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Di, 09:50 Uhr
11.09.2007

Geburtenzahl sinkt weiter

Nordhausen (js) Der Geburtenrückgang in Deutschland hält an, teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Und macht dabeiauf Unterschiede aufmerksam, die nnz aufgreift und öffentlich macht

Allen Bemühungen um eine familienfreundlichere Politik zum Trotz werden in Deutschland immer weniger Kinder geboren. Im vergangenen Jahr kamen bundesweit rund 672 700 Mädchen und Jungen zur Welt, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit.

Das waren 13 100 weniger als im Jahr zuvor. Im Durchschnitt bekommt damit jede Frau in Deutschland 1,33 Kinder. 2005 waren es durchschnittlich noch 1,34 Kinder pro Frau, 2004 noch 1,36 Kinder. Im Vergleich zu anderen Industrieländern liegt die Bundesrepublik damit deutlich zurück.Den Tiefststand in den vergangenen 17 Jahren markierte allerdings das Jahr 1995, als der Durchschnitt bei 1,25 Kindern lag.

Die Unterschiede zwischen West und Ost verringerten sich weiter, wobei die Kinderzahl im früheren Bundesgebiet abnahm und in den neuen Bundesländern (jeweils ohne Berlin) konstant blieb. In den alten Ländern kamen 2006 durchschnittlich 1,34 Kinder je Frau zur Welt, in den neuen Ländern 1,30. 2005 waren es im Westen Deutschlands 1,36 und im Osten ebenfalls 1,30 gewesen.
Die ostdeutschen Mütter waren bei der Geburt durchschnittlich knapp zwei Jahre jünger als die westdeutschen. Auf lange Sicht fällt jedoch der Geburtenrückgang im Osten höher aus: 1990 lag die Quote im Osten noch bei 1,52 Kindern je Frau, im Westen bei 1,45.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) äußerte sich jedoch zuversichtlich, dass die Geburtenrate nicht noch weiter sinken wird. Bei einem Besuch im Hauptstadtbüro der Deutschen Presse-Agentur dpa sagte sie am Montag: „Wir haben nach diesen Zahlen nun für 2007 die begründete Aussicht, dass es zu einer leichten Trendumkehr kommen kann.“ Natürlich hoffe sie, dass die Geburtenzahlen wieder steigen, auch durch Maßnahmen der Bundesregierung wie das Elterngeld.

Nach einer neuen Familienstudie hat der Begriff „Rabenmutter“ inzwischen ausgedient. Auch in Deutschland müssten berufstätige Mütter inzwischen nicht mehr mit sozialer Ächtung rechnen, wenn sie ihr kleines Kind außerhalb der eigenen Familie betreuen lassen. In der Umfrage des Demoskopie-Instituts Allensbach lehnten 88 Prozent der befragten Frauen und Männer den Begriff „Rabenmutter“ ab. Dagegen findet jeder Dritte, dass Männer, die sich aus der Erziehung heraushalten, die Bezeichnung „Rabenvater“ durchaus verdienen würden. Befragt wurden 1810 Frauen und Männer über 16 Jahren.
Autor: js

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