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Sa, 16:11 Uhr
23.02.2002

nnz-Forum: Abfallentsorgungskonzept?

Nordhausen (nnz). Mit dem Konzept der Restabfallentsorgung ab dem Jahr 2005 beschäftigt sich die Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“. Mehr dazu im nnz-Forum.


Seit einem Jahr steht die Ausschreibung zum neuen Müllentsorgungskonzept des ZAN. Seit einem Jahr können die Bürger des Landkreises nur rätseln, was ab 2005 mit der Mülldeponie in Nentzelsrode geschieht. Seit einem Jahr weiß niemand, wie viel Euro man monatlich für seine Müllentsorgung ab 2005 zusätzlich berappen muß. Seit einem Jahr bestehen die Ängste, daß Nentzelsrode zum Müllverbrennungsstandort ausgebaut wird. Seit einem Jahr müssen die Bürger damit rechnen, das der „Nordhäuser Müll“ exportiert wird. Seit einem Jahr wartet auch unsere Bürgerinitiative auf eine Erklärung des ZAN. Seit einem Jahr „müssen“ alle damit Beschäftigten schweigen, denn dazu wurden sie vom ZAN schriftlich verpflichtet. Begründung: Die Entscheidung des ZAN und alle mit der Ausschreibung einhergehenden Fakten dürfen rechtlich nicht angreifbar sein. Werden so vom ZAN Fakten geschaffen, die dann hinzunehmen sind? Zumindest wäre es doch für die Bürger interessant, welchen Text denn die Ausschreibung hatte.

So ließe sich wenigsten „ahnen“ welchen Richtung der ZAN anstrebt. Die Erklärung, man solle der Arbeit des ZAN vertrauen, findet allerdings nur solange Zustimmung, bis erkennbar wird, daß bei diesem Verfahren die Öffentlichkeit nicht gewollt ist. Dieser Punkt ist bald erreicht. Die Bürger werden sich nicht vor vorendete Tatsachen stellen lassen. Letztendlich sind wir es, die für die Arbeit dieses Zweckverbandes bezahlen müssen, nicht nur finanziell!

Diese Situation ist für die Bürger des Landkreises Nordhausen kaum noch hinnehmbar. Das unser Landrat sich für den Erhalt der Deponie deutlichst aussprach und das er sich für ein weitsichtiges Entsorgungskonzept ausgesprochen hat, ist bekannt. Doch kann er sich auch gegen die scheinbar „übermächtigen“ Eichsfelder behaupten? Bundestagsabgeordneter Manfred Grund stammt aus dem Eichsfeld, kandidiert aber auch für den Raum Nordhausen. Auch dies sollte Verpflichtung sein, die Interessen der Region Nordhausen auch in diesem Punkte mitzutragen.

Rund 155 Millionen Euro sind in den Folgejahren zu verteilen. Ein dicker Batzen. Es gibt eine europaweite Ausschreibung. Da sind die „Begehrlichkeiten“ groß. Doch es darf bei dieser Zukunftsinvestition nicht nur ums „Geld“ gehen. Zukunft bedeutet auch Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit nicht nur beim Geld, nein, in aller erster Linie den zukünftigen Generationen die besten Startchancen zu lassen.
BI „Rettung der Goldenen Aue“

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
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