mannschaften (SV 1899 – den eigentlichen Vorgänger von Union – VfB, Nordstern) über ein Dutzend Vergleiche statt, zumeist Gesellschaftsspiele, wie sie einst bezeichnet wurden.
Nach 1945 traf Motor (West) in der Bezirksliga Erfurt erst 1963/1964 wieder auf einen Mühlhäuser Verein, die BSG Motor, und gewann beide Spiele klar mit 8:0 und 4:0. Neben Freundschaftsspielen gegen Post, Motor und häufiger gegen Vorwärts Mühlhausen wurde um Punkte erst wieder 1967 zwei Serien lang mit den Armeefußballern gestritten. Immer war Nordhausen der Sieger. In Mühlhausen erfolgte dann eine Fusion unter dem neuen Namen Union. Erstmals gab es 1985 eine Freundschaftsbegegnung mit ihnen. Motor Nordhausen gewann 3:1 bei Union.
2001 ging es in der Thüringenliga wieder gemeinsam um Punkte und Wacker holte in Mühlhausen in einem äußerst niveaulosen Spiel der beiden Tabellenletzten ein 1:1. Es ist wirklich erst sechs Jahre her. Mancher Akteur ist bereits in Vergessenheit geraten. Deshalb sei hier die Aufstellung erwähnt: Michael; Elle, Nebelung, Hafermalz, Ludwig; Sagareishvili, Pistorius, Wichmann; Dornhofer, Kulbacki, Kühne.
Ein Lebenszeichen mit spielerischem Glanz überschrieb eine Nordhäuser Tageszeitung das letzte Punktspiel von Wacker gegen den FC Union Mühlhausen im April 2002, das die Einheimischen im Albert-Kuntz-Sportpark sicher mit 3:0 gewannen. Das war am 22. Spieltag der Thüringenliga-Saison 2001/2002. Man lese und staune, es war der erste Heimsieg des zu Ende gehenden Spieljahres. Kulbacki, Prokosch und Elle hießen die Torschützen. Vom gegenwärtigen erweiterten Kader haben Pohl, Mook, Wenzel, Heise, Elle und Pistorius das Spiel, die grausige Saison und folgerichtig den Abstieg miterlebt.
Es hätte nach dem spielerisch und kämpferisch guten 3:2-Erfolg über den Erzfeind Sondershausen die gar nicht so kleine Fanschar, wie es die zumeist nur 350 Zuschauer vermuten ließen, nicht gewundert, wenn sie die gleiche Überschrift von oben über das Spiel gegen Eintracht wieder in der Presse zu lesen bekommen hätte. Trotz klarer Vorteile an diesem Tag musste man am Ende wegen der vielen ausgelassenen todsicheren Chancen um Wacker 90 fast noch bangen. Es ist noch einmal gut gegangen.
Mit der gleichen Einstellung sollten die obigen Worte des Präsidenten Wirklichkeit werden. Aber Spitzenreiter Erfurt II hatte große Mühe, dort zu siegen, Gotha erreichte nur ein Unentschieden und Weida wurde mit 5:0 förmlich überrollt. Eine Unterschätzung der Unioner ist für die 90er aus Nordhausen fehl am Platze.
Klaus Verkouter
Autor: nnzWas gegen Schlotheim mit 2:1 gelang, ging in Zeulenroda beim 0:1 tüchtig nach hinten los. Seit drei Punktspielen haben die Neunziger nun aber nicht mehr verloren, allerdings jeweils zwei zum Teil sehr bittere Gegentore gefangen. Glauben wir einfach mal dem Wacker-Präsidenten Detlef Zeitler, wenn er sagt: Jetzt starten wir eine Serie.
Vor 99 Jahren war ein ganz anderer Start: SV Wacker-Mars Nordhausen gegen Germania Mühlhausen lautete das erste Verbandsspiel in der Geschichte für unseren Verein. Damals siegte die Germania hier mit 5:3. Bis 1945 fanden dann gegen weitere Mühlhäuser Mannschaften (SV 1899 – den eigentlichen Vorgänger von Union – VfB, Nordstern) über ein Dutzend Vergleiche statt, zumeist Gesellschaftsspiele, wie sie einst bezeichnet wurden.
Nach 1945 traf Motor (West) in der Bezirksliga Erfurt erst 1963/1964 wieder auf einen Mühlhäuser Verein, die BSG Motor, und gewann beide Spiele klar mit 8:0 und 4:0. Neben Freundschaftsspielen gegen Post, Motor und häufiger gegen Vorwärts Mühlhausen wurde um Punkte erst wieder 1967 zwei Serien lang mit den Armeefußballern gestritten. Immer war Nordhausen der Sieger. In Mühlhausen erfolgte dann eine Fusion unter dem neuen Namen Union. Erstmals gab es 1985 eine Freundschaftsbegegnung mit ihnen. Motor Nordhausen gewann 3:1 bei Union.
2001 ging es in der Thüringenliga wieder gemeinsam um Punkte und Wacker holte in Mühlhausen in einem äußerst niveaulosen Spiel der beiden Tabellenletzten ein 1:1. Es ist wirklich erst sechs Jahre her. Mancher Akteur ist bereits in Vergessenheit geraten. Deshalb sei hier die Aufstellung erwähnt: Michael; Elle, Nebelung, Hafermalz, Ludwig; Sagareishvili, Pistorius, Wichmann; Dornhofer, Kulbacki, Kühne.
Ein Lebenszeichen mit spielerischem Glanz überschrieb eine Nordhäuser Tageszeitung das letzte Punktspiel von Wacker gegen den FC Union Mühlhausen im April 2002, das die Einheimischen im Albert-Kuntz-Sportpark sicher mit 3:0 gewannen. Das war am 22. Spieltag der Thüringenliga-Saison 2001/2002. Man lese und staune, es war der erste Heimsieg des zu Ende gehenden Spieljahres. Kulbacki, Prokosch und Elle hießen die Torschützen. Vom gegenwärtigen erweiterten Kader haben Pohl, Mook, Wenzel, Heise, Elle und Pistorius das Spiel, die grausige Saison und folgerichtig den Abstieg miterlebt.
Es hätte nach dem spielerisch und kämpferisch guten 3:2-Erfolg über den Erzfeind Sondershausen die gar nicht so kleine Fanschar, wie es die zumeist nur 350 Zuschauer vermuten ließen, nicht gewundert, wenn sie die gleiche Überschrift von oben über das Spiel gegen Eintracht wieder in der Presse zu lesen bekommen hätte. Trotz klarer Vorteile an diesem Tag musste man am Ende wegen der vielen ausgelassenen todsicheren Chancen um Wacker 90 fast noch bangen. Es ist noch einmal gut gegangen.
Mit der gleichen Einstellung sollten die obigen Worte des Präsidenten Wirklichkeit werden. Aber Spitzenreiter Erfurt II hatte große Mühe, dort zu siegen, Gotha erreichte nur ein Unentschieden und Weida wurde mit 5:0 förmlich überrollt. Eine Unterschätzung der Unioner ist für die 90er aus Nordhausen fehl am Platze.
Klaus Verkouter

