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Mo, 09:24 Uhr
10.09.2007

Streit wegen Schadstoffen

Nordhausen (js). Die Europäische Union will die Autohersteller notfalls mit Strafmaßnahmen zur Einhaltung der geplanten niedrigeren Kohlendioxid-Grenzwerte zwingen. nnz berichtet

Im Vorfeld der Frankfurter Automobilmesse IAA hat die EU-Kommission den Autoherstellern mit Sanktionen gedroht, sollten sie die geplanten europäischen Kohlendioxid-Grenzwerte nicht einhalten.

Die EU will den Autobauern vorschreiben, den durchschnittlichen Ausstoß des Klimagases CO2 von Neuwagen bis zum Jahr 2012 auf 120 Gramm je Kilometer zu senken. Bedenken, dass dieser Grenzwert nicht zu verwirklichen sei, wies Dimas zurück. „Ich habe vollstes Vertrauen in die Fähigkeit unserer Autoindustrie, sich rasch auf neue Anforderungen einzustellen", sagte er. Die öffentliche Debatte habe sichtbar gemacht, was alles möglich sei. „So gut wie jeder Hersteller bringt sparsame Fahrzeugvarianten auf den Markt, und zwar in allen Fahrzeugklassen", sagte der Kommissar.

Im Frühjahr hatten sich die EU-Regierungschefs und die Kommission für den Umweltschutz auf einen durchschnittlichen CO2-Grenzwert von 120 Gramm je Kilometer geeinigt, der von 2012 an EU-weit für die Neufahrzeug-Flotte gelten soll. Eine Verringerung auf 130 Gramm - in Deutschland sind es heute 160 Gramm - soll allein durch Verbesserungen der Motortechnik erzielt werden. Die EU-Kommission prüft zurzeit, wie der Durchschnittswert zu erreichen ist. „Dabei ziehen wir auch gestaffelte Obergrenzen - etwa nach Größe oder Gewicht der Fahrzeuge - in Betracht“, sagte Dimas.

Insbesondere die großen Premium-Hersteller wie Mercedes befürchten, angesichts ihres hohen Anteils an großen Wagen den Flottenwert zu überschreiten, wenn er pauschal für jedes Unternehmen gelten sollte. Porsche-Chef Wiedeking fand drastische Worte für einen solchen Fall. „Wer starre Grenzwerte für alle fordert, legt Hand an die deutsche Autoindustrie.“
Autor: js

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