Mo, 09:22 Uhr
10.09.2007
Marode Bahnschienen beanstandet
Nordhausen (js). Laut Magazin-Berichten muss die Deutsche Bahn veraltete Schienen und Brücken im großen Stil erneuern. Das Erfordernis könnte die Nutzer der Bahn teuer zu stehen kommen. nnz zum Thema
Bei der Bahn gibt es offenbar einen Milliarden-Investitionsstau. Mehr als 6000 Kilometer Gleise - das entspricht etwa 18 Prozent des Netzes - bestünden noch aus veralteten Schienen der Kategorie "S 49" berichten die Magazine "Spiegel" und "Focus" unter Berufung auf das Eisenbahnbundesamt. Die "S 49"-Schienen bestehen zu einem großen Teil aus bruchanfälligem Thomasstahl. Dieses bis in die siebziger Jahre hinein verwendete Material war auch verantwortlich für den Bruch zahlreicher Strommasten in Nordrhein-Westfalen vor knapp zwei Jahren.
Die Deutsche Bahn wies die Berichte umgehend zurück und erklärte, Schienen einer bestimmten Bauart würden wegen ihres Alters im Zuge des üblichen Oberbauprogramms schrittweise ausgetauscht. Ein Sicherheitsrisiko sei von diesen Schienen nicht ausgegangen. 2006 seien gemeinsam mit dem Bund rund sechs Mrd. Euro in die Schieneninfrastruktur gesteckt worden.
Kritik wird allerdings auch an den Brücken der Bahn geübt: Nach Angaben des hessischen Verkehrsministeriums wurden rund 40 Prozent der knapp 25.000 Bahn-Brücken vor 1910 gebaut. Etwa 7500 dieser Brücken müssten in den nächsten zwölf Jahren erneuert werden, schreibt der "Spiegel". Verkehrsministers Alois Rhiel (CDU) befürchtet demnach eine "Bugwelle überfälliger Ersatzinvestitionen", deren Kosten auf die Bundesländer und auf die Fahrgäste umgelegt werden müssten.
Autor: jsBei der Bahn gibt es offenbar einen Milliarden-Investitionsstau. Mehr als 6000 Kilometer Gleise - das entspricht etwa 18 Prozent des Netzes - bestünden noch aus veralteten Schienen der Kategorie "S 49" berichten die Magazine "Spiegel" und "Focus" unter Berufung auf das Eisenbahnbundesamt. Die "S 49"-Schienen bestehen zu einem großen Teil aus bruchanfälligem Thomasstahl. Dieses bis in die siebziger Jahre hinein verwendete Material war auch verantwortlich für den Bruch zahlreicher Strommasten in Nordrhein-Westfalen vor knapp zwei Jahren.
Die Deutsche Bahn wies die Berichte umgehend zurück und erklärte, Schienen einer bestimmten Bauart würden wegen ihres Alters im Zuge des üblichen Oberbauprogramms schrittweise ausgetauscht. Ein Sicherheitsrisiko sei von diesen Schienen nicht ausgegangen. 2006 seien gemeinsam mit dem Bund rund sechs Mrd. Euro in die Schieneninfrastruktur gesteckt worden.
Kritik wird allerdings auch an den Brücken der Bahn geübt: Nach Angaben des hessischen Verkehrsministeriums wurden rund 40 Prozent der knapp 25.000 Bahn-Brücken vor 1910 gebaut. Etwa 7500 dieser Brücken müssten in den nächsten zwölf Jahren erneuert werden, schreibt der "Spiegel". Verkehrsministers Alois Rhiel (CDU) befürchtet demnach eine "Bugwelle überfälliger Ersatzinvestitionen", deren Kosten auf die Bundesländer und auf die Fahrgäste umgelegt werden müssten.

