eic kyf msh nnz uhz tv nt
So, 08:42 Uhr
14.10.2007

Farbe für die Haare

Nordhausen (nnz). Die Handballer des NSV schaffen es doch immer wieder ihren Trainer zu verblüffen. Dies gilt besonders auf dem Parkett. Nach diesem Spiel sollten die Spieler zusammenlegen und ihrem Trainer Haartönung schenken.


Wie bereits im Vorbericht der nnz zu diesem Spiel bemerkt, war der NSV zum Siegen verdammt. Diesen Druck hielten sie zwar mit einem ungefährdeten Sieg von 42:32 stand, aber der Weg war lang und steinig. Die Gastgeber, mit breiter Brust und viel Selbstvertrauen, legten los wie die Feuerwehr und überrannten den NSV in den Anfangsminuten. Der schnelle 0:3 Rückstand zeigte wieder einmal den derzeitigen Schwachpunkt im NSV auf, die Abwehrarbeit. Die Abstimmungsprobleme wurden sogar noch gravierender, da Abwehrboss Michael Spieß ausfiel, auch auf Christian Flötling mussten sie verletzungsbedingt verzichten.

So kam es wie es kommen musste, der NSV lief bis zum 5:5 dem SV 05 hinterher. Erst als Marcel Effenberger die erstmalige Führung zum 6:5 erzielte, kam etwas Ruhe in die Reihen. Die Gastgeber kämpften und blieben immer in Reichweite. Erst David Meitzner verschaffte den Nordhäusern mit dem 13:10 erstmals etwas Luft. Mit einem drei Tore Vorsprung wurden beim 18:15 aus NSV Sicht die Seiten gewechselt.

Zu diesem Zeitpunkt verfärbten sich die Haare von Trainer Andreas Meyer schon leicht grau. Das Spiel seiner Mannschaft war in der ersten Halbzeit nur vom Kampf geprägt. Die spielerische Seite schienen sie vergessen zu haben. Zu viele verkrampften im Gedanken siegen zu müssen. Zu viele technische Fehler und Fehlwürfe musste die Bank registrieren um das Spiel souverän gestalten zu können.

Auch die Kabinenpredigt schien für die zweite Halbzeit nicht viel geholfen zu haben. Es begann, wie erste Halbzeit endete. Zumindest konditionell war der NSV auf der Höhe. Dadurch konnten sie sich mühsam aber stetig immer mehr Luft verschaffen. Nach dem 24:17 war das Spiel entschieden und die Südharzer hätten ins normale Fahrwasser gelangen können. Sie dachten gar nicht daran und verpassten dem Trainer entgültig eine graue Haarpracht. Am Ende siegten sie zwar sicher mit 42:32 aber mehr als ein hart erarbeiteter Pflichtsieg war dies nicht.

Die Niederlage gegen den THC spielte über 60 Minuten mit. Die Mannschaft zeigte ungewohnte Schwächen. So waren die eigenen technischen Fehler Garant für die 32 Treffer der Gastgeber. Auch die Fehlwurfquote stieg zum zweiten mal über die 70 Prozent. Allein Steffan Fuhrmann nahm 32 mal Anlauf und traf nur 12 mal. Für seine Verhältnisse einfach zu wenig aber zu entschuldigen mit seiner Schulterverletzung. Auch die Torhüter, ansonsten Aktivposten im Nordhäuser Spiel, hatten wahrlich nicht ihren besten Tag. Sie passten sich dem Spiel ihrer Vorderleute an und mussten so 32 mal hinter sich greifen
.
Zu viele Gegentreffer leistet sich der NSV in dieser Saison. In einer Rangliste der torreichsten fünf Ligabegegnungen, sind sie gleich zwei mal zu finden. Sie belegen Platz 1 mit 75 Treffer, Begegnung gegen den HSV Sömmerda (41:34). Auch der zweite Platz geht an sie mit 74 Treffer und zwar nach dem heutigen Spieltag. Mit Abstand folgen die Begegnungen Friedrichroda – Goldbach 30:40 (70 Treffer), Gotha – Friedrichroda 33:36 (69 Treffer) und Goldbach – SG Erfurt/Bad Langensalza 32:33 (65 Treffer). Auch der SV 05 Friedrichroda ist in dieser Statistik zu finden. Gleich drei mal verblüfften sie ihre Gegner mit 30 und mehr Treffern.


Steffan Fuhrmann 12/ Christoph Liebau 7/ Marco Bialkowski/ Christian Gehr 3/ Holger Kühne 4/ Marco Holznagel 4/ Tino Beßin 6/ Marcel Effenberger 1/ David Meitzner 6/ Sören Ahlert/ Karsten Scholz

Strafwürfe: NSV-9/5 | Friedrichroda-3/1
Zeitstrafen: NSV-3 | Friedrichroda-6
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)