Fr, 15:27 Uhr
22.02.2002
Weiter Kritik an Spende für BdV
Nordhausen (nnz). SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Becker hält weiter an ihrer Kritik zur Spende der Kreissparkasse an den BdV fest. Jetzt deklariert sie die 2.500 Euro als Wahlkampfspende an die CDU. Neu: Die CDU spricht von Perversion.
Als fester Bestandteil der CDU-Wahlkampfveranstaltungen im Bundestagswahljahr habe sich jetzt das Treffen des Bundes der Vertriebenen (BdV) im Mai entpuppt. "Jetzt wird klar, dass die Zuwendung an den BdV auch eine Wahlkampfspende an die CDU ist", erklärte die SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Becker.
An Dagmar Becker seien in der letzten Woche Informationen aus den Reihen des BdV herangetragen worden, wonach man unzufrieden darüber sei, dass Egon Primas (CDU) den Kreisverband der Vertriebenen zunehmend mehr für seine CDU-Parteiziele benutzt. Für das Fest im Mai wurden unter anderem der CDU-Landesvorsitzende Dieter Althaus und der hiesige CDU-Bundestagskandidat Manfred Grund eingeladen. Natürlich mit der Bitte versehen, gleich mal die Möglichkeit zu nutzen, mit einem Redebeitrag den Roten richtig eins draufzugeben", erklärte Dagmar Becker (SPD). Während Manfred Grund wohl auch weiterhin an der Veranstaltung teilnehmen will, hat der CDU-Landeschef Dieter Althaus in der letzten Woche sein Kommen abgesagt. Nach der Kritik an der Spende hat Althaus jetzt wohl kalte Füße bekommen", meinte Becker.
Als Gipfel der Perversion betrachtet CDU-Kreisgeschäftsführer Maik Schröter die Erklärung von Becker. Es ist nicht ehrenrührig, wenn ein Landespolitiker wie Egon Primas sich ehrenamtlich um den Bund der Vertriebenen kümmert. Die CDU hat bislang auch nicht kritisiert, dass Frau Becker Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt ist, so Schröter. Übrigens sei diese Äußerung ein offensichtlicher Affront gegen jegliches Ehrenamt. Bislang habe sich ja lediglich Egon Primas der Belange der Vertriebenen angenommen, ein Engagement der SPD oder der PDS für diese Menschen wurde bislang vermisst. Und schließlich, so Schröter gegenüber der nnz, könne der BdV einladen wen er wolle. Vielleicht werde mit dieser Einladung auch ein kleines Dankeschön für die bisherige Unterstützung entgegen gebracht.
Die SPD-Landtagsabgeordnete blieb indes bei ihrer grundsätzlichen Kritik an der Spende der Kreissparkasse und fordert vom Landrat Claus (CDU) weiterhin ein Eingreifen in dieser Sache.
Autor: nnzAls fester Bestandteil der CDU-Wahlkampfveranstaltungen im Bundestagswahljahr habe sich jetzt das Treffen des Bundes der Vertriebenen (BdV) im Mai entpuppt. "Jetzt wird klar, dass die Zuwendung an den BdV auch eine Wahlkampfspende an die CDU ist", erklärte die SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Becker.
An Dagmar Becker seien in der letzten Woche Informationen aus den Reihen des BdV herangetragen worden, wonach man unzufrieden darüber sei, dass Egon Primas (CDU) den Kreisverband der Vertriebenen zunehmend mehr für seine CDU-Parteiziele benutzt. Für das Fest im Mai wurden unter anderem der CDU-Landesvorsitzende Dieter Althaus und der hiesige CDU-Bundestagskandidat Manfred Grund eingeladen. Natürlich mit der Bitte versehen, gleich mal die Möglichkeit zu nutzen, mit einem Redebeitrag den Roten richtig eins draufzugeben", erklärte Dagmar Becker (SPD). Während Manfred Grund wohl auch weiterhin an der Veranstaltung teilnehmen will, hat der CDU-Landeschef Dieter Althaus in der letzten Woche sein Kommen abgesagt. Nach der Kritik an der Spende hat Althaus jetzt wohl kalte Füße bekommen", meinte Becker.
Als Gipfel der Perversion betrachtet CDU-Kreisgeschäftsführer Maik Schröter die Erklärung von Becker. Es ist nicht ehrenrührig, wenn ein Landespolitiker wie Egon Primas sich ehrenamtlich um den Bund der Vertriebenen kümmert. Die CDU hat bislang auch nicht kritisiert, dass Frau Becker Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt ist, so Schröter. Übrigens sei diese Äußerung ein offensichtlicher Affront gegen jegliches Ehrenamt. Bislang habe sich ja lediglich Egon Primas der Belange der Vertriebenen angenommen, ein Engagement der SPD oder der PDS für diese Menschen wurde bislang vermisst. Und schließlich, so Schröter gegenüber der nnz, könne der BdV einladen wen er wolle. Vielleicht werde mit dieser Einladung auch ein kleines Dankeschön für die bisherige Unterstützung entgegen gebracht.
Die SPD-Landtagsabgeordnete blieb indes bei ihrer grundsätzlichen Kritik an der Spende der Kreissparkasse und fordert vom Landrat Claus (CDU) weiterhin ein Eingreifen in dieser Sache.

