Di, 18:36 Uhr
25.09.2007
Zimmermann geht
Nordhausen/Erfurt (nnz). Die LandesWelle Thüringen wird sich einen neuen Geschäftsführer suchen müssen. Peter Zimmermann verlässt das Unternehmen und wechselt in die Politik. Dazu eine persönliche Betrachtung.
Wie Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) heute bekannt gab, wird im Rahmen einer Kabinettsumbildung Peter Zimmermann den Job des Regierungssprechers übernehmen. Damit wechselt der Sachse nicht nur in sein Geburtsbundesland zurück, er wechselt auch die Seiten des journalistischen Vergnügens.
Ich lernte Peter Zimmermann Ende 2004 kennen. Damals saßen wir uns gegenüber – er auf der Unternehmensseite, ich auf der Betriebsratsseite. Die Fronten, sie schienen geklärt. Waren sie nach diesem Tag auch. Wir akzeptierten, respektierten einander. Zimmermann, der damals noch nicht einmal 30 war, fragte den fast 50jährigen oftmals nach seiner Meinung.
Mehr als alle anderen Geschäftsführer, die ich während 12 Jahre Landeswelle kennen lernen musste, war er Gast in Nordhausen. Mal gab es dienstliches zu besprechen, mal ging es zum Kundenbesuch. Zimmermann, ein Kommunikationsexperte vor dem Herrn, konnte nicht nur geschickt Gespräche lenken und leiten, Peter Zimmermann konnte zuhören. Und zwar sehr genau. Vor allem die Halbtöne und Nebensätze hatten es ihm angetan.
Er übernahm den Haufen LandesWelle in einer Zeit, da es drunter und drüber ging, in der Personal exzessiv abgebaut worden war. Nichts war geordnet, nichts sortiert. Er, der Sachse, hat die Landeswelle federführend dorthin gebracht, wo sie derzeit steht. Man kennt den Sender, spricht über ihn, spricht mit ihm. Spricht vor allem mit Zimmermann.
Sprach. Jetzt wird Peter Zimmermann diese Seite des Mediengeschäfts verlassen, er verlässt nicht nur Thüringen, sondern auch die LandesWelle. Die ehemalige Baustelle ist aufgeräumt, Richtfest ist gefeiert. Doch fertig ist der Radiobau noch längst nicht. Dr. Z., wie ich ihm ab und zu mal nannte, wird erst einmal eine Lücke reißen. Und das, obwohl bekannt war, dass seine steile Karriere innerhalb des Regiocast-Netzwerkes in Erfurt nicht zu Ende sein wird.
Ich bedauere seinen Wechsel, bin mir aber sicher, dass er sich das alles überlegt haben wird. Sicher bin ich mir auch, dass er alle Mails weiterhin beantworten wird. Schließlich ist Kommunikation sein Leben. Auf Wiedersehen und viel Erfolg, Peter Zimmermann.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psgWie Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) heute bekannt gab, wird im Rahmen einer Kabinettsumbildung Peter Zimmermann den Job des Regierungssprechers übernehmen. Damit wechselt der Sachse nicht nur in sein Geburtsbundesland zurück, er wechselt auch die Seiten des journalistischen Vergnügens.
Ich lernte Peter Zimmermann Ende 2004 kennen. Damals saßen wir uns gegenüber – er auf der Unternehmensseite, ich auf der Betriebsratsseite. Die Fronten, sie schienen geklärt. Waren sie nach diesem Tag auch. Wir akzeptierten, respektierten einander. Zimmermann, der damals noch nicht einmal 30 war, fragte den fast 50jährigen oftmals nach seiner Meinung.
Mehr als alle anderen Geschäftsführer, die ich während 12 Jahre Landeswelle kennen lernen musste, war er Gast in Nordhausen. Mal gab es dienstliches zu besprechen, mal ging es zum Kundenbesuch. Zimmermann, ein Kommunikationsexperte vor dem Herrn, konnte nicht nur geschickt Gespräche lenken und leiten, Peter Zimmermann konnte zuhören. Und zwar sehr genau. Vor allem die Halbtöne und Nebensätze hatten es ihm angetan.
Er übernahm den Haufen LandesWelle in einer Zeit, da es drunter und drüber ging, in der Personal exzessiv abgebaut worden war. Nichts war geordnet, nichts sortiert. Er, der Sachse, hat die Landeswelle federführend dorthin gebracht, wo sie derzeit steht. Man kennt den Sender, spricht über ihn, spricht mit ihm. Spricht vor allem mit Zimmermann.
Sprach. Jetzt wird Peter Zimmermann diese Seite des Mediengeschäfts verlassen, er verlässt nicht nur Thüringen, sondern auch die LandesWelle. Die ehemalige Baustelle ist aufgeräumt, Richtfest ist gefeiert. Doch fertig ist der Radiobau noch längst nicht. Dr. Z., wie ich ihm ab und zu mal nannte, wird erst einmal eine Lücke reißen. Und das, obwohl bekannt war, dass seine steile Karriere innerhalb des Regiocast-Netzwerkes in Erfurt nicht zu Ende sein wird.
Ich bedauere seinen Wechsel, bin mir aber sicher, dass er sich das alles überlegt haben wird. Sicher bin ich mir auch, dass er alle Mails weiterhin beantworten wird. Schließlich ist Kommunikation sein Leben. Auf Wiedersehen und viel Erfolg, Peter Zimmermann.
Peter-Stefan Greiner


