Fr, 16:29 Uhr
10.08.2007
Wie weiter?
Nordhausen (nnz). Der Speisesaal der Bike Systems GmbH war am Nachmittag bis auf den letzten Platz besetzt. Der Unternehmen hatte am Vormittag den Antrag auf Insolvenz gestellt (nnz berichtete). Die Mitarbeiter interessierte vor allem eines: Wie geht es jetzt weiter?
Antworten hatte Rechtsanwalt Jürgen Metz parat. Sein Fazit: Den 135 Mitarbeitern des Unternehmens werde es nicht schlechter, sondern eher besser gehen. Zum einen hätten die Betonköpfe von Lone Star nicht mehr das Sagen, zum anderen müsse sich ein künftiger Insolvenzverwalter an die gesetzlichen Spielregeln halten.
Als einzige nennenswerte Gläubiger würden seinen Erkenntnissen nach die Arbeitnehmer auftreten. Die Masse für die Verfahrenskosten sei vorhanden. Möglich wäre auch ein Pool von 300.000 Euro für Abfindungen. Das sei nicht üppig, aber 300.000 Euro mehr als es Lone Start angeboten hatte. Auch sei das Insolvenzausfallgeld für drei Monate gesichert.
Noch eine gute Nachricht: Vermutlich zum 1. November, dem möglichen Termin der Eröffnung des Insolvenzverfahrens, könnte auch die avisierte Transfergesellschaft an den Start gehen. Diese hätte eine Dauer von acht Monaten für alle Beschäftigten.
Wie aber nun geht es weiter? Heidrun Kirchner, die Vorsitzende des Betriebsrates hatte schon mal nachgefragt. Die einhellige Meinung der Belegschaft: Wir machen mit unserer Aktion der Besetzung weiter. Die Anwesenheitspläne für die nächste Woche sind bereits geschrieben und verteilt. Die Frauen und Männer wollen jedenfalls so lange Druck machen, bis der künftige Insolvenzverwalter eine erste klare An- und Aussage gemacht hat.
Autor: nnzAntworten hatte Rechtsanwalt Jürgen Metz parat. Sein Fazit: Den 135 Mitarbeitern des Unternehmens werde es nicht schlechter, sondern eher besser gehen. Zum einen hätten die Betonköpfe von Lone Star nicht mehr das Sagen, zum anderen müsse sich ein künftiger Insolvenzverwalter an die gesetzlichen Spielregeln halten.
Als einzige nennenswerte Gläubiger würden seinen Erkenntnissen nach die Arbeitnehmer auftreten. Die Masse für die Verfahrenskosten sei vorhanden. Möglich wäre auch ein Pool von 300.000 Euro für Abfindungen. Das sei nicht üppig, aber 300.000 Euro mehr als es Lone Start angeboten hatte. Auch sei das Insolvenzausfallgeld für drei Monate gesichert.
Noch eine gute Nachricht: Vermutlich zum 1. November, dem möglichen Termin der Eröffnung des Insolvenzverfahrens, könnte auch die avisierte Transfergesellschaft an den Start gehen. Diese hätte eine Dauer von acht Monaten für alle Beschäftigten.
Wie aber nun geht es weiter? Heidrun Kirchner, die Vorsitzende des Betriebsrates hatte schon mal nachgefragt. Die einhellige Meinung der Belegschaft: Wir machen mit unserer Aktion der Besetzung weiter. Die Anwesenheitspläne für die nächste Woche sind bereits geschrieben und verteilt. Die Frauen und Männer wollen jedenfalls so lange Druck machen, bis der künftige Insolvenzverwalter eine erste klare An- und Aussage gemacht hat.

