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Mo, 16:23 Uhr
03.09.2007

Hilfe zur Selbsthilfe (2)

Nordhausen (nnz). Wie bereits angekündigt, wird die nnz in den nächsten Wochen die Selbsthilfegruppen des Landkreises Nordhausen vorgestellt. Heute nun Teil 1 der Serie.

Hilfe zur Selbsthilfe (Foto: nnz) Hilfe zur Selbsthilfe (Foto: nnz)

„Sinn und Zweck der Sache ist es“, so Ingrid Francke, Amtsärztin im Landratsamt Nordhausen, „einerseits all jenen zu danken und ihr Engagement zu würdigen, die Tag ein Tag aus ihre Freizeit im Ehrenamt denen zur Verfügung stellen, die Hilfe aufgrund ihrer Handicaps im Alltag benötigen. Andererseits wollen wir auf diesem Wege zeigen, welche Gruppen im Landkreis arbeiten und Betroffenen Mut machen, dort hinzugehen, um diese Unterstützung auch in Anspruch zu nehmen.“

Eine in unserer modernen Zeit immer häufiger auftretende Krankheit ist der Schlaganfall. Faktoren, die das Schlaganfallrisiko erhöhen sind zum Beispiel Bluthochdruck, Rauchen oder hohe Cholesterinwerte. Oftmals treten nach dem Schlaganfall die verschiedensten Störungen auf, mit denen die Betroffenen nun ihr Leben lang Leben müssen. Auch Aphasie ist eine solche Störung. Die durch einen Schlaganfall ausgelöste Sprachstörung betrifft meist alle Bereiche die mit Sprachen zu tun haben, wie Sprechen, Verstehen, Lesen, Schreiben und Rechnen. Persönliche Scheu und auch Angst führen nun oft dazu, nicht mit der Krankheit fertig zu werden und die Öffentlichkeit zu meiden. Dabei sollten alle Betroffenen ihre Hemmungen ablegen und sich eine Schlaganfall/Aphasiker–Selbsthilfegruppe suchen.

Auch im Landkreis Nordhausen haben sich Menschen in einer Schlaganfall/Aphasiker–Selbsthilfegruppe zusammengefunden und tauschen unter Leitung von Heidemarie Mohr ihre Erfahrungen aus. Die Selbsthilfegruppe existiert bereits seit 1993 und hat zur Zeit 19 Mitglieder. Natürlich sind neue Mitglieder, egal ob Betroffene oder Angehörige, gerne zu den Treffen gesehen, die nicht nur dem Erfahrungsaustausch dienen. Die Selbsthilfegruppe nutzt ihre Treffen auch, um Ausflüge zu machen, Vorträgen zu lauschen oder um sich fit zu halten. Dabei pflegt die Selbsthilfegruppe auch Kontakte zur Schlaganfall-Selbsthilfegruppe aus Sömmerda und Bleicherode. Außerdem gehört sie dem Landesverband Thüringen für die Rehabilitation der Aphasiker e.V. an. Dieser veranstaltet Schulungen für die Gruppenleiter und bietet Hilfestellung bei Problemen, welche die Selbsthilfegruppe betreffen.

Alle Interessierten können jeden ersten Mittwoch im Monat, 14 Uhr, ins Begegnungszentrum Nordhausen kommen und an den Treffen der Selbsthilfegruppe „Schlaganfall/Aphasie“ teilnehmen.

„Verdrängen Sie nicht, was geschehen ist, sondern versuchen Sie, die neue Situation anzunehmen. Suchen Sie verständnisvolle Gesprächspartner. Dann kann der neue Lebensabschnitt leichter bewältigt werden.“, gibt Heidemarie Mohr mit auf den Weg.
Kontakt: Heidemarie Mohr, Tel.: 03631/900756; Peter Kruse (Selbsthilfegruppe Schlaganfall/Aphasie Bleicherode), Tel.: 036338/40014
Autor: nnz

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