Mi, 08:06 Uhr
10.10.2007
Das gab’s auch noch
Nordhausen (nnz). Die nnz hatte gestern über die Kreistagssitzung bereits ausführlich berichtet. Heute gibt es noch einen Nachschlag.
Nicht Claus, sondern Grünwald
Der Kreistag beschäftigte sich unter anderem mit seiner eigenen Struktur. So werden der Fachbereich Schulverwaltung und das Fachgebiet Gebäudebewirtschaftung zusammengefaßt. Nach dem Willen der Verwaltung sollte der neue Fachbereich dem Geschäftsbereich des Landrates zugeordnet werden. Dem machte allerdings die Fraktion DIE LINKE einen Strich durch die Rechung. Der neue Fachbereich sei bei der zweiten Beigeordneten Loni Grünwald (LINKE) besser aufgehoben. Die Verweisung der Beschlußvorlage in den Kreisausschuss, wie von der CDU gefordert, wurde von der Mehrheit des Kreistages abgelehnt.
Kein frischer Wind
Künftig soll es im Landkreis Nordhausen nur drei Standorte für Windkraftanlagen geben: Im Nordhäuser Ortsteil Hörningen, auf dem Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode sowie in der Gemarkung Wipperdorf. Dieser Beschluß soll in den Regionalen Raumordnungsplan für Nordthüringen eingebracht werden.
Für Naturpark
Landrat Joachim Claus (CDU) soll sich bei der Landesregierung in Erfurt dafür einsetzen, daß der Naturpark Südharz noch in diesem Jahr ausgewiesen wird. Das hatte der Kreistag gestern einstimmig beschlossen. Geld habe man zwar im Landkreis dafür nicht, wohl könne es Fördermittel geben, schließlich werde das Image der Region dadurch aufgebessert. Interessierte Beobachter erinnern sich jedoch der Diskussion im Vorfeld.
Probleme mit Namen
Das neue Berufsschulzentrum an der Morgenröte soll nicht nur am 30. Oktober eingeweiht werden, es soll auch einen Namen bekommen. Die Kreistagsfraktionen von SPD, DIE LINKE und die bündnisgrüne Gruppe hatten sich im Vorfeld auf den Namen Manfred von Ardenne geeinigt. Das aber paßte nun vor allem der CDU-Fraktion nicht und Dr. Franz Busch zelebrierte all das aus dem Leben des international anerkannten Wissenschaftlers, was einer Namengebung entgegen stehen könnte. Das war vermutlich in erster Linie dessen Leben und Wirken zu DDR-Zeiten.
Vielleicht hätte sich die CDU-Fraktion ja mit dem Namen Wernher von Braun anfreunden können? Der forschte – wie Ardenne – auch zu Zeiten des Nationalsozialismus, diente sich dann aber der CIA an und forschte in den USA weiter. Und schließlich steht sein Name ja irgendwie auch mit Nordhausen in Verbindung. Wie? Das ist politisch egal, Hauptsache keine Ostalgie. In einem Land, in denen es eine Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne gibt, ist ein solches Denken nicht ungewöhnlich.
Doch alle Diskussion war letztlich für die Katz, Schulleiter und FDP-Fraktionär Klaus-Dieter Drick meinte, daß eine solche Namensgebung ausschließlich die Sache der Schulkonferenz sei. Der Name Morgenröte habe sich in Nordhausen für diesen Standort eingebürgert, schob Winfried Theuerkauf (SPD) hinterher. Man darf also gespannt sein...
Autor: nnzNicht Claus, sondern Grünwald
Der Kreistag beschäftigte sich unter anderem mit seiner eigenen Struktur. So werden der Fachbereich Schulverwaltung und das Fachgebiet Gebäudebewirtschaftung zusammengefaßt. Nach dem Willen der Verwaltung sollte der neue Fachbereich dem Geschäftsbereich des Landrates zugeordnet werden. Dem machte allerdings die Fraktion DIE LINKE einen Strich durch die Rechung. Der neue Fachbereich sei bei der zweiten Beigeordneten Loni Grünwald (LINKE) besser aufgehoben. Die Verweisung der Beschlußvorlage in den Kreisausschuss, wie von der CDU gefordert, wurde von der Mehrheit des Kreistages abgelehnt.
Kein frischer Wind
Künftig soll es im Landkreis Nordhausen nur drei Standorte für Windkraftanlagen geben: Im Nordhäuser Ortsteil Hörningen, auf dem Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode sowie in der Gemarkung Wipperdorf. Dieser Beschluß soll in den Regionalen Raumordnungsplan für Nordthüringen eingebracht werden.
Für Naturpark
Landrat Joachim Claus (CDU) soll sich bei der Landesregierung in Erfurt dafür einsetzen, daß der Naturpark Südharz noch in diesem Jahr ausgewiesen wird. Das hatte der Kreistag gestern einstimmig beschlossen. Geld habe man zwar im Landkreis dafür nicht, wohl könne es Fördermittel geben, schließlich werde das Image der Region dadurch aufgebessert. Interessierte Beobachter erinnern sich jedoch der Diskussion im Vorfeld.
Probleme mit Namen
Das neue Berufsschulzentrum an der Morgenröte soll nicht nur am 30. Oktober eingeweiht werden, es soll auch einen Namen bekommen. Die Kreistagsfraktionen von SPD, DIE LINKE und die bündnisgrüne Gruppe hatten sich im Vorfeld auf den Namen Manfred von Ardenne geeinigt. Das aber paßte nun vor allem der CDU-Fraktion nicht und Dr. Franz Busch zelebrierte all das aus dem Leben des international anerkannten Wissenschaftlers, was einer Namengebung entgegen stehen könnte. Das war vermutlich in erster Linie dessen Leben und Wirken zu DDR-Zeiten.
Vielleicht hätte sich die CDU-Fraktion ja mit dem Namen Wernher von Braun anfreunden können? Der forschte – wie Ardenne – auch zu Zeiten des Nationalsozialismus, diente sich dann aber der CIA an und forschte in den USA weiter. Und schließlich steht sein Name ja irgendwie auch mit Nordhausen in Verbindung. Wie? Das ist politisch egal, Hauptsache keine Ostalgie. In einem Land, in denen es eine Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne gibt, ist ein solches Denken nicht ungewöhnlich.
Doch alle Diskussion war letztlich für die Katz, Schulleiter und FDP-Fraktionär Klaus-Dieter Drick meinte, daß eine solche Namensgebung ausschließlich die Sache der Schulkonferenz sei. Der Name Morgenröte habe sich in Nordhausen für diesen Standort eingebürgert, schob Winfried Theuerkauf (SPD) hinterher. Man darf also gespannt sein...


