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So, 09:59 Uhr
14.10.2007

Wirtschaftlich gedacht

Nordhausen (nnz). Der Unternehmerservice des Landkreises Nordhausen hatte am Donnerstag (11.10.) seine Vortragsreihe für Firmen und Unternehmen in Nordhausen fortgesetzt. Welches Thema behandelt wurde, das hat die nnz erfahren.


Dr. Ullrich (Foto: US) Dr. Ullrich (Foto: US) Im Mittelpunkt des Abends stand das neue, im kommende Jahr zu erwartende GmbH-Gesetz, das im Klartext „Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Mißbräuchen“ genannt wird. Wie der Referent, Rechtsanwalt Dr. Michael Ullrich von der Kanzel KKP in Halle/Sa., ausführte, soll das neue Gesetz im ersten Halbjahr 2008 vom Bundestag verabschiedet werden. „Mit dieser Neufassung hat der Gesetzgeber nicht nur einen Überraschungscoup gelandet, er hat endlich auch einmal wirtschaftlich gedacht“, so Dr. Ullrich. Das Gesetz soll darüber hinaus den bislang zahlreich in Deutschland gegründeten Limiteds Paroli bieten. Derzeit würde in Deutschland ein Viertel alle Unternehmensgründungen als Limited vollzogen. Diese Rechtsform sei jedoch nicht optimal und berge viele Risiken in sich, die auf den ersten Blick nicht zu sehen seien.

Mit dem neuen deutschen GmbH-Recht würde sowohl die Gründung einer GmbH deutlich vereinfacht (1 – 2 Tage), als auch der Mißbrauch deutlich schärfer unter Strafe gestellt. Letztlich soll die Neufassung die bewährte GmbH wettbewerbsfähiger machen. Das Besondere am derzeitigen Entwurf sei die Tatsache, dass an den Gesetzestext eine „Mustersatzung“ sowie ein „Gründungsset“ angehängt seien. Die Mustersatzung würde nicht – wie bisher – aus 118 Paragraphen, sondern nur noch aus sieben bestehen.

Trotz der vielen Vorteile sieht der Jurist auch noch einigen Nachbesserungsbedarf, den er zum Beispiel im Bereich der Übertragung von Geschäftsanteilen sowie in der Gründung mit Sacheinlagen ausmacht.

Als weiteres Novum stellte Dr. Ullrich die „Unternehmergesellschaft mit beschränkter Haftung“ (UG) vor. Diese eigne sich vor allem für Existenzgründer, die nicht genügend Stammkapital aufbringen könnten. Eine UG könne bereits mit einer Einlage von einem Euro gegründet werden, berge jedoch auch ein Risiko in sich. Sie würde im Geschäftsverkehr nicht als ausreichend seriös angesehen.

Im Anschluß an den anschaulichen Vortrag gab es für die anwesenden Unternehmer im Bürgersaal des Nordhäuser Rathauses noch ausreichend Gelegenheit, mit dem Fachmann individuell zu diskutieren bzw. Fragen zu stellen.
Autor: nnz

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