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Do, 17:52 Uhr
06.09.2007

Sonderausstellung wird verlängert

Nordhausen (nnz). Aufgrund des regen Besucherinteresses wird die Sonderausstellung „Krankenmord im Nationalsozialismus – Grafeneck 1940“ verlängert. Die als Wanderausstellung konzipierte Schau wird noch bis 31. Oktober in der Ausstellungsbaracke der KZ-Gedenkstätte Mittelbau zu sehen sein.

grafeneck (Foto: privat) grafeneck (Foto: privat)

Der Kern der Sonderausstellung zeigt Grafeneck als Tatort der NS-Euthanasieverbrechen in den Jahren 1939 bis 1941. Schwerpunkte sind die Morde des Jahres 1940, die Opfer, aber auch die Täter von Grafeneck. Zugleich macht die Ausstellung die übergreifende Planung nationalsozialistischer Gewalt- und Vernichtungspolitik deutlich.

In Grafeneck begann im Jahr 1940 die sogenannte Aktion „Gnadentod“, unter deren Decknamen über 10 600 Menschen ermordet wurden. Die Ausgrenzung vermeintlich minderwertigen Lebens durch die Nationalsozialisten war die Vorstufe zum Massenmord an Juden, Roma und Sinti sowie sowjetischen Kriegsgefangenen in den NS-Vernichtungslagern. Der Einsatz von Giftgas in Lagern wie Auschwitz-Birkenau kann in direkter Folge zur Politik der NS-Euthanasie gesehen werden. Die NS-Euthanasie war nicht nur technische Testphase, sondern auch ideologische Vorstufe des Holocaust.
Autor: nnz

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